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| Essen, Grugahalle, 17.06.2005 |
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Setlist: Sucker Train Blues, Do It For The Kids, Headspace, Superhuman, Crackerman, Illegal I, Fall To Pieces, Dirty Little Thing, Big Machine, It's So Easy, Sex Type Thing, Set Me Free, Wish You Were Here, You Got No Right, Mr. Brownstone, Slither
GUNS N' ROSES... äh... VELVET REVOLVER in der Grugahalle und keiner geht hin... Das einzige Hallenkonzert der Sleaze-Urgestalten und nur 1.000 Leute laufen auf? Entweder waren alle schon beim Rock am Ring/im Park oder der Euro klemmt doch mächtig im Ruhrpott.
Aber: 45 Euro für ein Konzert ohne Special Guest, das dann nur ca. 80 Minuten dauern sollte, ein sicherlich recht happiger Preis. Den Zuschauerzahlen entsprechend, war die Grugahalle an den Rängen und im hinteren Drittel abgehangen, um das ganze nach mehr aussehen zu lassen. Habe ich eigentlich lange nicht mehr erlebt.
Konzertbeginn war 20:00 Uhr, um 21:00 Uhr legten die Jungs dann auch schon los - zu langen Gesichter im und hinter dem Fotograben übrigens, irgendwann kam doch Langeweile auf.
Und wie, muss man sagen. Das Warten hatte sich gelohnt. Suckertrain Blues, Do It For The Kids rissen die Fans mit und verwandelten die Halle zumindest in den ersten Reihen in einen Hexenkessel.
Scott Weiland ist ein Showman par Excellanze, mit seinen schlängelnden, tänzelnden Bewegungen (und seiner schicken Uniform) zieht er sofort alle Blicke auf sich. Er erinnert irgendwie mehr an einen jungen David Bowie als an eine Grunge-Ikone. Aber auch Axl Rose kann er bei It's So Easy recht nett kopieren. Stimmlich kommt auch oft Johnny Rotten von den SEX PISTOLS durch. Breitseiten gegen den GNR Chef unterließ er übrigens.
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Zweiter Visueller Mittelpunkt ist Slash. Slash spielt alle Soli. Slash post immer noch wie in den 80ern, Slash sieht nicht so verdrogt aus wie seine Mitstreiter Duff McKagan und Scott Weiland. Duff auf jeden Fall ist kalkweiß, spindeldürr, wirkt aber - ebenso wie Weiland - fit.
Teilweise meine ich, dass Scott W. bei seinen Ansagen lallt, ob er jetzt sober war oder ob dies Drogenmissbrauchs-Spätfolgen a la Ozzy waren, mag ich nicht zu entscheiden. Wie dem auch sei, die Jungs legten eine gute Show hin.
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Über den ständig im Schatten von Slash stehenden Dave Kushner redet übrigens nie jemand. Der Mann ist richtig gut! Zusammen mit, ebenfalls ex-Gunner Matt Sorum an den Drums und Duff legt er einen soliden Rhythmusteppich hin, bangt eher abseits des Bühnenmittelpunktes und überlässt die Bühnenkante den anderen. Ganz klar, Oberposer und Fotografs Lieblinge sind Slash und Scott Weiland. Duff kommt zwar auch regelmäßig an den Bühnenrand, hält sich aber auch hinten an den Drums auf, um seinen Fender Bass zu bearbeiten. Interaktion auf der Bühne gibt es auch fast nur zwischen Scott und Duff. Sollte doch was dran sein, das Slash und Mr. Weiland nicht wirklich miteinander können?
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Fazit? Gute Show, nur zu kurz. Zumindest als Einzel-Act. Axl Rose braucht niemand zu vermissen, Weiland ist trotz sämtlicher Drogeneskapaden stimmlich besser drauf als Axl die letzten Male (wenn er den überhaupt mal auf irgendwelchen Bühnen zu sehen ist). Schande, dass VR nicht die Rechte am Namen GUNS N' ROSES haben, weil sind wir mal ehrlich: Sie sind's!
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Das zur Verfügung stehende Songmaterial ist schon klasse, sei es ihr eigenes Material, die GNR-Songs oder auch der Stoff aus dem die STONE TEMPLE PILOTS waren (die Songs der STP kommen übrigens richtig frisch und in keinster Weise grungig rüber). Was mich wunderte ist, dass es nur je 2 Songs der alten Bands gab. Kleiner Tip: Paradise City wäre echt gut gekommen.
Jetzt bin ich mal gespannt, wie sie sich morgen auf dem Fields of Rock Festival schlagen.
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