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Fotos: Heidi Bauer
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Buju Banton
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Seeed bei der Pressekonferenz
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Seeed on stage
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Auch am Samstag: Regen, Matsch & Kälte
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The Wailers
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Der schöne Background von Beres Hammond:
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Die Harmony House Singers
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Und der Gitarrist von Beres Hammond
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Ginger
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Schickes Hemd!
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Alpha Blondy
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Eine Sängerin von Alpha Blondy
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Die Fans von Culture
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Culture
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Culture bei der Pressekonferenz
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Linton Kwesi Johnson
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Jamaica Papa Curvin
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Shaggy
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Crowd & Bühne explodieren
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| Chiemsee Reggae Summer, Freitag 20.08. bis Sonntag 22.08.2004 |
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Da sind wir wieder, fast schon traditionell mit der Berichterstattung vom Chiemsee Reggae Summer! Und inzwischen wird man auch an der Kasse beim Abholen des Pressepasses wieder erkannt und begrüßt. Das ist doch nett!
Freitag, 20.08.2004:
Das Jubiläumsfestival ist seit Mittwoch ausverkauft und am Freitag Spätnachmittag ist schon so richtig was los, die Shuttlebusse karren unablässig die Leute vom Bahnhof ran und die Security wird dieser Menschenflut kaum her.
Nur das Wetter mag zum 10-Jährigen nicht so recht mitspielen. Vom Regen am Morgen haben sich an viel begangenen Stellen schon kleine Schlammlöcher gebildet, immer wieder fängt es zu nieseln an und die Vorhersagen für Samstag verheißen nichts Gutes.
Oder sollte man sich an die alte CRS-Wetter-Tradition erinnern, die bis 2001 mehr was von Schlammschlacht als von Festival hatte?
Seit die Veranstalter auf den August Termin ausgewichen sind war das Wetter hervorragend, aber dieser Sommer hat nicht einmal Respekt vor einem ausverkauften Jubiläumsfestival.
Programm vom Freitag:
17:00 - Ini Kamoze & I Qulah & Kulcha Knox
18:00 - Jobarteh Kunda (Zeltbühne)
18:15 - Rico Rodriguez & Soulfood International
19:20 - Dubplate 48 (Zeltbühne)
19:45 - Max Herre
20:50 - Bad Manners (Zeltbühne)
21:30 - Buju Banton
22:00 - Two Delicious (Zeltbühne)
23:00 - Horace X (Zeltbühne)
23:30 - Seeed
00:40 - Zoe & K.P. Crew (Zeltbühne)
02:20 - Tippa Irie & Band (Zeltbühne)
Der Freitag auf dem Festivalgelände
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Regen & Kälte & gute Laune
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Es sieht aber ganz so aus als wollte sich keiner der Anwesenden, Veranstalter wie Gäste, davon die Laune verderben lassen und so erwartet mich bei meiner Ankunft eine ziemlich entspannte Atmosphäre, angenehmer als in den vorigen Jahren.
Vielleicht hat das nasskalte Wetter ja auch sein Gutes, ich will nämlich gar nicht wissen, was bei richtig gutem Wetter auf dem Gelände los wäre!
Erster Rundgang, erste Erkenntnisse:
Man hat neue Sponsoren, Desperados statt Becks, Javansee statt Drum, und irgendein Bier-Cola-Sontwas Mischgetränk namens Mixery.
Auch ein paar Food-Buden hat man ausgetauscht, das Angebot ist, bei wie üblich gehobenem Preisniveau, vielfältig, von den fettigen Pommes bis zum Sojaburger.
Nur, ich mag mich ja täuschen, habe sie auch nie durchgezählt, aber die Anzahl der Dixies scheint mir gegenüber dem Vorjahr etwas dezimiert.
