HoR Logo kl CD-Review:

Logo P.A.I.N. Management

Lobotomy

Logo Home-of-Rock

Link Homepage & Kaufen:
Offizielle P.A.I.N. Management Homepage
Link Homepage:
P.A.I.N. Management @ MySpace.com
Link Kaufen:
www.amazon.de
Link Plattenfirma:
STF Records
Mehr Info:
All Music Guide (englisch)

Unser Disclaimer
Lobotomy
Lobotomy, STF Records, 2010
Markus Stahlhut Vocals
Patrick Sondermann Guitar
Andreas Vogt Keyboards
Andre Spiecker Bass
Christian Laatsch Drums
Länge: 49 Min 18 Sek Medium: CD
1. I Disagree7. Open Knife
2. Weak8. Instrumental
3. Serious9. Holy Vengeance
4. Bleed Forgiveness10. Massparade
5. Arpeggio11. God
6. Dark Star

P.A.I.N. MANAGEMENT sind jung, wild und brauchen dringend Werbung. Aber, Jungs, dann werdet doch mal ein wenig umgänglicher. Der Schreiber dieser Zeilen wohnt mit 2/5 der Band im gleichen Ort, die Band selbst bezieht demnächst in unserer Heimatstadt den Proberaum. Als Ihr in unserer Heimatstadt gespielt habt, zerlegtet Ihr im Kolpinghaus und damit quasi fast vor meiner Haustür die Bühnenbretter. Auf unsere Frage nach einer Promoscheibe mussten wir uns dann aber an Euer Management wenden, das erfreulicherweise nicht weit weg von hier wohnt. Aber anstatt, dass die Scheibe wie gewünscht an die Adresse in Schwelm ging, musste die erst die Reise über München antreten, um schlussendlich in meinem Postkasten zu landen. Das ist ja fast so abenteuerlich wie mit Joghurt… Also, etwas mehr Basisnähe tut einer Band in den Anfangstagen immer noch besser, als wenn man schon den großen Larry raushängen lässt.

Genug des Motzens, denn das, was mich dann in den knapp 50 Minuten von "Lobotomy" anspringt ist Metal mit sehr geilen Hooks, Melodieläufen und einer gesunden Portion Wut im Bauch. 1999 erblickte das Schmerz-Management das Licht der musikalischen Welt. 10 Jahre später kreist "Lobotomy" durch das musikalische Universum und hat zumindest in NRW schon für Aufsehen bei der Liveumsetzung gesorgt. Brachiale Gitarren, atmosphärische Keyboards, laufende Bass- und Drumlinie und darüber die wütende Stimme bilden das Gerüst für die Songs der Jungs aus dem EN-Wuppertal-Dortmunder-Einzugsgebiet.
Dass da beim Debüt noch Luft nach oben ist, ist klar, aber das, was das Quintett hier abliefert, kann sich durchaus hören lassen. Sie selber bezeichnen ihre Musik als "Unique Metal", eine Einordnung fällt auch schwer, denn Parallelen zu anderen Bands lassen sich schwer ziehen. Von daher kann man nicht von einer Coverband sprechen, eher von einer Band, die versucht im breitgefächerten Metaluniversum noch Akzente zu setzen. Es ist eine Mischung aus Metal-meets-Emo-meets-Crossover-meets-Thrash-meets… - da gehen mir etwas die Vergleiche aus. Die Songs selber bleiben im Ohr kleben und unterschreiten selten die 4-Minuten-Marke. Dabei keine Langeweile aufkommen zu lassen, bedarf schon gewisser kompositorischer Ideen.

Festzuhalten bleibt: Auch wenn die Lobotomie eine Persönlichkeitsänderung mit Störung des Antriebs und der Emotionalität zur Folge hat, kann diese CD ohne jegliche Veränderungen der eigenen Persönlichkeit gehört werden. Auch das Management der Schmerzen bleibt in einem überschaubaren Rahmen und es bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass die Stimmbänder von Mr. Stahlhut (welch ein Name für einen Sänger!) noch lange ohne Schmerzen den stimmlichen Anforderungen standhalten. Wer seinen metallischen Horizont ein wenig erweitern möchte, sollte diesen 5 Jungs aus meiner Heimatstadt eine Chance geben und sie mit dem Besuch des nächstgelegenen Gigs supporten. Verdient haben sie es. Und vielleicht dürfen wir vom Home of Rock einem dieser Gigs beiwohnen – vielleicht auf unkomplizierterem Weg.

P.A.I.N. Management

Glück Auf, und lasst es weiter krachen, Jungs – habe auf Eurer Page gesehen, dass die nächsten Songs in der Mache sind.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 08.06.2010


 
© Home of Rock 2001 & ff., Impressum & Kontakt