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Dieser jährlich stattfindende Event ist zwar nicht unbedingt was für
Rockfans, aber gute Musik (Country orientiert) gibts trotzdem.
Den Start machte gegen 14 Uhr Seth James. Roadhouse Blues, typisch
für Texas von einem "Stevie Ray Epigonen".
7 Songs in 50 Minuten sagen alles. Viel Soli und wenig Songs. Für mich nur dritte Liga.
Danach wurde es besser.
Country mit Chip Taylor nebst mexikanischer Sängerin. Johnny Cash-artig mit guten Geschichten. Von dem Mann stammt übrigens das allseits bekannte Wild Thing. Gab's dann gefeiert am Schluss des Sets.
Nächster Act war Cory Morrow mit einem ruhigen Auftritt. Rock mit Akzentuierung auf texanische Barden wie Townes van Zandt aber auch die 70er Eagles waren unüberhörbar.
Nicht schlecht.
Dann erstes Highlight: Kelly Willis.
Musik zwischen Country und Americana. Unglaublich welche Stimme und dann diese
fantastischen Songs. Das Publikum war aus dem Häuschen.
Jedem der die CDs nicht kennt: Dringend nachholen!
Mit 11 Hundred Springs, 4 langmähningen Cowboys, ging es dann zum Countryrock mit Einflüssen von Commander Cody, BR 5-49 etc. Machte Spass.
Dann, zu meiner Überraschung, der für mich beste Act des Tages. Danni Leigh.
Auf CD spielt die Dame Mainstreamcountry im Stile von Dwight Yoakam. Iss ja
nicht schlecht. Aber live, Brüder ich sag's euch, knalliger Rock &
Roll mit einem Sound so ca. Georgia Satellites anno 1988. Absolut
geil.
Als Zugabe (war die Einzige die eine spielen durfte) dann eine
Version von Summer of 69, dass der heutige Bryan Adams nur noch
Mitleid verdient.
Hab die gute langmähnige Frau dann nach dem Konzert gesprochen. Sieht noch besser aus als auf dem Plattencover. In dem Sound muesste Danni Leigh mal ne CD machen.
Billy Joe Shaver brachte anschliessend einen 30 Minuten Akustikset.
Mir hat's nicht gefallen obwohl ich seine CDs mag.
Zum Abschluss dann Country pur mit Heather Myles. Tolle Stimme, variable Songs und das alles ganz weit weg von Nashville (soll ja noch Leute geben, die
glauben in der Country Top 40 gibt es gute Countrymusik).
Gutes Essen und Trinken gab's übrigens auch.
Hat Spass gemacht. Ging ab.
Ralph Brechtel, (Artikelliste), 27.10.2002
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