Die Hauptbühne monströs wie letztes Jahr, Ihr dürft Euch also auf Nasenlöcher-Aufnahmen der diversen Künstler freuen. Durch die Verteilung der Lautsprecher auf die ganze Bühnenfront werde ich sicher mit einem dauerhaften Gehörschaden heimreisen, aber was tut man nicht alles, damit man für die Mitmenschen ein paar Bilder im Pressegraben schießen kann!
Erfreulicherweise ist mir die Polizei nicht so präsent wie in den letzten Jahren aufgefallen, möglicherweise revidiere ich diese Meinung aber bis morgen Abend noch mal.
Um 19 Uhr habe ich mal kurz einen Blick auf die Eröffnungs-Pressekonferenz mit Lokalpolitikern und Vertretung der jamaikanischen Botschaft geworfen. Im Gegensatz zu den Herren Politiker machte die Entsandte der Botschaft einen wirklich netten optischen Eindruck. Oder? [Yo, man]
Sie bekam vom Veranstalter einen Scheck überreicht, leider entging mir akustisch warum, wofür, woher? Meinen Gehörschaden habe ich mir erst später geholt, daran kann das also nicht liegen. Aber man hat das Pressezelt in diesem Jahr so geschickt zwischen Haupt- und Zeltbühne platziert, dass man dort sein eigenes Wort kaum versteht, geschweige denn einem Interview folgen kann. Schade, denn so verpuffen die eigentlich gut organisierten Pressekonferenzen im Geräusch-Tohuwabohu. Eindeutig Verbesserungspotential fürs nächste Jahr!
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Buju Banton
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ID sagt: SUPER!
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Jetzt aber zum Wichtigsten, der Musik, den Bands.
Wieder einmal entgehen die ersten Bands zwecks Organisatorischem meinem Interesse, sorry!
Aber für Buju Banton um 21:30 war ich bereit und gerüstet im Fotograben. ... und wurde nicht enttäuscht.
Buju machte eine SUPER-Show. Wer ihn 2000 am Chiemsee erlebt hat, hat aber auch nicht anderes erwartet. Eine gute Mischung aus seinem musikalisch reichhaltigen Repertoir, dazu die Dynamik auf der Bühne. Wow!
Vom Lovesong bis Dancehall war alles dabei, sogar Ska. One to One, Mighty Dread, Mama Africa sind nur einige Songs aus den letzten Alben, die mir gerade noch einfallen. Die Songübergänge schnell, man fragt sich, wann der Kerl zwischendurch Luft holt, zumal er unablässig die Bühne rauf und runter rennt und springt, die Dreads schleudert, dass man sogar im Fotograben noch ein paar Schweißtropfen abkriegt.
Die Band dazu im Timing perfekt, das ist eine professionelle Show, bei der der Funke überspringt!
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Und obwohl ich wirklich überhaupt nichts gegen Schwule habe, ziehen sich die Schwulenverbände meinen Zorn zu. Denn diese haben quasi die komplette Deutschland Tour von Buju Banton verhindert, nur der Auftritt beim CRS ist geblieben. OK, da gab es Stellen in seinen Lyrics (nicht den aktuellen, aber in ein paar alten aus der Dancehall Zeit), da kommen die Schwulen nicht gut weg. Ist nicht korrekt, aber was soll's denn? Kann man da nicht drüber stehen? Wirklich schade für alle, die deswegen diesen tollen Musiker und diese dynamische Show verpassen!
Auch in der anschließenden Pressekonferenz, die nicht angekündigt war und deshalb auch nur dürftig besucht war, gibt sich Buju Banton nett, freundlich, gut gelaunt, beantwortet alle (dummen) Fragen höflich und verabschiedet sich artig.
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Buju Banton
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Pressekonferenz
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Und dann warten alle auf SEEED, die Kids sind schon eine Stunde vorher völlig aus dem Häuschen, bei der PK drängeln sich die Schülerpraktikantinnen um die besten Plätze. Und der Rest vor der Hauptbühne.
