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Ich hatte nach dem Reichenbacher Konzert von RPWL Gelegenheit, Sänger Yogi Lang einige Fragen zu stellen. Daraus entwickelte sich ein entspanntes, philosophisches Gespräch, mit einem sehr sympathischen Zeitgenossen.
Home of Rock: Wie waren die Reaktionen auf das neue Album und seid Ihr mit dem Feedback zufrieden?
Yogi Lang: Die Reaktionen waren super, das hat uns natürlich sehr zufrieden gestellt.
Diese ganzen Wendungen, die diese CD gemacht hat, auch diese ganzen Zufälle, das dazukommen von indischer Mythologie, indische Instrumente, in Indien aufnehmen, ist einfach sehr gut angenommen worden.
Wir haben die Platte fließen lassen, es ist zu Ray Wilson geflossen, mit einem Song. Ich weiß nicht, wie das bei den Leuten ankommt. Unser Ziel ist einfach, wir wollen ein Album fertig stellen und wollen es so machen wie wir sind, wie wir uns momentan fühlen, was der Spirit von uns ist. Du bist dabei als Musiker quasi immer blank, weil du nie weißt, wie es ankommt und was mit dem Album passiert. Speziell dieses Album haben wir fließen lassen, und es hat so viele Wendungen genommen. Alle Zufälle die wir als solche betrachtet haben, daß wir das indische Studio finden das für uns aufnimmt, ist für das, wofür wir am Schluß dastehen und sagen, aha, es hat diesen Weg genommen, um hier hinzukommen wo wir jetzt stehen.
Daß diese ganzen Ereignisse einfach nur Punkte waren, um zu einen Ziel zu kommen, zu dem Ziel was "World Through My Eyes" zum Schluß war. Das darüber jetzt rezensiert und gesprochen wird, wie wir es uns auch gedacht haben, mit all seinen Texten, mit all den Widersprüchen zwischen dieser Realität, Spiritualität und der Musik mit den indischen
Einflüssen, daß dieses ganz gut angenommen wurde, obwohl es von uns nie beabsichtigt war, sondern einfach dahingeflossen ist, das macht uns so zufrieden. Es ist jedenfalls wahnsinnig schön, wenn man soviel Zeit und Arbeit mit einem Album verbracht hat, und dann eine positive Review bekommt, da kann sich keiner verschließen, es ist einfach schön und es ist für uns das größte Lob.
Ganz speziell in unsere Richtung sind jetzt viele Rezensionen nicht nur von der Industrie, sondern auch von Musikliebhabern, von den ganzen
Spartenmagazinen, und das ist auch mehr unser Zielpublikum. Weil das sind die, welche auch Musik hören, die Musik auch verstehen wollen und das macht uns schon stolz.
Also die Reaktionen von denen, die wir erreichen wollen, sind uns schon wichtig, weil für was machen wir sonst Musik.
HoR: Diesmal habt Ihr mit Gastmusikern gearbeitet. Wie war die Zusammenarbeit mit Ray Wilson und werdet Ihr diese in Zukunft vertiefen?
Y.L.: Es waren natürlich mehr Gastmusiker, auf Sleep zum Beispiel ein religiöser Chor, den wir aber in Indien aufgenommen haben und wir haben mit Asif zusammengearbeitet, der hat Sarangi gespielt auf World Through My Eyes.
Die Sache mit Ray war eigentlich eine spontane Entscheidung, weil wir mit Roses schon lange schwanger waren. Wir hatten nach einer Studiosession beschlossen, wir fahren zu einer Show von Ray nach Augsburg und werden ihm einfach eine CD in die Hand drücken. Ich habe ihn da auch getroffen, die CD übergeben und gesagt, hör Dir das einmal an und dann war das eigentlich schon wieder erledigt. Ich habe ihn vier Tage später wieder getroffen und er hat gesagt, super das machen wir, ihm gefällt der Song sehr gut, er möchte ihn singen und damit war die Sache eigentlich gebongt. Er hat den Song einfach verstanden und perfekt rübergebracht.
Es war eine tolle Zusammenarbeit und weil das eben so toll war, haben wir jetzt auch die ersten zwei Shows von der Tour zusammen gemacht, und es werden im Sommer auch noch gemeinsame Festivals folgen.
