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So mancher Metal-Fan dürfte sich Anfang des Jahres verwundert die Augen gerieben haben, als die neue TROUBLE-CD "Simple Mind Condition" für Ende Februar angekündigt und Konzerte in Deutschland für den Monat Juni angesagt wurden. Weit über zehn Jahre mussten die Anhänger der Truppe auf neue Songs warten. Dem Reunion-Gig beim Rock Hard Festival im Juni 2003 folgte eine unerklärlich lange Funkstille.
TROUBLE, von ihren Fans und wohl gesonnenen Kritikern häufig als beste Doom-Metal-Band aller Zeiten bezeichnet, galten angeblich jahrelang als Vorbild der METALLICA-Gitarristen James Hetfield und Kirk Hammett, die vergeblich versuchten, den einzigartigen Gitarrensound des TROUBLE-Duos Bruce Franklin & Rick Wartell zu erreichen. Der Klang ihrer beiden Gibson Flying Vs blieb einzigartig, der massive Sound der Metal-Hippies wurde nie erreicht. Eric Wagners oftmals hoher, zuweilen weinerlicher Gesang in Verbindung mit den Saitenwänden Franklins und Wartells ergab einen unkopierbaren Gesamtsound, der bis heute für Gänsehaut-Feeling sorgt.
Trotzdem kamen TROUBLE unerklärlicherweise niemals über den Status eines hochgelobten Geheimtips hinaus. Könnte man das Geheimnis des Musikgeschäfts mit einem Wort beschreiben, wäre der Begriff "Timing" wohl der zutreffendste Ausdruck. Zur rechten Zeit am richtigen Ort waren die in Chicago beheimateten TROUBLE vielleicht nie. Erfolg oder eben auch Misserfolg hängen häufig von Kleinigkeiten wie einer zufälligen Bemerkung (z.B. ein Hör-Tip), einer Laune oder dem beiläufigen Hören eines Songs im Autoradio ab.
TROUBLE sind wieder zurück. In einer Form, wie man sie sich besser nicht wünschen kann.
Der Rückblick
TROUBLE, die Gruppe um den Sänger Eric Wagner und die beiden Gitarristen Bruce Franklin und Rick Wartell, wurden bereits 1979 im nordamerikanischen Chicago gegründet. Ihre Musik entwickelte sich über die Jahre von einem zähen Doom-Metal, der unüberhörbar von BLACK SABBATH inspiriert schien, hin zu einem Riff-orientierten Power Metal mit starken psychedelischen Einflüssen. TROUBLEs Karriere wurde stets von Gerüchten um Drogen begleitet. Anfangs als Kiffer-Combo noch eher belächelt, munkelte man später eher von einer Gruppe inzwischen stahlharter Drogenköpfe. Der angeblich exzessive Drogenkonsum der Musiker schien nicht nur für den allmählich vollzogenen musikalischen Stilwandel verantwortlich zu sein, vielmehr machten Insider diesen für interne Streitereien verantwortlich, die Anfang 1996 zum vorläufigen Split der Band führten.
1984 wurde Brian Slagel, Chef des "Metal Blade"-Labels auf TROUBLE aufmerksam und ermöglichte ihnen einen Beitrag zum vierten "Metal Massacre"-Sampler beizusteuern. Der Song The Last Judgement erhielt sehr gute Resonanzen, woraufhin Slagel der Band einen Plattenvertrag anbot.
Im gleichen Jahr erschien mit ihrem Debut "Trouble (Psalm 9)" ein Album, das nicht nur düsterer als die Werke der mittlerweile nahezu bedeutungslosen BLACK SABBATH, sondern auch wesentlich härter als die Platten diverser Genre Kollegen im Doom-Metal ausfiel. Die christlichen, überwiegend depressiven Texte übten auf die Jünger dieser Musikrichtung einen zusätzlichen Reiz aus und ließen den US-Fünfer schnell zum Vorbild für nachfolgende Musiker-Generationen werden. Tracks wie The Tempter oder Bastards Will Pay zählten fortan zum Live-Repertoire.