Und ich muss schon sagen, beeindruckend, beeindruckend! Das ist perfektes Entertainment. Perfekt in weiß/grün gestylte Band, perfektes Licht, perfekte Choreographie. Ein paar knapp bekleidete Tänzerinnen hüftwackelnd im richtigen Moment, da bleiben keine Wünsche offen, da grölt die Menge, Mädels wie Jungs. Das die Sanker [für Nicht-Bayern: Sanitäter] nebenbei ein Dutzend halb bewusstlose Mädchen aus der Menge ziehen ist da nicht wirklich eine Überraschung, schmälert meinen Genuss aber doch erheblich.
Für meinen Geschmack ist das sogar ein bisschen zu viel an Show und Styling. Und als das Gewitter an Effekten erst einmal verschossen ist, fällt der zweite Teil der Show auch etwas ab. Da kommt dann nichts mehr nach als gleiche Tanzeinlagen zu gleichen Riddims, zu den neu aufgepeppten Songs vom allerersten Album, das ja noch gar nicht soooo alt ist. Schon erstaunlich, wie die Musikindustrie in nur wenigen Jahren Superstars formen kann, wenn sie nur will.
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Seeed
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ID verlor das Bewusstsein
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Dass Seeed 3 Zugaben spielen muss, bleibt noch zu erwähnen. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass nach dieser Megashow alle glücklich zufrieden und vom Tanzen erschöpft sind und nur bei mir so ein bisschen fader Nachgeschmack bleibt. Vielleicht bin ich aber einfach nur 15 Jahr zu alt und man sollte mich für solche Berichterstattungen endlich aus dem Verkehr ziehen.
[Keine Bange, für das nächste Jahr haben wir auch 2 minderjährige Praktikantinnen am Start. Die Redaktion gibt der Jugend eine Chance!]
Zoe um 0:40 auf der Zeltbühne stand noch auf meinem Plan, fällt aber einem heftigen Erschöpfungszustand zum Opfer und als dann auch noch der Regen wieder einsetzt, entschließe ich mich zum Rückzug.
[Das Alter, Frau Kollegin]
Samstag, 21.08.2004, 10 Uhr:
Es ist kalt und regnet. Ich mache mich erst mal über die Bilder von gestern zur Bearbeitung her und warte ab was das Wetter macht.
Programm vom Samstag:
12:00 - HeadCornerstone
14:00 - Misty in Roots
15:00 - OhrBooten (Zeltbühne
15:40 - Raggabund feat. Don Caramellow, El Criminal & Lobstar (Zeltbühne)
16:00 - Cocoa Tea & Kok
17:10 - House of Riddim feat. Ganjaman, Jah Meek, Conscious Fiyah (Zeltbühne)
18:00 - The Wailers
18:40 - Jahcoustix feat. Dubios Neighbourhood (Zeltbühne)
19:50 - Higher Heights Soundsystem (Zeltbühne)
20:30 - Beres Hammond
21:00 - Sam Ragga Band & Seanie T. (Zeltbühne)
22:30 - Silly Walks Soundsystem (Zeltbühne)
23:00 - Alpha Blondy & The Solar System
23:40 - Les Babacools (Zeltbühne)
02:00 - Culcha Candela (Zeltbühne)
Und wieder müssen die ersten Bands am Nachmittag dran glauben. Es ist wirklich nicht so, dass sie mich nicht interessieren würden und ich nur von den Headlinern am Abend berichten möchte. Aber einen ganzen Tag im Regen auf dem Festival halte ich nicht durch, zumal man bei Dauerregen eh keine Bilder machen kann.
Ich werde ab späten Nachmittag vor Ort sein und hoffe, dass das Wetter wie angesagt morgen besser wird.
Samstag, 17 Uhr:
Nachdem der Regen 2 Stunden Pause gemacht hat, habe ich mich auf den Weg zum Festival gemacht und kaum am Gelände angekommen fängt es auch schon wieder zu nieseln an.
