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Konzertbericht:
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So, heute abend wird kein Fußball geguckt (Deutschland - Argentinien), ist eh nur ein WM-Vorbereitungsspiel und außerdem spielt NAZARETH nur ein paar Kilometer entfernt. Aber weiter im Text. Das äußere Ambiente, sowohl des "Parks" als auch des Capitols lassen wenig Atmosphäre aufkommen. Dem passt sich denn auch die Vorgruppe IN COLD BLOOD, aus Deutschland, an. Nach einer, überflüssig langen, Umbaupause ist es endlich soweit: NAZARETH. Einziges weiteres Originalmitglied der aktuellen Besetzung ist Pete Agnew, der ganz offensichtlich noch immer viel Spaß am Auftreten hat. Ständig um Kontakt zum Publikum bemüht, immer zu einem Späßchen aufgelegt, spielt er nebenbei noch einen tollen, sehr präsenten, "drahtigen" Bass. Sein Rhythmuspartner am Schlagzeug ist Lee Agnew, der den 1999 verstorbenen Darrell Sweet würdig vertritt. An der Gitarre ist seit 1995 Jimmy Murrison tätig. Mit ihm ist der NAZARETH-Sound wieder etwas bluesiger geworden. Sein Spiel ist wenig spektakulär, aber in dem engen Rahmen der Songs kann er doch hin und wieder seine eigene Note setzen. Leider, wie gesagt, kommen seine Fender-Stratocaster Gitarren nicht so gut raus wie nötig. Die Setlist entspricht ziemlich genau dem neuen Live-Album "Homecoming" und so folgen noch Holiday, Dream On, Simple Solution (von "No Mean City", 1979), My White Bicycle (mit kleinem Tänzchen von Dan zu seinen Drogenerfahrungen in Amsterdam), zu meiner Freude: Bad, Bad Boy. Es ist wirklich erstaunlich was Dan McCafferty noch leistet. Ich glaube, man muss aus Schottland kommen um so zu "singen"! Auch Bon Scott, Brian Johnson, Jimmy Barnes und Frankie Miller sind aus Schottland, oder hatten entsprechende Vorfahren... Nochmal zu Frankie Miller. Für den Herbst ist ein "Tribute-Album" für den seit Jahren schwer erkrankten Sänger geplant, verkündet Dan McCafferty. NAZARETH haben dafür den Frankie Miller Song Danger, Danger eingespielt und präsentieren diesen heute abend auch. Klasse! Weiter geht's mit Hair Of The Dog, Hearts Grown Cold, Broken Down Angel, die Knaller Whiskey Drinkin' Woman und Beggars Day (von Nils Lofgren), sowie This Flight Tonight. Zur Zugabe spielen sie noch ihre Version von Cocaine, das ja auch schon auf dem 81er Live-Album "'Snaz" vertreten ist, sowie das unvermeidliche Love Hurts. Normalerweise sind Love Hurts und Dream On nicht unbedingt mein Fall. Aber wenn's beim Rest vom Konzert ordentlich gefetzt hat (in einem gewissen Rahmen, die Herren sind ja zum Teil schon einiges über 50), dann kann ich mich auch an diesen Songs freuen. Nach ca. 1 3/4 Stunden ist es vorbei. Fazit: Trotz aller wideren Vorzeichen, ein tolles Konzert. Gut, 300 Kilometer würd ich deswegen jetzt nicht fahren, aber wenn's innerhalb von einer Stunde zu erreichen ist - jederzeit gerne wieder!!! Epi Schmidt, (Impressum, Artikelliste), 18.04.2002
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