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| Hand Of God, Eigenvertrieb, 2008 |
| Elliott Moses |
Vocals, Guitar |
| Chuck Burns |
Guitar |
| Art Mccauley |
Bass |
| Chris Andrews |
Drums |
| Produziert von: U.T.O.D.P. |
Länge: 39 Min 53 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Move It On Over | 6. Bite The Apple |
| 2. Ride With The Devil | 7. Big Britches |
| 3. Shake Them Blues | 8. Get On Home |
| 4. The Man | 9. Hand Of God |
| 5. Cold Like The Winter | |
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Das ist ja mal originell: Eine Band aus Detroit mit Detroit-Sound. Haha. Und falls in den folgenden Zeilen der Name irgendeiner Band aus, ufff, Detroit auftauchen sollte, denkt bitte immer daran, dass Detroit nicht nur eine hart rockende Historie hat, sondern auch Gegenwartsbands wie THE MUGGS vorweisen kann (die beiden Bands kennen sich übrigens gut). Klar, die MUGGS und UNIVERSAL TEMPLE OF DIVINE POWER verkaufen in 10 Jahren zusammen so viele Scheiben wie früher Ted Nugent an einem trüben Montagvormittag, aber sagt das etwas über die Qualität der Musik? Eher stutzig macht die Ansage der Band, dass man sich dem Blues, Soul und Rock der Vergangenheit verschrieben hat. Gibt es nicht schon genügend Retro-Bands, die verblüffend eintönig auf zigtausendmal gehörten Standardriffs und Songs von der Black List jedes geistig noch aktiven Altfans herumreiten und am Samstag im Club den Hoochie Coochie Man zu Tode würgen? Kann eine Katastrophenstadt wie Detroit im Jahr 2009 zwei hochklassige Hard Rock Bands hervorbringen? Kann sie, denn einmal mehr bewahrheitet sich die These, dass vor allem in harten Zeiten wirklich ehrliche harte Musik mit Wiedererkennungswert gemacht wird. Versteht ihr? Nix zu fressen, aber die Verstärker auf Anschlag! Kein Geld für den Friseur, aber die Arme bis zum Hals tätowiert. Ja, so funktioniert Rock & Roll seit Jahrzehnten, so wird er immer funktionieren. Bei der Band mit dem furchtbaren Namen klappt es auch. UNIVERSAL TEMPLE OF DIVINE POWER ist so 100% am Zeitgeist vorbei und so 100% brachial rockend, dass man nach den knappen 40 Minuten japsend auf dem Boden kniet und um mehr fleht.
Das Quartet lässt keine Möglichkeit aus, den Helden der Vergangenheit die Schaufel auf den Schädel zu hauen - und das ist gut so. Es ist keine Oldieshow, kein Plagiat von irgendwas, hier stehen vier vom Wetter und den sozialen Umständen gegerbte Typen und beweisen, dass man problemlos auch im Jahr 2009 toben kann wie 1972 HUMBLE PIE, CACTUS und all die anderen Exzessrocker aus der großen Zeit der lauten Gitarren und des beinharten Boogie. UNIVERSAL TEMPLE OF DIVINE POWER sind dabei nur schwer vergleichbar mit den Briten THE ANSWER, gar nicht mit den diversen AC/DC-Nachfolgern, eher mit FIREBIRD, die ebenfalls dem Straßendreck zugeneigt sind. Mensch, merkt ihr was? Es gibt wieder haufenweise tolle Bands für uns olle Rock'n'Roller! Da sollte man zugreifen, bevor die Jungs vor lauter Hunger aufgeben.
Nehmt den Titelsong (übrigens eine klare Verbeugung vor..., findet es selbst raus) oder den Melodieshuffle Cold Like The Winter oder oder oder und rockt euch die Scheiße aus dem Leib. Lasst euch vom Boogie platt walzen und von den zweistimmigen Gitarren das Hirn waschen, headbangt euch die grauen Haare vom Schädel, es könnte das letzte mal sein, dass ihr die Gelegenheit dazu habt. Lasst euch von Elliott Moses anschreien, spielt die zweistimmige Luftgitarre und denkt daran, dass eure Eltern diese Musik als Affengebrüll tituliert haben, dann erkennt ihr auch wieder den Wert von echtem Rock & Roll wie diesem hier.
Eines muss klar sein: Weder Steve Marriott noch John Bonham, Tim Bogert, Jimmy Page oder wer auch immer soll auf "Hand Of God" erreicht oder übertroffen werden, diese und viele andere Menschen sind Helden der UToDP, aber der Kampf mit der Hand Gottes findet heute und nicht vor 38 Jahren statt. Und falls ihr zu alt seid für richtigen Hard Rock und lieber Gary Moore hört, dann gebt die Scheibe euren Kindern, die werden sie angemessen würdigen.
Zugegeben, das Cover ist sehr simpel und wenig informativ, aber die Soundware ist der Rock'n'Boogie-Tipp des Quartals. UNIVERSAL TEMPLE OF DIVINE POWER rocken dich blöd. Und zwar mit Niveau. Was will man mehr?
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