Der Mitarbeiterparkplatz, den ich gestern noch in Anspruch nehmen durfte, ist gesperrt, zu tiefer Schlamm, und als ich dann den ersten bis zur Nase mit Matsch bespritzten Festivalbesuchern begegne, ahne ich, was mich erwarten wird.
Der Platz ist in einem desaströsen Zustand, Matsch und Schlamm überall. Ich erinnere mich mit Grauen an den CRS 2000.
Cocoa Tea ist mir erst mal wurscht (sorry!), ich brauch jetzt ein Verzweiflungsbier!
Nass und dreckig im Pressezelt angekommen, stelle ich fest, dass der Presseverantwortliche Michi Buchholz fleißig war (oder hat er gar heute Nacht meinen Bericht gelesen?). Da stehen plötzlich Lautsprecher, die PKs werden ab sofort mit Mikro abgehalten! Super Aktion!
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The Wailers:
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Sind keine Altherrencombo!
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Kurz nach 18 Uhr, Zeit für die alten Herren von den WAILERS. Die Band besteht komplett aus Originalmitgliedern aus der Bob Marley Zeit (sicher ausgenommen der Backgroundmädels; oder ich will sofort die gleichen Drogen haben!).
Die Altherrencombo lässt es mit einem laaaaangen, ruuuhiiiigen Intro geruhsam angehen. Was dann kommt kennt man überwiegend, die meisten Songs stammen aus der großen Bob Marley and The Wailers Ära. Aber neben den Klassikern wie Get Up Stand Up und dem "Sheriff" gibt es auch ein paar Bob-Songs auf die Ohren, die man nicht so oft hört und drum macht es auch recht Spaß die Show anzusehen.
Sänger Gary "Nesta" Pine, sicher in der schwierigsten Position in der Band, macht seine Sache gut, hat eine sehr angenehme Stimme. Und er springt ganz schön munter auf der Bühne rum, ich nehme meine "Altherrencombo" zurück.
Nur mit dem Soundengineer scheint er seine liebe Mühe zu haben. Immer wieder fuchtelt er wild rum, weil der Monitorsound nicht gestimmt hat. Als er nach I shot the Sheriff seine imaginären Pistolen in die imaginären Halfter steckt , hat er glaube ich den Tontechniker im Sinn!
Die Band spielt (natürlich) solide, wenn auch manchmal etwas zu statisch. Aber die deutlich dezimierte Crowd (von ausverkauft ist nicht mehr viel zu sehen) hat ihren Spaß, die Stimmung, aber kein Wunder, die Texte sind ja bekannt, das macht das Mitsingen einfach.
Und eine gute Kondition beweisen die Wailers auch, ihre Show dauert fast 2 Stunden, Reife Leistung!
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Das Publikum hat Spaß...
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... und diese Damen Frischhaltedrogen
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Derweil startet man im Pressezelt einen PK-Marathon, der wegen mangelndem Interesse mal wieder nach hinten los geht.
Was HOUSE OF RIDDIM zu sagen haben stößt noch auf ein paar geneigte Ohren. Gut so, denn Ganjaman, einer der Mitglieder dieses Musikprojektes (Ganjaman, Jah Meek, Sam Gilly u.a.) hat eine ernste Message. Er prangert die Gleichgültigkeit der Europäer gegenüber der Situation in Afrika an, fordert auf, sich endlich der Verantwortung, die die reichen Länder in der Welt haben, zu stellen. House Of Riddim engagiert sich sehr für Förderungsprojekte in Afrika. Offensichtlich nicht nur bla bla, denn als sich ein junger Kerl meldet und die Jungs zu einem Benefizkonzert zu Gunsten einer Schule in Ghana einlädt, sagt Ganjaman spontan zu, mehr noch, er gibt über Mikro seine Handynummer bekannt.
Obwohl das Zelt fast voll ist, nimmt das leider nur eine Handvoll Leute zur Kenntnis, die anderen sind mit Biertrinken und ihrer Selbstgefälligkeit beschäftigt.