Im Jahr darauf stand mit "The Skull" bereits das zweite Werk in den Läden, was in der Folgezeit wie der Erstling einen legendären Ruf erwerben sollte. Allerdings eher im sogenannten "Untergrund", die breite Käufermasse ignorierte die Gruppe regelrecht. TROUBLE liebte oder haßte man. Wie schon auf "Trouble (Psalm 9)" fiel der vorwiegende Teil des Materials erneut schleppend langsam, wenn auch vergleichsweise hart und extrem aus. Ein Glanzstück der Scheibe sollte das fast zwölfminütige The Wish werden, welches außer schwerfälligen, düsteren Riffs ausnahmslos christlich ausgerichtete Texte zu bieten hatte und durch schnelle Breaks und akustische Parts Glanzlichter setzte. Pray For The Dead und Truth Is - What Is wurden schnell zum festen Bestandteil der Konzerte. ("Trouble (Psalm 9)" und "The Skull" erschienen 2006 als Re-Release mit Bonus-Material)
Nach einer längeren Pause erschien Ende der Achtziger das Album "Run To The Light". Zuvor war mit dem Bassisten Ron Holzner ein neuer Mann am Tieftöner eingestiegen. Die musikalische Richtung wurde nach wie vor beibehalten, die Songs fielen mehrheitlich langsam, heavy und komplex aus. Der ultraschwere Lavasound der ersten drei Veröffentlichungen bescherte der Band zwar einen hohen Kultstatus, während die Alben sich jedoch nach wie vor nur schleppend verkauften. Thrash- und Hair-Metal dominierten die Szenerie, während TROUBLE weiterhin ein Schattendasein fristeten.
Drummer Jeff Olson hatte die Gruppe bereits nach dem zweiten Album verlassen. Nicht nur bedingt durch den neuen Schlagzeuger Barry Stern sollte sich die Ausrichtung der neuen Songs ändern.
Mittlerweile hatte man einen Kontrakt bei Def American, dem Label des US-Produzenten-Gurus Rick Rubin, unterschrieben und gab seinen Einstand 1990 mit dem selbstbetitelten "Trouble". Die Songs wurden zugänglicher sprich das Tempo angehoben und verstärkt mit Melodien gearbeitet. Der neue psychedelische Einfluß fand in Titeln wie Psychotic Reaction seinen Niederschlag. Ihre internen Probleme thematierte die Band offen in dem Stück E.N.D., einer Kurzform für "Eternal Narcotic Depression". Der Track drehte sich unüberhörbar um den fatalen Schritt von Marihuana zu deutlich härteren Aufputschmitteln.
Sänger Eric Wagner stellte die Situation Jahre später in einem Interview anders dar. "The Skull" bezeichnete er als depressive Erfahrung, weil die Gruppe zu dieser Phase drogenmäßig hart drauf war. "Run To The Light" galt für ihn als konfus, da die Band-Mitglieder sich zu diesem Zeitpunkt schon innerlich von der Drogenkiste verabschiedet hatten.
Nach seiner Aussage kam der endgültige Bruch mit der vierten Platte, welche ja bedeutungsvoll gleich mit At The End Of My Daze begann. Zu diesem Zeitpunkt (1990) betrachtete er seine Kollegen und sich als drogenunabhängig. Die Folge dessen waren eine Veränderung von Musik und Texten, wobei diese zwar an der ursprünglichen Sichtweise festhielten, tendenziell jedoch positiver ausfielen.
Rick Rubin hatte aus TROUBLE nach deren knapp dreijähriger Pause eine wahnsinnige Leistung herausgeholt. Die vorhandenen Fähigkeiten innerhalb der Gruppe wurden perfektioniert. Das Album klang im Vergleich zu seinen Vorgängern wesentlich konsequenter produziert, durch ausgeklügelte Arrangements kam das überragende Songmaterial erheblich besser zum Tragen. Die Gitarren blieben ungeheuer kraftvoll, allerdings setzte man fortan auch mehr auf schnellere Riffs. Die Gitarrenduellisten Bruce Franklin und Rick Wartell boten neben rigider Power auch filigrane Melodien in einem.
"Trouble" enthielt ein Highlight nach dem anderen. Brecher wie R.I.P. und Black Shapes Of Doom standen einträchtig neben dem überlangen, depressiven The Misery Shows (Act II), bei welchem die Gruppe ihren Sinn für wunderschöne Melodien erstmals konkret auslebte.
