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| Can I Dream Again?, Mab Records, 2008 |
| John Tierney |
Vocals, Guitars |
| PJ Tierney |
Lead Guitars |
| Dan Clark |
Bass |
| Paul Thierney |
Drums |
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Länge: 52 Min 08 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Intro | 7. Change |
| 2. Can I Dream Again? | 8. Make It |
| 3. Beautiful Today | 9. Downing Man |
| 4. Stranger | 10. Stay Awhile |
| 5. This Life | 11. Onto Better Days |
| 6. New Dawn Waiting | 12. Promised Land |
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Da brodelt sich etwas Heftiges aus dem Raum Birmingham, England, zusammen. Die junge Formation heißt schlicht UXL und wartet stellenweise mit einem dermaßen vollen und satten Sound auf, dass den alten Hasen Hören und Sehen vergehen dürfte. Ich bin beeindruckt ob der gelungenen Kompositionen aus dem Genre des New Rock, oder wie auch immer man es nennen will, wenn eine Band mit so viel Power und Drive startet. Das erinnert an U2 in ihren jungen Jahren. Vor allen Dingen der Gitarrensound, der bei weitem nicht mit so viel Delay angereichert wurde, aber auch der erst 19-jährige Leadsänger John Tierney, einer von drei Brüdern in der Band, hat die Wucht und den Elan eines Bono, als dieser noch grün hinter den Ohren und vollkommen unbekümmert war.
Für mich stellen UXL das britische Pendant zu der US-amerikanischen Formation RED dar, die mit "End of Silence" ein ähnlich packendes und dynamisches Album vorgelegt haben. Es kommt also nicht von ungefähr, dass man zum einen bereits in den USA und Kanada getourt hat, und auch für keine geringeren Größen wie WISHBONE ASH und jüngst MAGNUM auf deren "Princess Alice-Tour" eröffnen durfte.
Obwohl nicht im Etat mit einem Keyboard ausgestattet, bedient man sich hin und wieder für die Soundverdichtung der Tasten. Dennoch ist und bleibt "Can I Dream Again?" ein Album, bei dem der Schwerpunkt auf den Gitarren liegt. Schon im Titeltrack braten die Klampfen und öffnen uns die Schnürsenkel. Und mit dem leicht in der Popmusik angelehnten Beautifil Today geht man dem Vergleich mit U2 eben nicht aus dem Weg. Erstaunlich, wie eigenständig UXL bleiben und die angegebene Kleidergröße nicht zu groß ist. Die größte Gefahr, die ich befürchtete, ist ebenfalls ausgeblieben: Hier herrscht keine Eintönigkeit.
Das eingebaute Saxofon in Stranger sitzt passgenau, genauso wie es in New Dawn Waiting gelingt, die Melodien schwebend zu präsentieren. Die gezeigte Aggression im Gesang hebt die Stimmung mit einfachsten Mitteln und das Ganze kommt vollkommen eingängig an. Man muss die Scheibe nicht oft hören, damit viel hängen bleibt, wobei die Kunst angewandt wurde, weder zu nerven noch schnell aus den Ohren zu kommen.
Auch die sanfteren Gitarren haben einen gewissen Charme (Change) und in Make It hauen uns die Briten den Pop um die Ohren, ohne zu viel Schmalz aufzulegen. Yep, das ist absolute Radiotauglichkeit und wird im Gesamtkontext des Albums von uns so akzeptiert, wobei mir persönlich Drowning Man wesentlich mehr zusagt. Die Instrumentierungen sind intelligent, haben Witz und Anspruch.
Wenn ein Silberling einer jungen Band so wenig Material für etwaige Beanstandungen liefert, dürfte klar sein, dass die Messlatte hoch aufgelegt wurde. Die Spannung wächst also, ob UXL mit einem Nachfolger drüber hüpfen können oder ob sie sich an ihrem eigenen Vorgänger den Schädel einschlagen. "Can I Dream Again?" ist an sich überhaupt nicht mein Metier, aber ich ziehe den Hut. Eine geile Scheibe, mit modernem und sattem Rock, und der Anstrich des Pop schadet keineswegs!
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