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Jeff Kollman Band

Empower ... Devour !!!

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Empower ... Devour !!!
Empower ... Devour !!!, Marmaduke Records, 2011
Jeff Kollman Bass, Guitar, Vocals
Kevin Chown Bass/td>
Chris Smith Organ on Midnight Sun
Jono Brown, Charlie Waymire, Shane Gaalaas, Joel Taylor Drums
Produziert von: Jeff Kollman and Jono Brown Länge: 47 Min 43 Sek Medium: CD
1. Tight Like A Fist6. I Wonder
2. Shinedown7. Circle Of Doom
3. Midnight Sun Tribute To Jimi 8. Time To Die
4. Swim In The Madness9. Devastate
5. Captivity10. The Day Of Reckoning

Der Herr Kollman ist schon ein ganz aktiver - bei zahlreichen Saitenprojekten ist er dabei, hat eine JK GROUP und eine JK BAND, und so weiter und so weiter. Das etwas merkwürdig anmutende Cover und der Titel, der da auf Deutsch etwa "Ermächtige …. Verschlinge!!!" (bei der Aussprache auf Englisch reimt sich Devour auf Empower, nur so nebenbei) heißt, lassen nicht auf ein sanftes Akustik Projekt schließen, und man schließt richtig. Guitar Power'n'Shred könnte wohl angesagt sein, und ein Blick ins alte HoR zeigt, dass schon mein damaliger Kollege bei einem anderen Kollman Projekt, nämlich der COSMOSQUAD, dieselben Befürchtungen hatte wie ich - gibt's jetzt einen auf die musikalischen Dauerlocken bis alles platt ist? Um sie dann mittels aberwitziger Gitarrenlinien wieder zu ondulieren?

Na klar, uns Jeff nudelt uns schon ganz schön einen, und zeigt, dass er seinen Stevie, seinen Eddie und seinen ichkannauchschnell gut drauf hat. Aber: die ersten Tracks zeugen auch von songwriterischer Kompetenz. Da ist der Eingangstrack Tight Like A Fist, bei dem Jeff allen Bluesern zeigt, wie man den guten alten Herrn auch mal aufmischen könnte. Dann kommt Shinedown, wo BEATLES Harmonien mit Heavy Attacken gemischt werden, das Ganze aber durchaus zu einer Einheit gerät. Nun gibt es da ja noch den anderen Jeff, der mit BEATLES Harmonien so gekonnt umgehen kann wie der hier, nur das der hier eben keine originalen Harmonien oder Songs nimmt, sondern gut nachempfindet. Ganz prima gemacht, Kolli. Tribute To Jimi , na schön, wenn es denn sein muss. Zumindest auch bei diesem Tracks wird eines klar: Kopieren ist Kollmans Sache nicht. So erinnert die eine oder andere Gitarrenlinie und Harmonie an Herrn H., aber er singt über den Schatten der Mitternachtssonne, in dem er gehen muss, und tut das auf eigene Art, in einem an Warren Haynes erinnernden Stil. Auch nicht übel, gar nicht übel. Sein Solo ist gut und logisch aufgebaut, dynamisch und auf den Punkt.
Heavy dann in Swim In The Madness, und hier verlässt ihn des Songwriters Fortüne. Langweiliges Gitarrengebretzel.
Schafft Captivity den Weg zurück? Ein heavy Shuffle, und ja, das ist wieder raffinierter, Kolli, alter Knabe, haste nett gemacht mit dieser Stimmung zwischen Verdammnis, Psychedlic und brutalo Riffs. Auf I Wonder gibt es Synthwände, blutarmes Gesings, unterdrückte Kraft - der Song gibt immer wieder Gas, um dann in die Weichteile getreten und abgebremst zu werden. Kann man aber so hinnehmen. Circle Of Doom versucht das dann nochmal, auf Doomig eben, und kommt nicht aus dem Sumpf mit die Füße. Time To Die geht wieder zurück ins Blues Rock Lager, da sind dann wieder die beateligen Harmonien, meinetwegen auch an die KINGS X angelehnt, und fast möchte man sagen: "Jeff, der Song ist so toll nicht, so dass Deine Vers 'I don't wanna live forever' musikalisch schneller zutreffen kann als Dir lieb ist!", aber ganz so schlimm ist das dann nicht. Es folgt noch das langweilige Geprügel Devastate, dem auch die traumwandlerischen Sequenzen nicht wirklich helfen - nach dem Song fühlt man sich wie ein Galeerensklave, vom Rhythmus in die totale Erschöpfung getrieben.

Kann man das empfehlen? Naja, schon, aber das hält nicht ganz das Niveau, das Jeff wohl bei den ersten Songs angedacht und auf welches er gezielt hat. Über weite Strecken aber gut gemacht, abwechslungsreich, und dann doch ein Antesten wert. So wie Stevie Vai, wenn er Songs schreiben würde.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 02.08.2011

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