In Deutschland wurde "Trouble" von der Phonogram vertrieben. Zwar besaß man jetzt einen Major-Deal, doch die Plattenfirma schien sich nicht sonderlich für die Band zu interessieren. Ein dementsprechendes Engagement war die Folge.
Nachdem man sich 1990 von seinen Wurzeln gelöst und sich vom lupenreinen Doom Metal verabschiedet hatte, konzentrierten sich Eric Wagner und seine Weggefährten auf einen derart fetten Sound, dass der Begriff "Gitarrenwand" neu definiert werden musste. Mit "Manic Frustration" (1992) erschufen sich die Chicagoer ihr eigenes Denkmal. Zu einer Zeit, in welcher der Grunge seine Triumphe feiern durfte, ließen TROUBLE mit ihren Riffs den Putz von der Decke bröseln. Erneut unter der Regie von Rick Rubin hatte die Gruppe ein noch weiter in Richtung "Psychedelic" gehendes Werk eingespielt, bei dessen Hören man ehrfürchtig auf die Knie sinken mochte. Was heutzutage alles unter dem Begriff "Stoner Rock" firmieren darf, wurde seinerzeit regelrecht weggeblasen. Die Wirkung hält bis in diese Tage an, denn niemals wieder wurde diese Einträchtigkeit von unschlagbaren Melodien mit BEATLES-Einschlag (Tragedy Man, Hello Strawberry Skies, Memory's Garden) und gnadenloser Power erreicht. Seinen Sinn für zeitlos schöne Melodien lebte der Fünfer mit Rain aus, welches nahtlos an The Misery Shows vom Vorgänger anknüpfte.
TROUBLE hatten sich auf "Manic Frustration" endgültig von ihren doomigen Wurzeln getrennt und ihre trockenen, knüppelharten Riffs mit Anleihen bei den Fab Four vermischt. Die Band aus Chicago ging konsequent ihren Weg weiter, ohne an ursprünglichem Reiz oder Durchschlagskraft zu verlieren.
Ein gewisser Hippie-Touch blieb vorhanden, doch anstatt trödelig einer Dreiblatt-Huldigung nach der anderen zu frönen, wusste man die Leute nach wie vor zum Schwitzen zu bringen. Vom ersten Track Come Touch The Sky an gab es die fettesten Rhythmusgitarren in Abwechslung zu wuchtigen, melodischen Soli. Zum Schluß zeigte Breathe ... mit seinen verhallenden Gitarren und Anleihen bei DONOVAN (Atlantis) noch einmal auf, dass die Gruppe ihr Spektrum inzwischen enorm erweitert hatte.
Frontmann Eric Wagner erwähnte später, dass man auf "Manic Frustration" ein gewisses Konzept verfolgte. Songs wie Tragedy Man und Memory's Garden umrissen eine Story über einen Typen, während Hello Strawberry Skies und der Titeltrack Manic Frustration von diversen Lebensphasen berichteten, welche er durchleben musste. Depressiv wurde es dann am Ende (Breathe ...), als es "... it's time to leave ..." hieß.
Die Saat war ausgelegt, doch die verdienten Früchte ihres Schaffens blieben TROUBLE verwehrt. Als Headliner tourte man im Dezember im Rahmen der sogenannten "X-Mas-Festivals" mit CROWBAR, THE OBSESSED, CATHEDRAL und NAPALM DEATH durch Deutschland. Für diese enorm wichtigen Dates wurde die Gruppe allerdings erst im letzten Moment bestätigt. Offensichtlich gab es Abstimmungsprobleme zwischen der Phonogram in Deutschland, dem Ableger in England und TROUBLEs Management im kalifornischen Los Angeles. Finanzielle Rangeleien schienen eine nicht unerhebliche Rolle zu spielen und TROUBLE wurden zu den Leidtragenden. Eine eventuelle Tour durch Europa als Co-Headliner mit PANTERA, mit denen man zuvor in den USA unterwegs war, blieb auf der Strecke.
