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Right To Silence

Bad Dreams

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Bad Dreams
Bad Dreams, Eigenvertrieb, 2010
Manuel Christandl Drums
Siegfried Lercher Guitar, Vocals
Patrick Planötscher Bass
Richard Renner Guitar
Simon Staffler Vocals
Gast:
Manuel Tumler Didgeridoo
Produziert von: Right To Silence Länge: 54 Min 18 Sek Medium: CD
1. FFC (Fucking Financial Crisis)7. Didgeridoo
2. Satan Is Dead8. This Life I Never Wanted
3. I Can't Change You9. Don't Ask Why
4. My City, My Pride10. Bad Dreams
5. One Of These Days11. Violets And Morphine
6. My Own Silence12. Eleven

Tja, da werkelt eine Band 3 Jahre am Namen und Stücken rum, geht ins Studio, haut ein bärenstarkes Album raus und sucht kurz drauf einen neuen Sänger und Bassisten. "Bad Dreams" würde ich sagen und damit genau auf den CD-Titel zielen und bin mir dabei sicher, dass die Jungs aus Italien im Leben nicht daran gedacht haben, dass der Titel so ein Eigenleben entwickelt und zur Realität wird.

RIGHT TO SILENCE ist keine Nachbarschaftsvereinigung zur "Förderung der Ruhe zur Mittagspause", sondern der Bandname eines Quintetts aus Italien. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass jeder, der das Album laut zu Hause hört, Streit über das Recht auf Stille mit den Nachbarn bekommt. R2S mischen einen kruden Mix aus Metal, Rock, Hardrock, Thrash, Core und anderen Zutaten zu einem Gemisch, das erstaunlich gut nach vorne weg rockt. Simon Staffler erinnert mit seiner Stimme sehr stark an Zak Tell von CLAWFINGER, was dadurch natürlich Parallelen zu den Skandinaviern aufwirft. Aber immer dann, wenn man meint, jetzt geht es auf die Crossover-Schiene, werfen R2S alles über den Haufen. Munter werden Rocksoli unter Thrash-Riffs gelegt, treibende Beats mit Breaks unterbrochen und grundsätzlich wird vom ersten bis zum letzten Lied Gas gegeben. One Of These Days hat nichts mit dem gleichnamigen Song von PINK FLOYD zu tun, My Own Silence hätte, wenn man den Gesang mal mit der Stimme von Chuck Billy versieht, auch auf einer der ersten TESTAMENT-Veröffentlichungen erscheinen können und Didgeridoo ist tatsächlich das, was es aussagt. Dieses australische Blasinstrument in der Metalmusik einzusetzen ist nicht wirklich neu, hatten RAGE dies doch bereits auf "XIII" getan, aber es ist für immer wieder erstaunlich, wie viel Druck dieser hohle Baumstamm erzeugt. Interessant ist auch die Doppelung von Gitarren- und Gesangsmelodielinien. Leider wird dieses Detail zu oft gebraucht und damit etwas überstrapaziert.

Right To Silence Band

Zu den Aufnahmen reiste man übrigens über die Alpen in das Sky Studio zu Taufkirchen, dem heiligen Aufnahmegral, der auch schon Bands wie BONFIRE, BRUNOROCK, WASP, SABU, CIRCLE OF PAIN und anderen zur Verfügung stand. Somit hatte man mit Bobby Altvater auch einen Mann mit Fachverstand und dem Ohr an der richtigen Stelle vor Ort. Das wird mit ein Grund für die druckvolle und saubere Produktion sein.

Interessantes Album mit einer guten Produktion, und trotzdem kann ich nicht beide Daumen nach oben reißen! Denn zum Ende hin scheinen den Jungs etwas die Ideen ausgegangen zu sein und es dümpelt doch recht schlaff dem Ende entgegen.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 30.01.2011


 
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