Der Gipfel an Ignoranz folgt aber, als sofort im Anschluss die PK von RAGGABUND folgt. OK, ich kannte die auch noch nicht, aber seine Interviewgerätschaften unter deren Augen wegzupacken und zu gehen, ohne die Jungs auch nur eines Blickes zu würdigen, ist eine Unverschämtheit. Die im Anschluss geplante PK zum Verkehrskonzept des CRS wurde dann gleich abgesagt bzw. auf Sonntag verschoben.
Aber mir ist so, als hätte ich ähnliche Kommentare auch schon in den Berichten der Vorjahre geschrieben.
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Draußen Matsch
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Drin Pressekonferenz mit House Of Riddim
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Noch ein Wort zu eben diesem Verkehrskonzept: Wie schon im letzten Jahr haben die Veranstalter einen Super-Deal mit der Bahn gemacht. Quasi aus ganz Süddeutschland wie auch aus Teilen Österreichs (inkl. Nahverkehr u.a. in München und Nürnberg) kann man mit dem Festivalticket kostenlos anreisen. Die Leute werden mit Shuttlebussen regelmäßig vom Bahnhof in Übersee abgeholt. Und ich habe das Gefühl, dass das Autochaos doch deutlich weniger geworden ist. Diese Aktion ist wirklich beispielhaft und sollte bei anderen großen Festivals Schule machen.
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Der hübscheste Teil von:
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Beres Hammond
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Als Beres Hammond um 20:30 auf die Bühne geht, sieht es doch glatt nach Wetterbesserung aus, die Wolkendecke hat sogar ein bisschen aufgerissen und die Sonne blitzt kurz durch.
Die angekündigte Marcia Griffith ist nicht da, nicht einmal die (übrigens erstklassige) MC-Dame wusste es und musste noch mal raus, um die Änderung im Programm zu verkünden.
Statt dessen gibt es Ginger zum Aufwärmen, und das kann man jetzt auch wirklich brauchen.
Stimmgewaltig stellen sich anschließend der Backroundchor, die HARMONY HOUSE SINGERS (Harmony House ist das Label von Beres Hammond) mit je einer Solo-Nummer vor. Optisch und akustisch nicht zu verachten.
Und dann erst kommt endlich Beres Hammond. Das führte zu einigen Diskussionen mit der Security im Fotograben, die Anweisung hatten uns nach den ersten 3 Songs rauszuschmeißen. Aber da war ja der Beres noch gar nicht auf der Bühne! Aber man kann ja alles regeln, wie mit den Pics zu beweisen ist.
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Beres Hammonds Show gefällt mir gut. Er hat so einen ganz eigenen Stil aus Lovers Rock, Soul und R&B und dieser wird von seiner herausragenden Stimme vorzüglich unterstützt. Die ist ein wenig rau und rauchig, aber doch nicht rough, eine super angenehme Stimme, die einen so richtig einlullt. Und so ist es scheinbar nicht nur mir gegangen, denn Beres hat etwas Mühe das Wetter-angeschlagene Publikum zum Singen zu bringen. Das heißt aber nicht, dass die Stimmung schlecht war, die meisten stehen nur einfach leicht schwingend mit verträumten Blick da und lauschen. Kein Wunder, dass fast alle Texte von Beres Hammond von Frauen und Liebe handeln, vor dem müssen die Mädels ja reihenweise dahinsinken (Keine Angst ich stehe noch!! Ist mir auch zu matschig, zum Dahinsinken).
Von den sängerischen Qualitäten auf der Bühne sicher eines der Highlights beim CRS 2004.
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Beres Hammond
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Highlight beim CRS 2004
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Für 23 Uhr ist noch Alpha Blondy angesagt und pünktlich zum Showbeginn, ratet mal, fängt es wieder zu regnen an! Igitt!
Aber egal, denn die Show startet mit solch einem druckvollen Sound, dass man den Regen mal kurz vergessen kann (außerdem blasen mir die Lautsprecher im Fotograben die Klamotten eh wieder trocken).