Wirtschaftliche Gründe ins Feld zu führen grenzte zu jener Zeit an ziemliche Dummheit, denn Anfang der Neunziger durfte trotz allgemein sinkender Verkaufszahlen eine Zunahme von Tourneen beobachtet werden. Für einen Act wie TROUBLE, der kaum in den Medien vorzufinden war, sollte das verheerende Folgen nach sich ziehen. In Europa trotz Kultstatus kaum vertreten, reichte es zuvor gerade einmal zu einem Auftritt beim Dynamo Open Air 1990 im niederländischen Eindhoven und einigen Gigs als Support von DIO in Großbritannien.
Nach einem weiteren Auftritt beim Dynamo 1993 feuerte man den Manager und beendete den Deal mit Def American. Erste Zweifel am Fortbestand der Gruppe tauchten auf. Im Rahmen einer kurzen Deutschland-Tour 1994 konnten TROUBLE allerdings auf ganzer Linie überzeugen. Die Band in der Besetzung Eric Wagner (Vocals), Rick Wartell (Guitars), Bruce Franklin (Guitars), Ron Holzner (Bass) und Barry Stern (Drums) räumte auf ganzer Linie ab und ließ sich auch nicht von den mangels ausreichender Promotion schlechten Besucherzahlen schocken.
Die in den Hallen verkaufte, selbstfinanzierte Mini-CD "One For The Road" (Auflage: 1.500 Stück) konnte auf ganzer Linie überzeugen. Der während der Konzerte aufgeführte Opener Goin Home ließ auf weitere Großtaten hoffen. Die rauen Aufnahmen präsentierten Heavy Metal in Reinkultur. Das vergleichsweise sperrige Requiem (den Song hatte Wagner über eine einige Zeit zuvor verstorbene nahe Verwandte geschrieben) und das alles niederrockende Doom Box bildeten weitere Mega-Tracks.
Obwohl sich das Quintett als kompakte Einheit präsentiert hatte, erhielt Drummer Barry Stern kurz nach Beendigung der Konzertreise seine Papiere. Jeff Olson, der bereits die ersten beiden Platten eingetrommelt hatte, war nach einer Phase des Austestens diverser Drummer fortan wieder mit an Bord.
Nach dem von der Band unverständlicher als Desaster empfundenen Zeitraum mit Rick Rubin hatte man plötzlich die Wahl zwischen vier Angeboten. TROUBLE entschieden sich für das Independent-Label "Bullet Proof Records" und spielten das Album "Plastic Green Head" (1995) ein. Da wo "Manic Frustration" einen Meilenstein in der Verbindung zwischen düsterem Heavy Rock und Psychedelic bildete, ging "Plastic Green Head" deutlich hörbar zurück zu den musikalischen Anfängen der Band. Der Longplayer fiel zwar relativ hart aus, die Magie der Veröffentlichungen aus der "Rubin"-Ära blieb allerdings auf der Strecke. Dennoch durfte die neue CD beileibe nicht als schwaches Album betrachtet werden. Tonneschweres Riffing und der prägende Gesang Eric Wagners ließen die Band nach wie vor in der ersten Metal-Liga verweilen. Allein die beiden ersten Tracks Plastic Green Head und The Eye bildeten wahre Schwermetall-Killer. Das ein weiteres Mal aufgenommene Requiem klang zwar etwas polierter als die Version auf "One For The Road", allerdings lag das Niveau nach wie vor um Lichtjahre über jenem der Genre-Kollegen.
Die Band sollte sich trotzdem nicht von ihrem Dasein als Außenseiter befreien können. Es wurde allmählich müßig, nach Gründen dafür zu suchen. Fette Gitarren, doppelläufige und unwiderstehliche Harmonien sowie Eric Wagners weinerliche, charakteristische Stimme hatten sich mittlerweile zu einem beeindruckenden Gesamtwerk gesteigert, dass in der Musikwelt auf zumeist halbgaren Nu Metal und Kinder-Punk stieß.
TROUBLE schienen voraus zu ahnen, dass ihre Zukunft keine goldene Natur aufweisen sollte. Der Titelsong Plastic Green Head handelte vom Establishment und jenen Leuten, die einem Geld vor die Nase halten, damit man macht, was sie wollen. Trotzdem sieht man die sogenannte "große" Kohle nie.
