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| Bern/CH, La Spelonca, 30.12.2006 |
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Was macht man, um vor Jahresschluss im gemütlichen Rahmen noch einmal richtig abzurocken? Man besucht den erst im vergangenen Monat neu eröffneten Club La Spelonca in respektive unterhalb der wunderschönen (einer der Vorteile, wenn ein Land schon seit Jahrhunderten keine Kriege mehr führt) Berner Altstadt mit geschlossenen Bauzeilen zwei- bis vierhundertjährigen Datums. Die westschweizer Band SIDEBURN, letztzeitlich eher als Opener u.a. für KROKUS und MOTÖRHEAD im Einsatz, gab vor ca. 200 Zuschauern ein gelungenes Konzert.
Das irgendwo zwischen Australien und Dänemark (nämlich AC/DC bzw. ROSE TATTOO und D-A-D) angesiedelte Repertoire wird sicherlich keinen Originalitätspreis gewinnen - wie denn auch der bald zwei Jahrzehnte existenten Band nicht mehr der grosse Durchbruch gelingen wird. Liegt es in der Ermangelung eines Schönlings als Frontmann? Oder an der bewundernswerten Allergie gegen jegliche Form von Schmalzballaden? Vielleicht eher an der auf Dauer doch etwas monotonen Ausrichtung.
Wie auch immer, die Lausanner Band um Sänger Roland Pierrehumbert startete souverän u.a. mit dem knallharten Gasoline, um dann mit Gangster Lover abzugrooven und beispielsweise dem schnellen Crocodile weiter zu punkten. Sicherlich mein persönlicher Geschmack, als aus der DEEP PURPLE-, URIAH HEEP-, RAINBOW -Ecke Kommender.
Als Opener sind mir die fünf Jungs sympathischer, denn 90 Minuten "Hauruck-Musik" ist vielleicht ein bisschen zuviel des Guten. Trotzdem: Ein netter Abend!
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