HoR: Wie läuft denn das Songwriting bei Euch ab und habt Ihr schon genug Material für ein nächstes Album zusammen?
Y.L.: Nein, sicher nicht. Wir haben beim Songwriting ein bißchen unseren Weg geändert, normalerweise haben wir es einfach zusammenfließen lassen, wie wir das bei "God Has Failed" oder bei "Trying To Kiss The Sun" gemacht haben. Jetzt war es aber eher so, daß wir uns sehr viel mehr mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Wir hatten noch keine fertigen Lyrics geschrieben, haben aber schon festgesetzte Themen gehabt bzw. genau gewußt, über was wir schreiben wollen, und dann kam erst die Musik dazu.
Das Schöne an dieser Art des Songwritings war jetzt, daß es eben in die Richtungen gegangen ist, in die es sich sonst nicht bewegt hätte. Mit diesen indischen Mythologien, mit dieser Kontroverse die in unserer Gesellschaft ist, mit dieser Spiritualität und realem Dasein, eben mit all diesen Spannungen hat sich die Musik auseinandersetzten müssen und ist deshalb in ganz andere Richtungen gegangen. Das beste Beispiel wäre der Titelsong, der im Prinzip nichts anderes verkörpert, wie diese Spannung, die entsteht zwischen deiner Spiritualität und dem realen Leben, diesen Sprung hin und her zwischen den zwei Ebenen. Das war diesmal halt sehr schön beim Songwriting, daß ein Leitthema schon vorgegeben war und die Musik folgen konnte.
HoR: Die Idee, eine Live-DVD zu veröffentlichen, liegt bei Euch schon in der Schublade. Werdet Ihr und eurer Label dieses Projekt realisieren bzw. wie sieht das Konzept dafür aus?
Y.L.: Die Idee existiert. Ob wir diese realisieren können, ist ein finanzielles Problem. Das Konzept könnte zum Inhalt haben, hauptsächlich erst einmal den WDR-Rockpalast Auftritt vom 8.03.2005 in Bonn zu nehmen, da sind über 75 Minuten aufgezeichnet, der WDR wird aber nur ca. 40 Minuten sendefertig machen, d.h. also, es ist ein Haufen Material da. Dann werden wir darauf auch etwas von der Videoshow zeigen können, die wir live ja immer zur Musik haben, vielleicht werden wir auch etwas Bonusmaterial haben, so stellen wir uns die Live-DVD vor.
Vielleicht kann man dabei auch etwas mehr auf die Band eingehen, es ist unser Anliegen. Deshalb haben wir auch hauptsächlich die "Stock" realisiert, weil wir einfach wollen, daß die Leute ein bißchen hinter die Kulissen von RPWL schauen können und dann auch eventuell mehr verstehen, welcher Spirit dahinter ist.
Also;: WDR-Teil als Livekonzert, sehr viel Footage-Material mit denen wir wieder etwas einleuchten, Backstage, wie läuft es bei uns auf Tour, und vielleicht werden wir auch ein paar Videos zu den Songs machen.
HoR: Was gab es für Gründe für das kurzfristige Ausscheiden von Stefan Ebner? Seid Ihr nun für später auf der Suche nach einem neuen Bassisten oder wird Chris Postl die Position behalten?
Y.L.: Der Stefan hat ganz einfach seine Entscheidung getroffen. Er hat die Tourdaten für das neue Album gesehen und es war für ihn eigentlich klar, daß er es mit seinem Beruf nicht mehr verbinden konnte, es war außerhalb seiner Möglichkeiten. Nach seiner Entscheidung haben wir dann im beiderseitigem Einverständnis einen neuen Bassisten gesucht.
Es hat uns allen sehr leid getan, aber es war nicht zu verhindern. Mit dem Chris war ein Zufall, ich war auf der Suche und wollte eigentlich schon einen alten Freund von mir anrufen mit dem ich schon Kontakt aufgenommen hatte, da stand er plötzlich in der Tür und hat gesagt, er wird seinen Job kündigen. Darauf habe ich ihm gesagt, ich hätte jetzt gleich etwas für dich und dann war die Sache ruckzuck besiegelt.
