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Miriams Well

Indians And Clowns

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Indians And Clowns
Indians And Clowns, Buckin Saviour Records, 2010
Miriam German Vocals, Backing Vocals, Acoustic Guitar
Mark Bowden Acoustic Guitar, Electric Guitar, Loops, B3, FX
Drew Shoals Drums
Damian Erskine Bass
Steve Karin Electric Piano
Cheo Larcombe, Debra Dobkin Percussion
Brian Davis Congas
LaRhonda Steel, MaryEtta Callier, Dorcas Smith, Nafisaria Scroggins-Thomas, Leah Harrison Backing Vocals
Jeff Pevar Slide Guitar, Mandolin, Dobro, Banjo
David Fleschner B3
Derek Sims Trumpet
Renato Caranto Tenor Sax
Dan Brewster Trombone
Jason Weber Tenor Sax
Produziert von: Mark Bowden Länge: 32 Min 11 Sek Medium: CD
1. Indians And Clowns6. Waiting On A Plane
2. More Than I7. Big House
3. Stay8. Diamonds
4. Give Me Some Love9. Did You Know That
5. War No More

Jeff Pevar war Sideman bei solchen Größen wie Carly Simon, James Taylor, Yoko Ono, David Crosby, und Anastasia. Und jetzt ist er auf Miriams Well's neuer CD zu hören - ist doch schon mal was. Wer ist Miriams Well, und vor allem: wie heißt sie wirklich (keine Mensch heißt Miriams Quelle, oder Miriam geht's gut)?
Die Band kommt aus Portland , Oregon und die Sängerin heißt eigentlich Miriam German - da muss man doch eine Review in Deutsch machen. Ist aber nicht der einzige Grund: zusammen mit ihrem Gitarristen/Produzenten/Lebenspartner Mark Bowden und etlichen sehr guten Sidemen sind die beiden die Band MIRIAMS WELL. Die Band bezieht ihre Inspiration, heißt es, aus der Classic Rock Ära der späten 60's und frühen 70's. Dann lass mal hören, was sie daraus gemacht haben.

Und tatsächlich beginnt das Ganze mit Indians And Clowns durchaus rockig, im locker-flockig-treibenden West Coast Stil, und Mir (wie sie genannt wird) singt mit leicht unterkühlter Stimme und erinnert an VK Lynne, und besagter Mr. Pevar fügt nette Slide Licks bei. Guter Opener. More Than I nimmt etwas Tempo raus und gibt Mir und dem Background Chor mehr Raum, und die Lead Gitarre erinnert etwas an George Harrisons Spiel - und auch das ist gut. Stay ist ein nette Akustik-Schunkelballade, aber auch das hat Kraft und versingt … versinkt nicht in Singer/Songwriter Seeligkeit, obwohl Mir schöne Vocals beisteuert.
Weiter geht's funky mit Gimme Some Love mit einem schön fettem, gut herausstechenden Bass (überhaupt ist die Produktion klar, differenziert und angemessen) und nettem Hu-Hu Background Gesang. War No More , ein Soul Song, erinnert von Ferne an Edwin Starrs War, ist mit einer schönen Bläsersektion unterlegt, und auch very funky - gut. Sollte schon fast für einen Hit reichen, und auch an Ami Winehouse und ähnliche neuere Soulgrößen reicht das schon ziemlich ran, zumal ein verschärftes Sax Solo Spaß macht.
Waiting On A Plane schleicht sich leise und böse heran, Mr Pevar darf wieder seine Slide Gitarre beisteuern, und das veredelt den Song. Mir singt wieder eher zurückhaltend, und nun wird auch dem letzten Taubling auffallen, dass das MIRIAM WELLS Team sehr genau weiß, wie die einzelnen Instrumente einzusetzen sind, von der knurrigen Rhythm Guitar über die elektronische Stimmverfremdung in der Mitte (mit der dezent Modernität angedeutet wird), bis hin großen Finale. Langsamer und mit Keyboard Begleitung geht es in Big House zu, und das ist wieder eine Song, der Mir mehr Raum zur Entfaltung gibt, aber auch eine sehr schöne Solo Gitarre sein eigen nennt. Diamonds lässt Gedanken an If I Were A Carpenter wach werden, und Did You Know Thatbeschließt den Reigen wieder eher getragen.

Ein sehr gutes, sehr musikalisches und intensives Album, ohne schmalzig oder eintönig zu sein, von einem sehr gutem Team mit prima Sidemen in Szene gesetzt, und von einer prima Sängerin getragen. Ohne Zweifel sehr anhörenswert.

Ach ja - sie sprachen wahr - sie sind wirklich von den 60's und 70's beeinflußt. Gott sei Dank.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 22.10.2010

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