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Voyager

The Meaning Of I

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The Meaning Of I
The Meaning Of I, Sensory, 2011
Danny Estrin Vocals, Keyboards, Electronics, Violin, Melodica
Mark Boeijen Drums
Alex Canion Bass, Backing Vocals
Simone Dow Guitars
Scott Kay Guitars
Gäste:
Daniel Tompkins Vocals on Pensive Disarray
DC Cooper Vocals on Fire On The Times
Produziert von: Jens Bogren Länge: 52 Min 07 Sek Medium: CD
1. Momentary Relapse Of Pain8. Iron Dream (In Memoriam: Peter Steele)
2. Stare Into The Night9. Feuer Meiner Zeit
3. Seize The Day10. Fire Of Times
4. Broken11. She Takes Me (Into The Morning Light)
5. The Pensive Disarray12. It’s Time To Know
6. He Will Remain13. Are You Shaded?
7. Meaning of I

VOYAGER sind keine Newcomer mehr aus Australien. Aus Australien zwar, aber mit ihrer nunmehr vierten CD unterm Gürtel, also erfahrene Prog Rocker. Verdammt angestrengt haben sie sich für ihr neues Werk - fantastisches Cover (in doppelter Hinsicht), vieldschichtige Texte, ein durchgehendes Musikkonzept - was dann auch etwas das Problem dieser Platte ist, aus meiner Sicht.

VOYAGER verlassen sich stilistisch in weiten Teilen auf eine eng verzahntes, Doublebassdrum'n'Bass Gewitter, und das noch unterstützt durch die ebenso eng angelehnten Rhythmus Gitarren - Grunge Prog. Dieses Konzept auf einen Track angewandt - ganz prima. Auf zwei Tracks - auch gut. Drei Tracks …. hmmmm. Die Mehrzahl der Tracks - autsch, mein Ohr.
Dabei ist ihnen - Track für Track gesehen - durchaus melodisches und interessantes gelungen; keine Frage. Die Masse macht's, bzw. in dem Fall nicht.

Stare Into The Night klingt dann eben wie Momentary Lapse Of Pain (und ob die Anlehnung an den PINK FLOYD Titel gewollt ist? Wahrscheinlich, aber musikalisch ist keine Ähnlichkeit vorhanden - allerdings arbeiten FLOYD ja oft ähnliche konzeptgebunden); Seize The Day hat eine interessantes Keyboards Intro, wummert sich dann aber letztlich genausobBass-doppelbasstrommelig durchs Unterholz wie das folgende Broken. Dabei hat Seize The Day alleinstehend eben sogar durchaus so etwas wie Hit Potential. Zu durchdringend aber ist der Weltschmerz; der Wille, große Kunst zu schaffen, und der Mangel an Abwechslung. Aber auch Broken steht alleine gut da - ist es vielleicht so, dass Abwechslung nicht immer Not tut?
The Pensive Disarray nimmt aber gleichfalls das musikalische Thema auf, finsterer jetzt, wo noch möglich. Aber - es entwickelt sich zeitweilig eine schunkelnde Gemütlichkeit, die den anderen Tracks abgeht - gut dem Dinge. The Meaning Of I bietet dann auch noch ein paar Growls, dann jedoch fährt man fort damit, sich durch die restlichen Stücke zu wummern, wechselt zwar Takt und Rhythmus schulbuchmäßig.

Abwechslung bieten das hymnische Iron Dream und das mit NIGHT RANGER Qualitäten ausgestattete, auf 'heftig' arrangierte Fire Of The Times .
Also bitte - hier ein abschließendes Urteil zu sprechen ist nahezu unmöglich. Mir fehlt die Vielfalt, aber das muss durchaus nicht bei jedem Hörer sein. Man kann durchaus sagen, dass das musikalische Konzept stringent angewandt wurde und das bewundern. Würde ich auch gar nicht bestreiten.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 26.10.2011

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