Der Chris war schon immer ein wesentlicher Bestandteil in unserer Band und die Position hat er auch nie aufgegeben, die hat er auch nie verloren. Er ist im Prinzip aus der Band einfach nicht wegzudenken. So leid es mir tut mit dem Stefan, wir waren live ein eingegroovtes Team, aber wenn der Chris natürlich wieder dabei ist, das ist schon irgendwie, als wenn er heimkehrt.
HoR: Was fasziniert Dich an der indischen Mythologie und seid wann beschäftigst Du dich damit?
Y.L.: Eigentlich schon immer. Es ist im Prinzip die Farbe, mit der das Leben beschrieben wird. Wenn du diese indischen Mythologien liest, dann sind diese voller Farben, so voller Freude, und das ist schon das was mich fasziniert hat. Speziell in der Auseinandersetzung mit der Spiritualität und mit dem, was ich zumindest als Verlust der Spiritualität bezeichne, das muß es ja nicht für jeden sein. Dabei fängt man an seine Augen zu öffnen und etwas nachzuforschen, wo sind denn eigentlich unsere Wurzeln, die Wurzeln von unserem Denken, und da ist schon vorteilhaft, wenn du in andere Gesellschaften schaust.
Es mag schon etwas magisches haben, wenn du diese Geschichten liest, klar haben wir uns auch mit anderen Sachen beschäftigt, da spielt ja auch das Evangelium eine Rolle, aber auch der Koran, wo man uns in den letzten Jahren auch ein bißchen gezwungen hat, uns damit auseinanderzusetzen.
Ich glaube, dabei kommt man auch zu sich selber. Speziell bei der indischen Mythologie sind wir hängen geblieben, weil es einfach so puristisch war, wobei von Moralvorstellungen, von Lebenseinstellungen, Gefühlen... so klar und so farbig gesprochen wird und das hat uns einfach Freude gemacht sich damit auseinanderzusetzen. Es resultiert aus einer Kontrareaktion, mir mißfällt schon lange, welche Stellung Geld einfach für uns hat, für mich war es schon immer ein wenig komisch.
Meine Entscheidung Musik zu machen war für meine Eltern schockierend, weil ich muß ja Geld verdienen und damals ist mir schon klar geworden, da stimmt etwas nicht. Es kann doch nicht die Erfüllung sein, Geld zu verdienen oder für etwas Geld zu bekommen ist keine Belohnung. Es ist ein Mittel, womit ich mich dann auch belohnen kann, nur eine Belohnung ist es ja nicht.
Es wird von vielen Menschen einfach missinterpretiert, Geld mit Glück in Verbindung gebracht, sondern es ist im eigentlichen ureigensten Sinn ein Zahlungsmittel. Und diesen Konflikt, weil auch wir machen Musik und müssen dabei Geld verdienen, denn sonst können wir kein neues Album machen, genau um diesen Konflikt geht es in "World Through My Eyes", daß du ein reales Leben, und daß du deine Mythologien hast.
Für mich waren die Mythologien stellvertretend mit dem, was in dir ist. Wenn du die Welt als Spiegel deiner selbst betrachtest, kannst auch nur du sehen, was ich selber erfahren habe. Wenn ich mein Inneres nicht weiterbilden kann, dann werde ich auch das was ich außen sehe immer nur schwarz/weiß sehen, das war unsere Grundlage von der wir ausgegangen sind. Jeder Einzelne hat ein Ich in sich, das die Welt durch seine Augen sieht, das sind zwei verschiedene Welten die wir sehen, es gibt aber auch noch eine Welt dazwischen, die dann doch existiert.
Wir wollen nicht mit erhobenem Zeigefinger sagen wie die Sachen sind, sondern wie wir die Sachen sehen. In einer Welt, die du zerstören kannst, aber immer noch nicht ernähren kannst, wird die Groteske klar, zu der uns eigentlich unser System mit Geld und mit dem realen Dasein, hingeführt hat.
Ich glaube, daß man darüber nachdenken sollte und daß die Welt zumindest dafür bereit sein sollte, das Problem in der Hinsicht zu diskutieren. Weil weiterzuleben in der Form, daß man sich sagt, der wird gewinnen der am meisten Geld hat, ich weiß es nicht ob die Evolutionstheorie soweit dehnbar ist.
HoR: Könntest Du dir vorstellen, einmal ein ganz persönliches Soloprojekt zu verwirklichen, vielleicht sogar mit indischer Musik?
