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| So Why?, Eigenverlag, 2009 |
| Anouschka |
Acoustic Guitar, Vocals |
| Chuck Anthony and studiopros, L.A. |
Electric Guitars |
| James Bradley Jr. |
Drums |
| Ivarsson |
Bass |
| Anouschka and studiopros, L.A. |
Background Vocals |
| Produziert von: Anouschka and Harris Johns |
Länge: 20 Min 52 Sek |
Medium: EP |
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| 1. One Of The Finer Days | 4. Lust |
| 2. So Why? | 5. Lust (alt. version) |
| 3. Silently |
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Neue Nachrichten über eine famose Sängerin im Home Of Anousck… Rock. Neben der kürzlich besprochenen CD gibt es in Vorbereitung auf eine neue CD auch eine EP mit vier Tracks und einem alternativ Take. Und wie schon die CD ist die EP sanft wie Seide, hüllt die Sängerin Dich in ihre Welt ein, und singt - wenn auch etwas reduziert - wieder so ein kleines bisschen neben der Tonlage.
Aber man merkt - sie will es wissen. Sie hat dieselbe famose Backing Band wie auf "My Kind Of Heartbreak", und diese Jungs machen keine Fehler und unterstützen das musikalische Konzept wie Cracks das halt tun - 100%ig, aber ohne sich in den Vordergrund zu spielen. Und Anouschka hat das als Bandleader natürlich auch im Griff.
Textlich geht es wieder um die (enttäuschte) Liebe und auch ganz direkt um Lust (man kann das Wort 'anonym' so aussprechen, dass aber auch ganz sicher nicht unklar bleibt, was da anonym ablaufen soll!). Das ist eingepackt in wundervoll sanften Pop (Silently), der raffiniert strukturiert ist und sich passend zum Text aufschwingt, oder durchaus in zupackendem Rock mit (leider nur) kurz-knackigem Gitarrensolo der Sonderklasse (So Why? - "Guess I love you like rock'nroll, 'cause whatever I do I can't let go … I believe that love is worth fighting for". Wobei der langgezogene Ton auf 'for' eben wieder so ganz leicht schräg …). Höhepunkt (ha!) ist natürlich der programmatische Lust-Track, und gleich zweimal wird der Lust gefrönt - einmal auf classic rock-bedruckten Laken, einmal auf modern rockigen solchen mit Samples. "I'm not that innocent … I just wanna feel your heat, I'm in the mood for lust" - und die Wah-wah Gitarre untermalt das lasziv - so direkt hat das seit
John Lee Hooker und
Bonnie Raitt keine mehr formuliert und gespielt, und der Track hier halt jedem Vergleich stand.
Damit kein falscher Eindruck entsteht - die traut sich was, die Frau, aber das ist hier kein Porno oder ähnliches - sie hat einfach genug Selbstvertrauen, auch solche Songs zu machen. Letztlich ist das nur ein Tick direkter als Good Girl Gone Wild auf "Heartbreak".
Was meinte ich mit "sie will es wissen"? Die Songs sind allesamt einen Tick runder und perfekter produziert als auf "Heartbreack", eben massenkompatibler - ohne dass das flach wird. Aber man kann wundervolle Musik machen, und keiner hört zu oder bucht eine, weil man ein Risiko ist -also, was soll's dann? Folglich macht man sich auf, das Publikum nun endlich davon zu überzeugen, dass man wirklich gut ist - und dabei bleibt vielleicht etwas Originalität auf der Strecke. Aber wirklich nur ein bisschen - und hat man nicht letztlich
QUEEN bei deren drittem Album gleiches vorgeworfen? Hat man - und da war Killer Queen drauf! Also - das hier ist GUT!!
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