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| Blooden Diaries, Phillipa Records, 2010 |
| Casper Halkjær |
Bass |
| Lars Klit Nielsen |
Lead Guitar & Backing Vocals |
| Dennis Pedersen |
Lead Vocals, Rhythm Guitar |
| Jon Brændsgaard Toft |
Drums |
| Gast: |
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| Jens Kristian Dalgaard |
Guitar (How To Endure) |
| Produziert von: D. Pedersen, L. Klit |
Länge: 55 Min 24 Sek |
Medium: CD & DVD |
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| CD: | |
| 1. Your Silent Anger | 7. Alice |
| 2. Are You Ready | 8. How To Endure |
| 3. You Don't Know Me | 9. This Is The Last Touch |
| 4. The Captain Of My Fate | 10. Fly |
| 5. Turning Into Stone | 11. Don't Want To Be Famous |
| 6. Hatedream | 12. It's Only A Game |
| DVD: Additional Tracks | |
| 1. Wonderful Desire | 5. You Don't Know Me (acoustic) |
| 2. Attitude | 6. Try Find Forgiveness |
| 3. Emptiness (Demo 2009) | 7. Your Silent Anger |
| 4. Stamp Me Complete | 8. Turning Into Stone (Demo 2010) |
| DVD: Additional Content | |
| 1. Making Of | |
| DVD: Videos | |
| 1. Are You Ready | 5. The Captain Of My Fate |
| 2. How To Endure | 6. Alice |
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In der Vorbereitung zu einer Review surft man ja im Net rum, um … nein, nicht um andere Reviews zu lesen und zu kopieren, sondern um sicherzustellen, dass die Links etwa zum Label richtig sind. Dabei entdeckt man dann doch die eine oder andere Review, liest sie aber eher selten, denn - nur die eigene Meinung zählt. Ausnahmen bestätigen die Regel - und die hier auf der "Über Rock"-Seite habe ich dann doch gelesen. Meister Über Rock verreist die X CONTRACT CD einer jungen Band aus Dänemark (wie jung die sind, kann man an den Pickeln der Player im "Making Of" abzählen) aber sowas von total - er hätte noch selten etwas Schlimmeres gehört. Wenn ich ihn richtig interpretiere, sieht er die Jungs zwar als kompetent an ihren Instrumenten an, aber es scheint ihm, als hätte niemand sich die Mühe gemacht, das Album richtig fertig zu produzieren, und so wäre alles in die Grütze gegangen. Nur die Verpackung wäre schon in rot und schwarz gehalten und sehr fancy.
Gemach. Das Ganze macht einen durchaus fertigen Eindruck, aber einige zweifelnde Bemerkung gilt es dazu dennoch machen. Die Kritik jedoch, dass dies das schlimmste Album aller Zeiten sei, geht dann doch etwas am Ziel vorbei (oder er hat wirklich noch nicht genügend CDs gehört).
Eigentlich üben sich die Jungs im Punk und machen deutliche Anleihen im Hard- und Heavy Rock etwa á la THIN LIZZY in The Captain Of My Fate (und zwar so, wie THIN LIZZY Rockmusik heute wohl selber spielen würde). Die Songs sind vielseitig, die Rhythmussektion ist gut und variabel; wer so viele Breaks in einen Track einbaut wie die Dänen hier in Your Silent Anger der weiß, wie Rock Musik funktioniert. Vom Aufbau und der Perfomance, den Läufen der Lead Gitarre und den manischen Vocals her ist das hier durchaus beachtlich.
Und dennoch sitzt die Band dann doch zwischen den Stühlen, will es scheinen. Und zwar, weil sie - glaube ich - eigentlich eher Hard Rocker als Alternativos sind. Das Alternative scheint mir ein aufoktroyiertes Dasein, ein Korsett zu sein, das der Band eigentlich nicht passt, zu eng ist und an allen Ecken und Kanten scheuert. Wie komme ich zu der Vermutung?
Die additional Tracks auf der DVD, die in einigen Fällen ja alternative Versionen der CD-Tracks sind, tragen deutlich sichtbarer den 70ies Hard Rock Stempel als die dann auf der CD befindlichen. Ist es Dennis Pedersen, Rhythm-Guitarrist und Sänger der Band und gleichzeitig ihr Produzent, der die Band mehr in Richtung Alternative drängt als ihr gut tut? Auch auf der CD scheint in vielen Momenten und Solos die Liebe zum Classic Rock durch. Daher kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Dennis die Band hier zu etwas überredet hat, ohne dass das wirklich von allen vollends reflektiert wurde.
Was gibt es noch: die DVD an sich enthält außerdem einige Videos, die sehr 'handgemacht' und eher wenig aufregend sind; das "Making Of" ist leider nur auf Dänisch - keine Untertitel, keine englische Sprachversion; und so wird der Prozess des Entstehens der Musik leider nicht sehr deutlich; immerhin zeigt es, wie sich die Boys den Stücken nähern und an ihnen feilen.
Die etwas melancholische, fast schon aggressive Grundstimmung der CD muss man mögen; aber man sollte die Mühe, die sich die Band beim Songwriting gemacht hat, nicht übersehen - wir haben hier ein Stück Kohle, die noch etwas Druck braucht, aber von der richtigen Seite. Nicht übersehen sollte man X CONTRACT auf alle Fälle.
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