|
|
| Beyond The Pillars, Lion Music, 2011 |
| Ken Mary, Jeff Mills, Gary Thompson, Richard Stuverud, Jeff Mills, Gary Thompson, Richard Stuverud |
Drums |
| Andrew Baldwin |
Keyboards |
| James Byrd |
Guitars, Bass |
| Freddy Krumins |
Vocals, Keyboards, Percussion |
| Tim Wolf |
Bass |
|
|
| Produziert von: James Byrd |
Länge: 58 Min 54 Sek |
Medium: CD |
|
 |
 |
| 1. Chasing The Shadows Away | 8. Angel Of Mercy |
| 2. Fallen Warriors | 9. After The Fire |
| 3. I Don't Believe In Love (Falling In Lust) | 10. Eye Of The Storm |
| 4. Fly To The Sun | 11. Stranger In The Night |
| 5. On My Mind | 12. Let It Out |
| 6. Waiting In The Shadows | 13. Gotta Find You |
| 7. Remember Love | 14. Requiem Atlantis |
 |
Dürfen die Guttenberg'schen und Koch-Mehrin'schen Plagiatsjäger eigentlich auch andere Plagiate an den Pranger stellen, in anderen Genres wildern? Zum Beispiel in der Musik? Dann hätte ich hier einen Vorschlag:
JAMES BYRD'S ATLANTIS RISING mit dem Song "Chasing The Shadows".
Hatte sich mein lieber Kollege Gastrock bei der letzten BLACK COUNTRY COMMUNION-CD über das Abkupfern von LED ZEPPELIN und anderen ausgelassen, würde diese Scheibe bei ihm wohl sofort auf die öffentliche Plagiatsliste gestellt werden. So wie gerade in diesem ersten Song die Gitarren klingen, der Drumpart rollt, die Gesangsmelodie läuft … - das hätte man so auch auf "Stranger In Us All" von RAINBOW finden können. Und Freddy Krumins liegt stimmlich nicht weit weg von Dougie White, der diese letzte RAINBOW-Scheibe stimmlich veredeln durfte.
Wer aber ist James Byrd? Dieser Mann, der uns mit "Beyond The Pillars" eine CD ans Ohr legt, die so startet? Zum einen ist er ein sehr versierter Gitarrenspieler. Das hat er drauf und beweist er auf dieser CD auch zur Genüge. Zu seinen Lehrmeistern würde ich auf alle Fälle Stevie Vai zählen. Seine ersten musikalischen Ergüsse veröffentlicht er in den 80er-Jahren mit der Powermetalcombo FIFTH ANGEL. Irgendwie klappte das aber bei dem damaligen Label nicht mehr der Tantiemen-Zahlung und so war nach dem ersten Album auch wieder Schluss. Es folgte zwei Jahre später die erste Veröffentlichung von JAMES BYRD'S ATLANTIS RISING, dem acht Jahre später das zweite Album, vier Jahre später die dritte CD und schließlich jetzt das vierte Scheibchen folgte. In der Zwischenzeit wurde mit JAMES BYRD und der JAMES BYRD BAND weitere Alben aufgenommen, so dass er auf insgesamt zehn Alben bis heute zurückblicken kann. Kennen muss man ihn deswegen trotzdem nicht.
Beim Durchstöbern seines Archivs fielen ihm nun diese 25-Jahre alten Aufnahmen in die Hände und er selbst war darüber erstaunt, wie gut sie noch klangen und welch hohen Energielevel sie besitzen. So lag also nichts näher, als diese Songs nun und endlich der Welt zu Gehör zu bringen. Resteverwertung für Fans, Sammler und Jäger von James Byrd-Memorials zu Lebzeiten, Freunden der geschmackvollen 80er-Jahre-Mucke, die auch heute noch mit Spandexhosen vorm Spiegel Luftgitarre auf dem Badmintonschläger spielen.
Wobei "geschmackvolle 80-er-Jahre-Mucke" hier etwas mit Vorsicht zu genießen ist. Eröffnen Chasing The Shadows, Fallen Warriors und I Don't Believe In Love (Falling In Lust) das Album noch recht interessant, beginnt danach der Fahrstuhl des Grauens langsam Fahrt aufzunehmen. Der absolute Tiefpunkt wird erreicht, sobald irgendwelche vom C64 generierten Songs den Kunststoff durch den Laser verlassen.
Das ist wirklich nur für absolute Freunde der 80er-Jahre Metalmusik, heutzutage wird das kein Schwein mehr hören und was Herrn Byrd dazu veranlasst hat, uns damit zu konfrontieren, wird auf Ewig im Dunkeln bleiben.
|