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Disaffection

Begin The Revolution

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Bombworks Records
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All Music Guide (englisch)

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Begin The Revolution
Begin The Revolution, Bombworks Records, 2011
Cleiton Magno Vocals
Paul Moraes Guitar
Daniel Neves Guitar
Francuar Silva Drums
Helo Silva Bass
Länge: 36 Min 32 Sek Medium: CD
1. Metal Kombat 6. The Mortuary Man
2. Which One's The Truth7. Disaffection
3. Blind Man8. Cerebral Nightmare
4. Stupid Ideas9. I Wanna See The Kaos
5. Mystery Of God10. The End Of Beginning

DISAFFECTION kommen aus Brasilien und dürften hier wahrscheinlich nur Untergrundhörern oder absoluten Szenenfreaks ein Begriff sein. Das könnte sich mit dem ersten Vollzeit Langeisen, was sie geschmiedet haben ändern, wenn es an die richtigen Hörer gerät.

Auf ihrer MySpace-Seite bringen sie ganz klar zum Ausdruck, dass sie nicht die kreativste Band in der Welt sein werden. Aber sie sind Thrash-Metal-Fans in einer Thrash-Metal-Band. Und dann fordern sie uns auf, den Patronengurt und die Lederweste anzuziehen und den Moshpit zu entern um ordentlich die Rübe kreisen zu lassen. Wenn man sich dann dazu noch die Bandfotos anschaut, weiß man, dass sie mit ihrer Aussage absolut Recht haben. Kreativ ist wahrlich das falsche Wort, eher trifft es traditionell oder altbacken, wobei letzteres ja doch mehr negativ belegt ist. Und das ist bei DISAFFECTION nicht der Fall.

Die Brasilianer spielen Thrash im Stile von alten METALLICA , TESTAMENT oder wegen mir auch noch mit zarten Anleihen von SLAYER . Das ist richtig gut und sollten sie im Untergrund entdeckt werden, steht ihnen mit Sicherheit keine Zukunft wie damals den BIG FOUR ins Haus. Dafür ist der Zug der Zeit einfach abgefahren, aber "Begin The Revolution" ist der richtige Ansatz um der Metalgemeinde fröhlich einzuheizen.

Hat man das leicht alberne Intro überstanden, erwartet den Hörer ein Thrash-Stampfer nach dem Nächsten. Schon Metal Kombat legt die Marschrichtung für die nächsten gut 36 Minuten fest. Das Niveau ist gleich bleibend gut, wenn auch nicht gerade sonderlich hoch und Ausfälle sind eigentlich keine zu verzeichnen. Cleiton Magno klingt als Sänger wie eine Mischung aus Gene Simmons und Chuck Billy, was einen gewissen Schmunzeleffekt mit sich bringt. An der Saitenfront und hinter der Schießbude wird kräftig in den Hintern getreten und alles in allem könnte es ein richtig gutes Album sein.
Wenn, tja, wenn da nicht dieser Song in der Mitte namens The Mortuary Man wäre. Der Einstieg mit dem Bass ist klasse gemacht, das folgende Riff geht direkt in die Nackenmuskulatur ab irgendwie wirkt der Gesang teilweise wie schlecht übereinander gemischt und das Gitarrensolo mit den Doubleleads ist einfach schräg. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass das aus welchem künstlerischen Aspekt heraus auch immer, so gewollt sein soll. Das ist so was von neben der Spur, da kräuseln sich sämtliche Härchen im Ohr. Wenn da der Knöpfchendreher mal nicht gerade auf dem Pott war, dann weiß ich auch nicht, wie das durchgehen konnte.

Sieht man von diesem Ausrutscher mal ab, erwartet den thrashenden Kopfnicker ein Album, das durchweg im Genre punkten kann, auch oder vielleicht gerade weil es nicht die Neuerfindung der Musik ist.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 05.02.2011

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