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Konzertbericht:

The Steve Schuffert Band

Supp.: Baugroup

Freudenburg, Ducsaal, 19.04.2003

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Ducsaal, Freudenburg

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Fotos:
Ilka Czernohorsky

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Baugroup
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Pete Tomarakos
Pete Tomarakos - 34 KB
Matt Carmichael
Matt Carmichael - 45 KB
Steve Schuffert
Steve Schuffert - 30 KB
Freudenburg, Ducsaal, 19.04.2003The Steve Schuffert Band zum Hören und Kaufen

Saturday night, also wieder mal Zeit, den DUCSAAL zu besuchen, zumal mit der STEVE SCHUFFERT BAND ein absolutes Highlight anstand.
Ich kenne einige seiner CDs, aber was live geboten wurde steht dazu in keinem Verhältnis.
Steve, Matt Carmichael (Drums) und Pete Tomarakos (Bass) explodierten förmlich und zündeten ein Feuerwerk an Blues und Rock, dessen Funken nach den ersten Tönen auf das Publikum im sehr gut gefüllten Ducsaal übersprangen.

Baugroup

Doch der Reihe nach. Wie im Ducsaal üblich, saß die Band bei unserem Eintreffen erst mal in der Kneipe und grüßte jeden ankommenden Gast mit einem Lächeln oder Händedruck. Toll kann ich da nur sagen. Die Jungs sind sehr fannah.
Kurz danach kam auch die Supportband BAUGROUP an den Nachbartisch um sich etwas zu stärken.

Na ja, Frontmann Steff bräuchte 'ne Stärkung wohl eher nicht. Er ist ein Tier, groß und mächtig und wir waren gespannt auf seinen Gesang, denn Sänger seines Ausmaßes müssen einfach eine Mordsröhre haben.
Baugroup Und in der Tat, da kam mächtig was rüber. Stellenweise hatte er sogar dieses Roger Chapman-Vibrato in seinem Gesang. Sehr gut auch das Zusammenspiel dieser Trierer Band, der man den Spaß am Auftritt anmerkte.
Leadgitarrist Heiko wieselte die Saiten rauf und runter und es machte mächtig Spaß festzustellen, dass das Auge den Fingern kaum folgen konnte. Nicht minder flink und ausgereift Uwe an den Drums. Basser Harry spielte eine gekonnte Schlagtechnik und bildete mit Uwe das Fundament zu den Leads und Vocals.
Die Band kam gut an und ich bin mir sicher, in ihrer Heimat ist die BAUGROUP eine feste Größe.
So fest, dass offensichtlich auch ein Teil dieser Fans mit angereist war um diese Mischung aus Rock mit einer angenehmen Portion Soul und Jazz zu hören.

Steve Schuffert

Dann betrat die STEVE SCHUFFERT BAND die Bühne und als ich die drei dürren Hemden sah, ahnte ich noch nicht, zu was sie fähig sind.
Ilka, meine Freundin und HoR-Kollegin, meinte, wart's nur ab, denn sie hat die Jungs schon mal live erlebt.
Recht sollte sie behalten, denn schon nach den ersten angerissenen Saiten, angeschlagenen Fellen und geschlagenen Basssaiten tobte der Saal und alle begannen sich zu bewegen.
Steve ist ein Hexer an der Gitarre und weiß schon wie er das Publikum anheizt. So begann die Show ähnlich wie bei meinen Kollegen Daniel und Epi mit You're Not Worth It und Down To Bone.

Die Setlist gleicht sehr dem von Daniel besuchten Konzert. Alte und auch neue Songs (die dann oft akustisch) wechselten sich ab. Rockkracher und hingebungsvoll zelebrierte Bluesnummern und irgendwann fragte Steve die Meute, ob es Wünsche gäbe.
Hiway 51 bekam den ersten Zuschlag und der Song wurde frenetisch aufgenommen. Danach schaffte ich es, meinen Lieblingstitel in seine Gehörgänge zu schreien: Pearls To The Swine.
Erwähnenswert, weil absolut selten, das Bedienen der Schießbude mit den blanken Händen. Matt steht da John Bonham absolut nicht nach. Es ist erstaunlich, wie ein dermaßen dürrerer Mensch solche Kraft in den Armen haben kann. Das er dürr ist, konnte man beim letzten Song sehen, als er und Pete den Fans ihre freien Oberkörper präsentierten.

Auch Pete's Spieltechnik verdient besondere Aufmerksamkeit. Er zupft nicht einfach nur die Saiten wie es viele Basser machen. Er schlägt und malträtiert sie und spielt regelrechte Melodiensoli, wenn er losgelassen wird. Man könnte meinen, Colin Hodgkinson (SPENCER DAVIS GROUP) ist sein Vorbild, denn dieser bedient sich der selben Technik.

Steve Schuffert

Verzweifelt suche ich einen Song in der Banddiscographie: Desert Flower oder Sweet Desert Flower, denn dieser Song wurde gespielt. Muss also etwas ganz neues sein, da ich ihn einfach nirgends finden kann. Der Song ist einfach super!
Super auch die Umsetzung des BEATLES-Klassikers Back In The U.S.S.R .
Aber es gab eh' keine Durchhänger. Und das bei einer dreistündigen Show mit zwei Zugaben!!

Respekt auch für das anwesende Publikum. Manche Clubbesitzer könnten sich "Von" schreiben, wenn sie solch eine Fanbase besäßen. Die Leute kommen in Scharen, sie gehen mit und stehen in ihrer Bewegungsfreude den Akteuren auf der Bühne in nichts nach.
Kurzum, es macht einen Riesenspaß, Teil dieses Publikums zu sein.
Anders als in Daniels Bericht wirkte Steve absolut topfit. Ich konnte vor dem Konzert und auch danach ein paar Worte mit ihm wechseln und gerade auch nach der Monstershow wirkte er keineswegs ausgepowert.

Steve Schuffert Schön, dass er nicht vergessen hat, dass gerade das Home Of Rock Musiker seiner Qualität immer gerne unterstützt (Unverständlich, dass so etwas überhaupt notwendig ist, denn eigentlich sollte diese Musik ein Selbstläufer sein). Er sprach mich mit Namen an (offensichtlich liest er seine Gästeliste) und empfahl den Besuchern unsere Seite zu besuchen.
Eine Empfehlung, die ich uneingeschränkt unterstütze *gg*.

Entgegen dem Gebaren mancher Musiker, was das Fotografieren anbelangt, ging die Band sogar so weit, sich extra in Pose zu setzen, wenn Ilka ihre Kamera zum schießen anlegte.
Man konnte vergessen, dass man eigentlich zum Arbeiten gekommen war, was sich dann auch an meinem Bierkonsum bemerkbar machte.
Anmerkung von Ilka: Klar, du sahst bei der Heimfahrt ja nur noch 2 Dinge: Das Ortsausgangschild von Freudenburg und das Ortseingangsschild von Waldfischbach. Dazwischen hast du das Konzert wohl nochmals durchlebt..

Könnte man so sagen. Auf jeden Fall sollte man die SCHUFFERT BAND einmal im Leben live gesehen haben. Ich tue es mir mit Sicherheit wieder an, denn dieses Powertrio kann man nicht oft genug erleben.

Ulli Heiser, (Impressum, Artikelliste), 25.04.2003

Bilder: Ilka Czernohorsky, (Impressum, Artikelliste), 19.04.2003

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