Y.L.: Das könnt ich mir schon vorstellen, du wirst lachen daß ich es schon angedacht habe.
Aber weil das neue Album soviel Zeit verschlungen hat, war es leider nicht möglich, das Projekt voranzutreiben. Ich habe es im Prinzip schon im Kopf, aber das wichtigste ist nach wie vor RPWL.
HoR: Hattest Du jemals Berührungspunkte mit der Rockszene im Osten und kennst Du die Prog-Szene mit Bands wie STERN COMBO MEISSEN oder LIFT, die ja auch schon ein Vierteljahrhundert Musik machen?
Y.L.: Es liegt bei mir sicherlich nicht an Ost-West, es liegt einfach daran, daß wir 1997 zusammengekommen sind um Musik zu machen, und ich hatte keine Berührungspunkte mit Progressiv-Rock.
Man hat uns dann, nach dem wir "God Has Failed" gemacht hatten, erklärt, daß wir Prog-Rock machen, aber in Wahrheit weiß ich bis heute nicht was Prog-Rock genau ist. Das, wo wir musikalisch zuhause sind, hängt damit zusammen, mit was ich musikalisch aufgewachsen bin und das hat sicherlich etwas mit den Siebzigern, Achtzigern zu tun. So kenne ich natürlich Bands wie MARILLION, es war halt damals ein Bestandteil der Musikszene, habe mich aber da irgendwann ausgeklinkt.
Früher ist vom Osten nichts zu uns vorgedrungen, nur von denen die man rüberlassen wollte, außer PUHDYS und KARAT kannte man da nichts.
HoR: Wie schätzt Du die aktuelle Prog-Szene ein?
Y.L.: Das beurteile ich sehr gern nicht an der Prog-Szene, sondern an den Szenen selber. Die kleinen Sachen gewinnen an Bedeutung, da ist die Prog-Szene nur eine davon.
Für mich ist es halt einfach nur eine Kontrareaktion zu dem, was auf dem Musikmarkt passiert, an den Drei-Minuten-Teilen, die eigentlich nur durch den Äther schießen, damit man darauf Werbung machen kann, oder Zielpublikum für sich zu gewinnen, das in Wahrheit einfach musikalisch nicht kompetent ist. Ich glaube kaum, daß sich jemand "Schnappi" auf Grund seiner musikalischen Kompetenz besorgt, sondern es ist sicherlich so, daß man da versucht ein Publikum zu ziehen, das Kaufkraft besitzt, einfach dadurch, daß sie die Eltern so tyrannisieren, daß diese dann die Scheiben kaufen.
Im Prinzip gehört Prog-Rock zu einer der Szenen, die einfach dafür da sind, um wieder musikalische Qualität ins Rampenlicht zu bringen und wieder musikalische Qualität zu transportieren. Je mehr dieses große "Big-fight-thumb" von den Plattenfirmen durchbrochen wird, mit z.B. solchen Firmen wie InsideOut, desto mehr ist es auch wieder möglich Musik zu erleben, wie man diese eigentlich erleben sollte. Ein bißchen das, was Musik einmal war, wie ich Musik auch kennen gelernt habe. Für mich war Musik immer sehr wichtig als Begleiter durch mein Leben.
HoR: Wie bedeutsam war für Euch der Auftritt im WDR - Rockpalast?
Y.L.: Das war eine sehr schöne Erfahrung für uns. Und zwar, einfach dort eingeladen zu werden. Der Rockpalast war etwas, mit dem ich aufgewachsen bin, da hab ich die KINKS gesehen, da hab ich Rory Gallagher gesehen, da hab ich DIRE STRAITS zum ersten Mal gesehen, das war für mich damals einfach Teil meiner musikalischen Jugend.
Von sowas eingeladen zu werden, macht einen wahnsinnig stolz und das ist für mich das Wichtigste. Was das jetzt für Promotioneffekte hat oder was es jetzt für RPWL bedeutet, das muß unsere Plattenfirma wissen. Für mich hat es eine persönliche Bedeutung gehabt und ich glaub für uns alle.
HoR: Jeder Künstler hält das aktuelle Werk immer für das Beste. Wie würdest Du eure Weiterentwicklung in Worte fassen?