Es gab immer noch eine Reihe von absoluten Highlights zu verzeichnen. Das auf Eric Wagner bezogene Opium Eater, was sich um die Schreibversuche von Texten handelte, überzeugte mit Wah-Wah-Gitarren und die folgenden Hear The Earth, Another Day oder Long Shadows Fall bildeten alles zermalmende Metal-Dampfwalzen. Das BEATLES-Cover Tomorrow Never Knows (von deren '66er Album "Revolver" stammend) zeigte die Gruppe erneut in ihrem psychedelischen Element, allerdings vom härtesten Kaliber. Nachdem man gemeinsam mit MASSACRA und ANATHEMA Ende '95 eine Tour durch die deutschen Lande absolviert hatte, lösten sich TROUBLE im Februar 1996 auf. Zu diesem Zeitpunkt waren die Musiker untereinander vollkommen zerstritten.
("Plastic Green Head" ist in der Zwischenzeit wie "Psalm 9" und "The Skull" als Re-Release mit Bonus-DVD erschienen)
Sänger Eric Wagner schloß sich dem Projekt LID an und veröffentlichte rund zwei Jahre nach dem Split ein Album namens "In The Mushroom", das allerdings, wie er danach selber zugab, im Vergleich mit den großartigen Veröffentlichungen seiner alten Band eher ein unnötiges Unterfangen darstellte.
Bassist Ron Holzner hatte sich nach dem Auseinanderbrechen TROUBLEs mit Dave Chandler von SAINT VITUS zusammengetan und das Unternehmen DEBRIS INC. ins Leben gerufen.
Bruce Franklin startete 1999 mit KING'S X-Frontmann Doug Pinnick das kurzlebige, erfolglose SUPERSHINE-Projekt.
Es sollten noch drei weitere Jahre vergehen, bis Wagner gegen Ende 2001 seine ehemaligen Mitstreiter anrief und ihnen die Idee einer Wiedervereinigung unterbreitete. Wider Erwarten waren seine Ex-Kollegen sofort Feuer und Flamme. Die folgenden ersten gemeinsamen Sessions nach über einer halben Dekade verliefen verheißungsvoll, die alten Songs entfachten ihre Magie bereits wieder im Proberaum. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sich die ehemaligen TROUBLE-Mitglieder hauptsächlich mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser gehalten, um sich und ihre Familien durchbringen zu können. Einer hatte als Koch gejobbt, ein anderer als Lkw-Fahrer. Somit war es letztlich nicht nur die pure Begeisterung über die Musik, welche die Band erneut zusammen kommen ließ. Man hatte im Prinzip nichts anderes gelernt außer dem Job eines Musikers.
Im Juni 2003 traten TROUBLE in der Besetzung Eric Wagner (Vocals), Bruce Franklin (Guitars), Rick Wartell (Guitars), Chuck Robinson (Bass) und Jeff Olson (Drums) mit einer Reunion-Show beim Rock Hard Festival in Gelsenkirchen auf. Der Europa-Trip war als Dankeschön an die europäischen Fans gedacht. Auf dem alten Kontinent hatten die Chicagoer trotz aller Widrigkeit in Sachen Touren und Vertrieb der Alben stets eine kleine, aber treue Fangemeinde. Die Kritiken zum Gig fielen durchweg positiv aus, doch welchen Stellenwert man mittlerweile innehatte, bewies der Zeitpunkt des Auftritts um 16.30 Uhr am Nachmittag. Ron Holzner hatte die reformierte Band einige Monate zuvor ohne nähere Begründung verlassen. Seinen Platz nahm fortan Chuck Robinson ein, welcher zuvor der TROUBLE-Roadcrew während einer Tour mit CATHEDRAL angehörte und Erfahrungen als Musiker in einer Band namens THIS TORTURED SOUL sammeln konnte.
Im Sommer 2003 hatte man fünfzehn neue Songs zusammen. Der Albumtitel stand bereits ebenfalls fest - "Seven", benannt nach der Anzahl der TROUBLE-Scheiben. Das Material war komplett geschrieben und arrangiert, das Studio quasi auf Abruf reserviert, der geeignete Mann für den Posten hinter den Reglern gefunden, allerdings befand man sich zu diesem Zeitpunkt noch in Verhandlungen mit diversen Plattenfirmen ...
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