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Pirmasens, Quasimoto, 25.01.2002

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Frank Hameister

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Pirmasens, Quasimoto, 25.01.2002Bildergalerie Axxis
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Eigentlich treten im Quasimoto hauptsächliche regionale Größen und Nieten der Coverszene auf. Was sich allerdings zukünftig ändern soll, wie mir aus sicherer Quelle mitgeteilt wird. Für mich ist es der erste Besuch hier und ich bin angenehm überrascht. Erstens handelt es sich beim Quasimodo um einen amtlichen Live-Club der eine angenehme Atmosphäre ausstrahlt und zweitens zähle ich gut und gerne 300 Nasen, was für den Ort der Veranstaltung doch recht amtlich ist.

Den Beginn machen die Newcomer CYBERIA aus Wuppertal. Anfänglich vermisse ich den Drummer, bis ich ihn doch noch entdeckte. Es ist ein Japaner und hört auf den Namen Mac oder Sony.
Bei der Beschreibung der Musik tue ich mir allerdings ein bisschen schwer. Zum einen waren da schon Powermetal-Einflüsse zu vernehmen, doch diese standen widersprüchlich zum Keyboard und Drum-Computer. Vielleicht E-Power-Metal.
Egal musikalisch gab es nichts auszusetzen. Besonders der Belzebub aus Wuppertal, hauptberuflich Gitarrist, crowlt bei seiner Gesangseinlage wie ein Hardcore-Shouter. Das Material wird von dem Publikum dankbar angenommen, so dass Cyberia unter einem ordentlichen Applaus die Bühne verlassen.

Setlist CYBERIA:
Mindcontrol - Ministry Of T.E.C.H. - 100 Ways - Since I Loved You - Invisible - 2000 Years - Digital Heroes

Es folgten KAMELOT, die sich Schlagzeuger Alex Holzwarth von Rhapsody ausgeliehen haben, da der etatmäßige Schlagwerker Casey Grillo beruflich verhindert war.
Kamelot sind mir lediglich vom Hörensagen ein Begriff und so war ich auch schon gespannt auf das Material der Amerikaner.
Außerhalb der Bundesrepublik haben Kamelot eigentlich die Position des Headliners inne, da sie schlichtweg mehr Plattenverkäufe vorzuweisen haben.
Sänger Roy Khan sieht eigentlich gar nicht wie ein typischer Metalfrontmann aus und wirkt rein vom Äusserlichen auf mich ein wenig distanzierend. Stimmlich ließ sich jedoch die ein oder andere Schwäche nicht mehr kaschieren und auch der Gesamtsound der Band wurde erst beim dritten Stück besser. Dies lag mitunter auch am Publikum die Kamelot gegenüber doch recht verschlossen waren und eigentlich nur auf Axxis gewartet haben. Höhepunkt war eindeutig Nights Of Arabia.

Setlist KAMELOT:
Intro - Forever - Shadows Of Uther - The Spell - Wings Of Despair - Desert Rain - Nights Of Arabia - Don't You Cry - Call Of The Sea - Karma

AXXIS haben mit Sänger Bernhard "Bernie" Weiss einen Sänger, der über ein außerordentliches Sangesorgan verfügt und dessen eigenwillige Stimme nicht bei jedem bestens ankommt. Doch da Musik bekanntlich Geschmackssache ist, werde ich mich mit niemanden streiten.
Das immer noch vorhandene Lampenfieber überdeckt Bernie mit seinen lockeren und flockigen Sprüchen. Gelegentlich nerven die Einlagen schon ein wenig. Vor allem als ein angetüdelter alter Schulkamerad die Bühne erklimmt und mit Bernie über alte Zeiten plaudert. Jungs ihr seid da um Musik zu machen!
Die kleine Showeinlage mit dem Heliumluftballon erinnert mich dann auch an meine alte Schulzeit und lässt mich erstmal in Richtung Theke abwandern. Auch wenn es dem Großteil der Anwesenden gefallen hat, hätte ich gerne auf die ein oder andere Einlage verzichtet.

Musikalisch gab es schließlich nichts auszusetzen. Die Setliste wurde von den Fans über die Bandhomepage zusammengestellt und lässt keinen Klassiker aus. So war es nicht verwunderlich, das viele Stücke der ersten drei Platten den Weg ins Programm fanden.
Bei dem Instrumental Trash In Tibet durften dann auch die Mitmusiker ihr Können unter Beweis stellen. Auch wenn Dauerquassler Bernie anmerkt, dass die Band doch eigentlich out sei, da man ohne Samples und Computer auskommt und schließlich auch noch selbst sein Instrument spielt. Dies auch noch recht schlecht. Hiezu habe ich nur eins entgegenzusetzen: Axxis spielten sich an diesem Abend förmlich den Arsch ab und wussten voll und ganz zu überzeugen.

Ich freue mich schon auf weitere Konzerte im Quasimodo, das eine ganz besonders freundliche und angenehme Atmosphäre versprüht, die sich auch auf die Besucher überträgt.

Setlist AXXIS:
Eyes Of Darkness - Sun Goes Down - Brother Moon - My Little Princess - Stay Don't Leave Me - The Four Horsemen (Cover Aphrodite's Child) - Angel - Little War - Heaven Is Black - Save Me - Trash In Tibet - Touch The Rainbow - Living In A World - Little Look Back - Kingdom Of The Night - Waterdrop - Flashback Radio - Na Na Hey Hey (goodbye)

Frank - Harry - Hameister, (Artikelliste), 04.04.2002

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