Alpha startet aus dem Off mit seiner unverkennbaren Stimme und dann Schreck als er auf die Bühne kommt: Da tappt der doch mit Gipsbein auf 2 Krücken zum ersten Song Jerusalem daher.
Dass er seit der letzten CRS-Show 2002 um mindestens 10 Jahre älter aussieht liegt ja evtl. auch nur an den Schmerzen. Denn jedes mal wenn er die Krücken kurz hochreißt zuckt er mit schmerzverzerrtem Gesicht zusammen. Schade, schade, schade, denn durch dieses Handicap kann Alpha Blondy halt nur einen Teil des Feelings vermitteln, das man normalerweise von seinen Auftritten kennt. Nur gut, dass er es gesanglich so drauf hat, dass es trotzdem eine gute Show wird. Nuff Respect, dass er sich trotzdem auf die Bühne stellt. Vor ein paar Jahren, als er noch als der zickige Veranstalter- und Presseschreck bekannt war, hätte er sicher abgesagt.
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Alpha Blondy mit Krücken...
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... und Sängerin
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Trotzdem verlasse ich das Festival in der Hälfte der laufenden Show. Es regnet, gibt eine Unwetterwarnung und ich habe ernste Sorgen, dass ich mein Auto nicht durch den Schlamm bekomme. Gute Nacht bis morgen bei bessrem Wetter.
Sonntag, 22.08.2004, 10 Uhr:
Hurra! Die Sonne scheint!! Endlich! Heute wird es sicher noch mal richtig voll. Irgendwann müssen ja all die Leute mit ihren 20.000 Tickets kommen. Und jeder redet vom Highlight des Tages: Shaggy!
Alles Weitere später.
Programm vom Sonntag:
12:00 - Mellow Mark
13:30 - Nosliw & Band
14:00 - Bradley's H (Zeltbühne
15:15 - Don Abi (Brothers Keepers) (Zeltbühne)
15:30 - Culture
16:25 - Turtle Bay Country Club feat. Dub Decade (Zeltbühne)
17:30 - Linton Kwesi Johnson & Dennis Bovell Dub Band
17:50 - Overproof Soundsystem feat. Rockers Hifi (Zeltbühne)
19:30 - Jamaica Papa Curvin & Lilian Gold (Zeltbühne)
19:30 - Beginner
21:30 - Frédéric Galliano & The African Divas (Zeltbühne)
21:30 - Shaggy
Sonntag, 0 Uhr:
Alles schläft, nur unsere Berichterstatterin gibt uns einen letzten telefonischen Bericht vom gerade zuende gegangenen Festivaltag.
Ein bisschen Sonne und viel Stroh haben die Matschlandschaft ruckzuck wieder in begehbares Terrain verwandelt und gutes Wetter macht bei einem Festival einfach bessere Laune.
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Culture
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Culture
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Den heutigen Konzertbeginn für ID machen die altgedienten Rootser CULTURE und die sehen irgendwie olympisch aus: Sportswear und viel Gold. Dennoch, trotz fortgeschrittenem Alter und sonniger Musik, die Veteranen haben eine (auch politische) Message und die wird vom Publikum angenommen.
Übrigens, die ältere Dame rechts auf dem Bild stand in allererster Reihe und hat fleißig getanzt und Irrrrie (mit rollendem R) geschrien. Hab sie gefragt wie alt sie ist. Antwort: "Ich werde 150 und hab jetzt etwa die Hälfte, heute ist mein 74. Geburtstag. Drum scheint heute auch die Sonne!" Zwischendurch hat sie zum Ausruhen in ihrem Rollstuhl Platz genommen. Der Hammer! Wahrscheinlich ein originaler Fan aus der Anfangszeit von Culture!
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Culture
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Culture
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Gleich im Anschluss auf der großen Bühne: Linton Kwesi Johnson & die Dennis Bovell Dub Band. Ein weiterer "Survivor" aus den alten Tagen, der beim diesjährigen CRS überzeugen konnte.
