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Konzertbericht:
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Pünktlich zur neuen CD "Herzblut" ziehen SUBWAY TO SALLY auf Promotiontour durchs Land und gastierten freundlicherweise fast nebenan in Dortmund, so dass Jörg und ich nicht so weit fahren mussten. Neugierig durch die Vorabsnippets hatte ich doch gemischte Gefühle, da mir z.B. das Live-Album "Schrei" gegenüber den Studioalben weit weniger gefällt, weil die Gitarren für meinen Geschmack einfach alles überbraten haben. Ich wurde jedoch eines Besseren belehrt und kann sagen, dass dieses Konzert eines der besten der letzten Jahre war und sich direkt einen der vordersten Plätze in meiner internen Hall of Fame gesichert hat. Pünktlich gegen 21:00 Uhr gehen die Lichter aus und die Band betritt weissgewandet die Bühne, Blickfang jedoch Frau Schmitt im roten Abendkleid. Los geht's, Intro und dann Das Messer von der neuen Scheibe, gefolgt von Henkersbraut vom Vorgänger. Die ersten drei Stücke verbringe ich mit Jörg im Fotograben und bin bereits vom Sound begeistert. Obwohl einer der PA-Türme gleich hinter mir wummert, kein Vergleich mit "Schrei", super differenziert und transparent kannst du jedes Instrument, jeden Ton glasklar unterscheiden. Danach Panik, Jörgs Fotoapparat hat mittendrin einfach zurückgespult und klemmt jetzt, die nächsten beiden Stücke bekomme ich wegen hektischer Reparatur nicht ganz mit und da ich die versprochene Setlist dann leider doch nicht bekommen habe, kann ich jetzt auch nicht mehr rekapitulieren, welche es waren. Kamen in den letzten Stücken schon vermehrt mittelalterliche Instrumente zum Tragen, wird's bei Maria quasi unplugged und bei Horo a capella. Liebeszauber beschert uns ein Geigensolo von Frau Schmitt, bevor es mit Unterm Galgen und Die Hexe wieder etwas kräftiger wird, wobei Bodenski und Fish mit rhythmischem Synchronfeuerspucken zu begeistern wissen.
Den Sound hatte ich ja Eingangs schon gelobt und es war wirklich in jedem Winkel der Halle gleich gut, die Dezibel jeweils nur so hoch wie nötig aber so angenehm wie möglich, ich sage nur: kein Tinitus, und das kommt selten vor. Erwähnenswert noch die gute Organisation, die ausreichend Thekenmeter, besorgte Bedienungen in sehenswerten Ledermiederkleidern ließen jeder Art von Dehydrierung keine Chance, auch feste Nahrung zu zivilen Preisen in ruhiger Atmosphäre wäre zu haben gewesen, sogar Internetterminals, Kicker, und Flipper sind vorhanden, muss man sich merken, den Laden. Noch ein Wort zur Vorgruppe ZOMBIE JOE (wer denkt sich bloß so einen Namen aus, vielleicht ist das der Lebenslauf von Ugly Kid, dann G.I. geworden, im Kampf gefallen und nun Zombie?), engagiert aber bei diesem Event fehl am Platze. Die Mischung aus Marilyn Manson, RAMMSTEIN und HIM auf deutsch wollte den häufig in Kilts gewandeten Folkmetallern nicht so recht zusagen und so gab es den ersten richtigen Applaus erst nach dem Auftritt, als die Roadies das Bandbanner von der Decke nahmen. Thanx for your support, Marion und Markus von Contra Promotion Ralf Frank, (Impressum, Artikelliste), 19.04.2001
Fotos: Jörg Litges, (Impressum, Artikelliste), 17.04.2001
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