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| Shetar, Mad As Hell Productions, 2010 |
| Alex Conti |
Guitars, Voices #8 |
| Peter Kumpf |
Drums |
| Matthias Ulmer |
Keyboards | |
| Raoul Walton |
Bass |
| Gäste: |
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| Hugo Egon Balder |
Piano #10 |
| Uli Salm |
Bass |
| Produziert von: Alex Conti |
Länge: 52 Min 30 Sek |
Medium: CD |
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| 1. You Might Need Somebody | 6. From A Distance |
| 2. Black Velvet | 7. Hung Up |
| 3. Nothing Compare 2 U | 8. Chain Reaction |
| 4. Vogue | 9. Open Your Heart |
| 5. Street Life | 10. Bei Mir Bist Du Schön |
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Wieder mal ein netter, älterer Herr, der von dem CD Booklet mit Altersweisheit schmunzelt - genau wie der gute Paul Vincent. Und wieder einmal ist hier nicht der gitarristische Overkill angesagt, den Alex Conti sicherlich auch produzieren könnte (und hat, man höre etwa ROCKSHIP, die Kollaboration mit Inga Rumpf, oder viele andere seiner Produktionen an und natürlich auch LAKE an), sondern Conti huldigt seinen Heroinen der Sangeskunst, vor allem Madonna mit drei Titeln, weil - wie Conti im Booklet selber sagt - sie für ihn "die Kombination von Sinnlichkeit und Melodie ist, die Weiblichkeit schlechthin" - nein, das steht da wirklich (das Booklet hat noch einen zweiten Teil, und der ist von einem erfahrenen Kollegen, einem der GOOD TIMES Redakteure schlechthin, verfaselt - der ist zwar auch nicht mehr jung, aber er brauchte wohl … ).
Also hat Herr Conti seine alte Gitarre und seinen Verstärker ausgepackt, die Röhren poliert, und im Sinne vom alten Hank Marvin, dem Stratocaster King der Shadows, und Ricky King (u.a. 20 Welthits im Gitarrensound, 1978) diese Tracks mit einer handverlesenen Combo - mit Matthias Ulmer (Heinz Rudolf Kunze Band, Anyone's Daughter), Raoul Walten (Westernhagen, Kunze, Anyone's Daughter, Mitteregger & Friends), und Peter Kumpf (Anyone's Daughter, Leo Sayer, Harold Faltermeyer) - ohne Vocals nachgespielt - sozusagen "A Tribute To". Bei Bei Mir Bist Du Schön spielt Hugo Egon Balder am Piano mit. Dolle Sache…
Bitte erwarte jetzt niemand einen gegen den Strich gebürsteten oder sonst wie überhöhten Output, der den ursprünglichen Werken eine neue Dimension oder neue Elemente hinzufügt - Werktreue ist weitestgehend angesagt. Nur in Bei Mir Bist Du Schön mit einem arabisch-perkussiven Mittelteil sowie einer allerdings ziemlich verschnarchten Gitarre ( das "schöne Spiel" wird hier wirklich auf die Spitze getrieben) und in You Might Need Somebody, Black Velvet und dem Tränenbringer Nothing Compares …. mit perlenden Gitarrenlinien ist das etwas anders.
Kann man goutieren, wenn man gemeinhin Tributes und Instrumentalmusik liebt und einen Sinn darin zu sehen vermag, Popsongs, die um Vocals herum maßgeschneidert wurden, ohne diese zu replizieren. Aber ich will gar nicht weiter ausholen, nur so viel: ich höre oft, abends etwa und als Hintergrundrauschen bei anderen Tätigkeiten, den Sender DELUXE MUSIC (so wie eben jetzt). Der ist auf Lounge Versionen von solchen Tracks wie Highway To Hell, Soft Jazz und Soul, Big Band und ähnlichem eingestellt, und dient eigentlich nur dem Zweck, die eigene Lounge Musik an den Mann zu bringen. Der Sender hat aber dankbarerweise keine nervigen Witzigsprecher zu bieten, und ist zu gewissen Zeiten genau das, was der Doktor verordnet, um sich ruhig zu stellen und bietet oft ganz Erstaunliches - auch Lounge und Verwandtes ist nicht immer nur Relax-Schlamm für cool hinter herunterhängenden Augenlidern in die Gegend blinzelnde Popper zum Abhängen.
Shetar ('weibliche' Guitar - laut Alex) war hier auf Heavy Promotion.
Und nur wenn ich in dieser gaaanz ruhigen Stimmung bin, gelingt es mir, die CD ganz anzuhören. Dann machen insbesondere die ersten Tracks halbwegs Spaß, weil die eben einfach wirklich gut komponiert sind. Ist aber gut jetzt, Herr Conti, mit den Shadows und dem Back-To-the-Roots Gitarrengeplänkel und dem 'reinen Sound'- bitte!
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