Über 90 Minuten ist Dub a la LKJ für manche Ohren etwas anstrengend, aber diese Männer haben auch nach 30 Jahren noch etwas zu sagen und diese Botschaft sollte nicht nur in den Ohren der Festivalbesucher ankommen.
Und noch einen betagten Jamaikaner gibt es zu bestaunen: Jamaica Papa Curvin, immerhin 1943 geboren, lebt seit Anfang der Achtziger in Hamburg und wurde mittlerweile zum "Grandfather of Roots Rock Reggae" in der deutschen Szene.
Zwar "nur" auf der kleinen Zeltbühne, aber vor vollem Haus und mit voller Power turnt Papa Curvin mit jungen Sängerinnen über die Stage. Tolle Leistung für dieses Alter!
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Jamaica Papa Curvin
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Sein Geheimnis der ewigen Jugend?
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Lustige Geschichte am Rande: Wie ID bereits am Freitag feststellte, ist dieses Jahr die Polizei deutlich weniger augenfällig als in den letzten Jahren. Auf dem Festivalgelände ging heute das Gerücht um, dass es auf einer obskuren Internetseite eine Aufforderung gab, das Hauptquartier der CRS-Einsatzkräfte anzuzünden! So weit so gut. Aber: Die Polizei hat ihre Stellung in einem alten Sägewerk bezogen!!! Man kann friedliebend und gewaltfrei sein wie man will, die Vorstellung, dass sich Dutzende Grünkittel zur Verteidigung eines leicht entflammbaren Sägewerks im Unterholz verschanzen und ihre Fahndung auf dem Festivalgelände nicht auf Dope sondern auf Feuerzeuge und Zündhölzer konzentrieren ist köstlich.
Anstatt BEGINNER gönnte sich unsere ID die Pressekonferenz der Veranstalter, die eine ausgesprochen positive Bilanz des Jubiläumsfestivals zogen. Ausverkauft, weniger Drogen (dafür mehr Alkohol, hmmm), keine größeren Zwischenfälle und ein tolles Ergebnis der Zusammenarbeit mit den Betreibern des öffentlichen Nahverkehrs RVO. Über 13.000 Festivalbesucher nahmen das Angebot Zug bzw. Shuttlebus vom Bahnhof zum Festival in Anspruch. Entsprechend kleiner war das Chaos bei der An- und Abfahrt und auf den Parkplätzen. Thumbs up!
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Endlich Sonne!
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Auch die Veranstalter sind zufrieden
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Einige Tausend, vorwiegend jüngere, Fans warteten derweil stundenlang auf ihren Superstar. Auf dem Gelände war es inzwischen erstmals richtig eng geworden und endlich endlich kam er: SHAGGY!
Auch wenn ihn der gesetztere Reggaefan eher in die Pop-Schublade stecken möchte, Orville Richard Burrell, geboren 1968, ist BIG. Mit millionenfach verkauften Hits wie Boombastic, It Wasn't Me, Hey Sexy Lady, Angel oder Luv Me, Luv Me im Rücken kann man sich Sprüche wie "Ihr (emanzipierten) Frauen in Europa braucht keine Männer... ausser mich" erlauben und wird trotzdem bejubelt.
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Ich bin ein Star...
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... holt mich bloss nicht raus!
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Wie man mehrfach in diesem Bericht lesen kann, ist unsere Heidi durchaus dem gesetzten Publikum (also nur leicht ü/18) zuzuordnen und dementsprechend fiel ihr knappes Urteil aus: Macht was her, kommt druckvoll, begeistert die Massen, aber in Punkto Präsenz, Ausstrahlung und Message sind ihm die alten Meister haushoch überlegen!
Auf jeden Fall ist Shaggy für viele Fans ein gelungenes Präsent der Veranstalter zum Jubiläum gewesen.
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ID's eigene Schlussworte folgen in wenigen Stunden...
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