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| Standing Still, AGR Television Records, 2011 |
| Robert Allen |
Vocals, Lead & Rhythm Guitar, Acoustic Guitar, Electric 12-String Guitar, Piano |
| Steve Holley |
Drums & Percussion |
| Paul Page |
Bass |
| Lance Doss |
Guitar, Baritone Guitar, Lap Steel, Mandolin, Piano |
| Bruce Engler |
Harmony Vocals, Guitar & Slide Guitar |
| Gäste: |
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| Garry Tallent |
Bass |
| Max Weinberg |
Drums |
| Produziert von: Robert Allen & Ben Elliott |
Länge: 50 Min 11 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Backdoor | 8. Sometimes Wrong |
| 2. Believe | 9. Shade Of White |
| 3. Hard Enough | 10. Losing My Mind (Too Many Times) |
| 4. Standing Still | 11. History |
| 5. Modern Ways | 12. New Friend |
| 6. Better Day | 13. Rise And Fall |
| 7. Rise And Fall #2 | 14. Shade Of White Bluegrass |
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Wenn man eine Band oder einen Künstler nicht kennt, sollte man sich als Schreiber vor einem Urteil über das jeweils neueste Produkt ein bisschen kundig machen, was es unter dem Namen in der Vergangenheit bereits gab. Im Falle DOWNTOWN MYSTIC bzw. Robert Allen ist das Ergebnis für einen Rock'n'Roll-Fan eher ernüchternd. Da gab es doch reichlich viel New-Country-Schmonsens und "Ich-möcht-so-gern-in-die-Hitparade"-Genöle - wie passt das mit den vollmundigen Worten auf dem Infoblatt zum aktuellen Album "Standing Still" zusammen, wird da doch von Roots und Rock und Roll geschwärmt.
So lala, könnte man fast schon abschließend zusammenfassen. In die Charts will Herr Allen immer noch, aber offenbar nicht mehr um jeden Preis. Ganz schlimme Ausrutscher sind auf "Standing Still" rar, gleichzeitig sind alle 14 Songs auf absolute Singletauglichkeit konzipiert und passen in jedes amerikanische Rock-Formatradio für Erwachsene. Dazu passt auch, dass sich Allen gerne mit Leuten wie Garry Tallent und Max Weinberg schmückt. Und dazu passt ebenfalls, dass der ziemlich feiste Rocker Modern Ways ausgerechnet mit einem Chuck-Berry-Riff eingeleitet wird - Modern Ways… bitte lachen Sie jetzt!
Robert Allen ist natürlich der alleinige Boss von DownTown Mystic, er ist ein veritabler Songwriter, Sänger und Gitarrist, betreibt sein eigenes Kleinlabel Sha-La Music und hat in einschlägigen Musikerkreisen augenscheinlich einen guten Ruf. "Standing Still" ist ein braves Album mit einigen Höhepunkten geworden, ob dies für den europäischen Roots-Markt allerdings reicht, sei bis zum Beweis des Gegenteils dahingestellt. Es sind vielleicht ein paar zu viele Ecken und Kanten glattgebügelt worden um hierzulande einen nennenswerten Bremsstreifen zu hinterlassen. Sympathisch ist das schon, aber wer braucht ernsthaft einen Beinahe-Rockabilly wie Shade Of White oder die 50er-Rock'n'Roll Hommage History.
Richtig schön ist die solo und akustisch vorgetragene Ballade A New Friend, aber auch hier geht Allen kein Risiko ein und beschränkt sich auf reine Ohrenfreundlichkeit. Für die Landbevölkerung gibt es den lustigen Country-Stomper Shade Of White Bluegrass mit Mandoline und Banjo (natürlich eine Reprise des eben schon erwähnten Shade Of White) und die Rocker Hard Enough (mit Tallent und Weinberg) und Modern Ways überzeugen mit richtigen Twin-Soli. Nur: erschrecken kann man mit derlei Sicherheitsgurt- und Nichtraucher-Rock'n'Roll heutzutage keine Schwiegermutter mehr. "Standing Still" hat irgendwie ständig einen Helm auf, damit auch ja nichts Aua machen könnte. Nett ist so eine Konsens-CD für zwischendurch trotzdem immer mal wieder.
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