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| Back In The Day, rldrecords, 2011 |
| Mike Kach |
Vocals, Keyboards |
| Pedro Arevalo |
Bass |
| Don Bonzi |
Guitars, Vocals |
| Frankie Lombardi |
Drums, Percussion |
| Larry 'Rhino' Rheinhardt |
Guitars, Keyboards |
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Länge: 36 Min 13 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Back In The Day | 5. Don't Know |
| 2. Changes | 6. Testify |
| 3. Rock'n'Roll State Of Mind | 7. Run And Hide |
| 4. No Reason | 8. Shakedown |
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Rhino? Den ganzen Hintergrund zu diesem Mann, Larry Rheinhardt, zu wiederholen wäre dann doch ein bisschen zu viel des Guten - das findet man hier . Nur so viel: Larry hat Anfang der 70er mit Musikmachen begonnen, damals mit Berry Oakley und Dickey Betts, die beide dann bei den ALLMAN BROTHERS landen - und Larry hätte da ohne Probleme ebenfalls hingepasst, wie etwa der Song Don't Know beweist, ALLMAN kondensiert, sozusagen. Dann schnupperte Rhino bei IRON BUTTERFLY vorbei, und das lässt jedem Classic (Heavy) Rock Fan den Mund wässerig werden, haben diese Jungs in ihrer Prä-Larry Phase doch In-A-Gadda-Da-Vida mit dem möglicherweise phänomenalsten Drumsolo aller Zeiten erschaffen; ein 17 Minuten langer Parforceritt durch einen Irrgarten an Gitarren, Drums und Keyboards Soli, geschrieben von Keyboarder Doug Ingle. Larry war ab dem 70er Album "Metamorphosis" (also nach dem "Garten des Lebens" ) dabei, und half der Band, etwas weniger erdrückend heavy zu sein/werden, und schrieb ihnen den Song Easy Rider (Let The Wind Pay The Way), der eigentlich ein Hit hätte werden müssen, aber nicht wurde.
Larry verließ IRON BUTTERFLY. Um mit Rod Evans (ex DEEP PURPLE ) und Bobby Caldwell (ex Johnny Winter ) die Band CAPTAIN BEYOND zu gründen, die insgesamt drei klassischen Hard Rock Alben veröffentlichtne, von denen das Debüt "Captain Beyond" herausragend, und die Nummer zwei "Sufficiently Breathless" sehr gut waren. In den 70ern eine von den Bands, die ständig irgendwo in den Gazetten erwähnt wurden, es aber leider nicht so ganz nach oben schafften. Klassischen, teilweise leicht proggige (aber so machte man das damals eben) Hard Rock Ware, gut gealtert und heute durchaus noch zu hören. In der zweiten Hälfte der 70er war es dann vorbei mit dem Kapitän Dahinter, Larry war mal hier und mal da (unter anderen auch in den Reinkarnationen von IRON BUTTERFLY und CAPTAIN BEYOND), um schließlich eine Solo CD ("Rhino's Last Dance", auf der Homepage ist ein Kauflink eingerichtet)zu veröffentlichen, und last but not least jetzt eben RHINO AND THE POSSE's "Back In The Day".
Wie oben schon erwähnt, hat das auf einigen Tracks eine Nähe zu den ALLMANS in Kurzform; und mit zwei Gitarristen an Bord und einem Keyboarder an Bord frönt man dem 70er Songwriting. Um das mal klar zu stellen: diese Jungs sind nicht 'Retro'. Die haben schon Musik gemacht als das, was heute retro ist, progressiv war. Die können gar nicht anders, und haben dabei eine Authentizität, von denen alle Retro Rocker nur träumen können. Kehrseite der Medaille: die sind so unmodern, dass das schon wieder modern und dadurch dann auch wieder unmodern ist. Soundmäßig, songmäßig, instrumental so in den 70ern gegründet, dass man nur den Kopf schütteln kann, um dann im Takt zu nicken.
Um eben den Gitarren etwas Raum zu geben, sind die Songs zwischen drei bis fünf Minuten lang und knackig. Back In The Day ist der archetypische Hard Rock Song, Changes ist textlich und musikalisch Back In The Day, Part 2. Rock'n'Roll State Of Mind ist ALLMANS in knackig (die Stimme erinnert stark an Greg's) mit langen Gitarrenlinien; southern rockig und mit u.a. nettem E-Piano Solo verziert.
Alle Songs im Mid-Tempo Bereich angesiedelt; nur Shakedown - ein Shuffle - ist etwas langsamer. Aber man ruht sich nicht auf dem Polster aus, das die Zugehörigkeit zu zwei legendären Rockgruppen liefern könnte - das Songwriting ist gut und alles durchdacht und mit Liebe hergestellt.
Solides Songwriting, solides … ach, was soll's: Wer irgendeine Vorliebe für den klassischen Stoff hat: zugreifen. Die CD ist im Augenblick nur bei KUNAKI zu erhalten, soll aber auf ITunes und Amazon verfügbar werden.
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