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CD-Review:
SourmashFine Aged Spirits |
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Das Update befindet sich am Ende. SOURMASH aus Texas – der Begriff Sourmash bedeutet wohl unter Kennern ein Hinweis auf hochqualitativen Bourbon Whiskey (siehe unten) – spielen Bluesrock. Damit weiß dann wohl jeder Bescheid … aber ich werde nach Zeilen bezahlt, also: SOURMASH aus Texas sind auch in die Maultierzucht für die Regierung eingestiegen und sind auf dem besten Weg, dem gegenwärtigen Marktführer gewaltig Marktanteile abzujagen. Und wir alle wissen: der englische Begriff für Maultiere lautet Mule - und das bedeutet auch Dickkopf. Also ist eine solche Züchtung sicher nichts Einfaches – und trotzdem haben SOURMASH einige ganz herausragende Exemplare gezüchtet. Allerdings – wer Maultiere züchtet, handelt nicht mit Marmelade (engl: 'jam'), sondern sieht zu, das die Dinge geordnet und stringent vor sich gehen, sonst tritt das Maultier aus. Reap It und Irony&Paradox sind fast noch als Fingerübungen zu bezeichnen, und geben als Intro eine All-inclusive Bedienung in Sachen Bluesrock. Aber dann kommt es erst – drei Tracks, zwei davon relativ lang, - Brand New Ride,Into The Abyss, Stoned, die all die oben genannten Qualitäten zum Tragen bringen und den Rockfreund ein selig-verklärtes Grinsen auf sein Gesicht zaubern; nebenbei erfreut man sich am old-school Drumming á la "Paranoid"(nicht umsonst wird Bill ward von BLACK SABBATH als Vorbild genannt). Selten habe ich in letzter Zeit einen so sorgfältig gemachten Songaufbau gehört, der aber auch nicht eine Sekunde langweilt. Dabei ist die Songkonstruktion offen und wird nicht von irgendwelchen pseudo-gewaltigen Powerriffs zugemanscht. Vielmehr gibt es ein massives Bassfundament, sparsame Rhythm Guitar Riffs, bis dann jeweils die Hölle losbricht und die Band Gas gibt. Das der brandneu Ride am Thorazine Shuffle der MULE's ausgerichtet ist,stört höchstens den Mäkler - wenn es so wie hier passiert, ist das ok. Soureggae und Endless Effort sind Reggaes (der erste eine ganz ruppiger á la ZEPs D'yer Maker, der zweite Track benutzt diese Stilelement eher sehr zu zurückhaltend, aber um so besser). Tracks wie Penny For Your Thoughts mit der Einleitung, die eine Präsidentenrede wiedergibt veranlassen dern Hörer, sich mit den Texten auseinander zu setzen, was aber leider erschwert wird, da diese nirgendswo abgedruckt oder zu finden sind. Also: Ohren auf! Jedenfalls startet der Penny dann einen wilden Funk-Ride. Down in Mexico bringt ganz am Anfang einige Lateinamerikanische KLänge - sparsam, sparsam - bis das 60er Bluesrock Riff einsetzt. Was denn jetzt? bei HIGHWAY 414 meckert der rum, dass die 60er und ihre Riffs schon out sind, und hier .... ja, schon, aber hier wird das eben verarbeitet und re-kreiert, und nicht nur stumpf wiederholt! Ach, was soll's. Hingehen, anhören, wissen! Irgendwann fällt mir ein, an welche Band mich der Leadsänger erinnert! BLOODROCK vielleicht, die mit ihrem einfallsreichen Früh-70ies (!) Rock garnicht soweit von den SOURMASHs entfernt sind (bzw. anders herum). Und wenn wir dabei sind: BUDGIE kann als Role Model auch herhalten. Und die guten ALLGOOD, mittlerweile irgendwo in der Versenkung verschwunden (?) ebenfalls. Update 20.08.10: Ich habe die Band kontaktiert und über die Review unterrichtet, und hatte etwas Sorge, dass der oben hergestellte Link zu alten Bands wie eben BLOODROCK oder BUDGIE etwas .. ähm ... unzeitgemäß sein könnte und möglicherweise unerwünscht. "Alle amerikanischen Brennereien arbeiten heute nach dem Sour Mash Verfahren. Sour Mash bedeutet, daß der Maische ein Teil der Destillationsrückstände (Stillage) wieder zugesetzt wird. Nachdem die Maische mit frischem Quellwasser zubereitet wurde ist sie chemisch neutral. D. h. das chemische Milieu ist weder sauer noch basisch. Chemisch bewertet man diese Eigenschaft mit dem pH-Wert. Dietrich Gastrock, (Artikelliste),13.08.2010
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