Y.L.: Unsere Weiterentwicklung für "World Through My Eyes" ist sicherlich die, daß ich glaube, daß wir mehr zum Zentrum der Songs durchgedrungen sind, als wir das bisher gemacht haben. Wir haben versucht, es einfach fließen zu lassen und es ist geflossen. Wir sind in manche Region vorgedrungen, die für uns bisher neu war, wir haben viele Experimente gemacht, die uns auch geglückt sind. Wir sind einfach als Band einen Schritt weiter, ohne daß ich den Schritt genauer definieren kann.
Es fühlt sich einfach so an, es ist das, als was wir uns sehen. Ich weiß nach wie vor nicht genau, was progressiver Rock ist, wir sehen uns eigentlich als Songwriter. Wir wollen die Songs an Emotionen knüpfen, wollen die Songs einfach an Aussagen knüpfen, das ist unser eigentliches Ziel wenn wir Musik machen. Sicher produzieren wir gerne, weil wir technisch interessiert sind und wir dabei die Songs ausbauen.
Du hast ja heute sicherlich ein bißchen mit World Through My Eyes> erlebt, daß wir im Prinzip irgendwo ganz woanders starten und die Songs sicherlich ihre Aussage innerhalb der Produktion auch an Farbe gewinnen. Aber anfangen tut alles mit einem Song, der songwritermäßig da ist, der mit einer Aussage transportiert wird - und da finde ich, sind wir mehr zu einem Zentrum vorgedrungen, das uns vielleicht nur manchmal gelungen ist.
Es war für uns diesmal einfach spürbarer, wir haben einen Schritt gemacht. Dieser Schritt ist für uns einfach nur fühlbar, ich könnte ihn jetzt noch nicht artikulieren.
HoR: Wie wichtig ist für Dich Spiritualität und was bedeutet es für Dich?
Y.L.: Sehr wichtig, es ist kein Widerspruch, weil es die einzige Verbindung zum Leben ist. Weil die Welt ein Spiegel ist von uns selber, kann es nur die Spiritualität sein, weil es nichts anderes gibt in uns. Deswegen ist es so wichtig, weil wir auch immer versuchen, die Welt so gut wie möglich zu sehen. Das heißt im Prinzip: Das verbessern der Spiritualität ist wie schlecht sehen und eine Brille aufsetzen.
Spiritualität kann uns die Welt besser sehen lassen. Es ist überhaupt notwendig, denn was soll denn das Ziel unseres Daseins sein, sicherlich
Nicht, daß wir irgendwann eine gesicherte Rente bekommen. Ich sage ja nicht, daß es nicht notwendig ist, aber es kann nicht das Ziel sein, denn sonst wäre am Anfang die Rente gewesen, dann vielleicht erst wir. Es war am Anfang sicherlich etwas anderes da und was auch immer unser Ziel ist, ich glaube, daß es durch die Spiritualität eine Spur erreichbarer wird. Vielleicht muß man da in andere Sphären durchdringen, daß man dahinter kommt, aber wir werden es uns nicht kaufen können, das ist sicher.
HoR: Wer hatte die Idee, eine Steve Hillage-Adaption (Sea-Nature) auf das Album zu bringen?
Y.L.: Weil "Green" von Steve Hillage ein phantastisches Album ist und viel zu selten gehört. Ich fand den Song schon immer toll und ich hatte ein Gefühl, daß wir mit RPWL dem Song einfach etwas geben können, was den Song für uns zu etwas besonderem macht, aber trotzdem zu einem Teil von uns. Ich finde, das ist uns auch ganz gut gelungen.
HoR: Zum Schluß, wie üblich, noch die Frage nach Euren nächsten Schritten?
Y.L.: Der nächste Schritt wird sein, wir haben uns da breitschlagen lassen, wir werden den Spagat wagen und im Mai eine Single veröffentlichen. Im Mai wird das Rockpalast-Konzert gesendet und es wird außerdem noch das Eclipsed-Festival kommen.
Im Herbst wird eine weitere Tour kommen und alles andere wird sich ergeben. Wir werden nächstes Jahr vielleicht hier sitzen und werden sehen, das hoffentlich alles seinen Sinn hatte.
HoR: Home Of Rock bedankt sich für das Gespräch.
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