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The Sixth Revelation:kult2000-Festival, Dachau |
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Dachau liegt ca. 30km östlich von München, noch im S-Bahn-Bereich und der dort ansässige Kulturverein organisiert alljährlich ein einwöchiges Festival mit abwechslungsreichem Programm. Ich traf gegen 18.00 Uhr ein und fand am Dachauer Stadtweiher ein nettes
kleines Fest vor. Da tummelten sich jede Menge Mütter mit ihren Kindern beim
Holzspielzeug oder Malwettbewerb, die Dachauer Bauern informierten ausführlich
über "Bio-Gyros" und auf einem Traktor -Anhänger machte eine
bunthaarige Teenager-Punk-Band unter dem Programmpunkt "draußen und
umsonst" einen fürchterlichen Lärm. Aber zum Glück sollte ich mich irren: Dasha, hinter den Drums total eingeklemmt, war leider gar nicht zu sehen! Der langwierige Soundcheck der 5 Perfektionisten hatte sich gelohnt, am
Sound gab es nichts zu meckern. Das wirkt ansteckend, auch auf ein Publikum, das wohl überwiegend weniger Reggae-Konzert-erfahren ist. 400 Menschen wippten im Takt und kamen der Aufforderung Papa D.s zum Mitsingen brav nach. Bei den Kids kam immer dann besonders Stimmung auf, wenn Tolla, zuständig für die DJ-Parts, zum Mikro griff. Um dann auch noch beim restlichen Publikum die Stimmung richtig anzuheizen, sind sich 6th Revelation auch nicht zu schade, den Joker Bob Marley zu ziehen. Nach "One love" und "No woman no cry" brodelte es im Zelt. Ich finde ja, dass die Band es eigentlich nicht nötig hat, auf alte
Marley-Klassiker zurückzugreifen, die haben genügend eigenes hervorragendes Material. 6th Revelation nutzte dabei auch die Gelegenheit, ein paar neue Nummern auszuprobieren, dass ein oder zwei davon noch etwas holprig waren, ist bei der guten Stimmung sicher nicht sehr vielen Leuten aufgefallen. Der eigentliche Star der Veranstaltung hieß allerdings Shahina. Die knapp
siebenjährige Tochter des Bassisten stampfte mitten im Konzert auf die Bühne
und setzte sich mit grimmiger Miene vor die Drums. Offensichtlich fand sie,
dass Papa nun genug Musik gemacht hatte und sich endlich wieder um sie kümmern sollte. So waren nach 2 1/4 Stunden alle zufrieden, Band, Publikum, Veranstalter, und
auch Shahina, die bald nach dem Konzert auf Papas Schoß einschlief. ID (Impressum, Artikelliste), Februar 2001 (Text und Photos)
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