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| Ride Your Life, Unsigned, 2010 |
| Axl |
Vocals |
| Mike |
Guitars |
| Mogy |
Drums | |
| Rider |
Bass |
| Produziert von: Maras Tomaz & Mike Pipenbaher |
Länge: 36 Min 18 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Ticket | 7. Big Time |
| 2. New Generation | 8. Baby |
| 3. Love Is For Fools | 9. Makin' Me Bad |
| 4. The One | 10. One Night Stand |
| 5. Ride Your Life | 11. Like The Way I Feel |
| 6. Eyes Of A Broken Man | |
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Das Land Slowenien ist auf meiner musikalischen Landkarte irgendwie nicht vertreten. Ich wüsste spontan keine Band, die mir da einfallen würde. Das wird sich jetzt aber ändern, denn mit Ride Your Life dreht sich bei mir im Player nun schon seit ein paar Tagen eine Scheibe aus eben diesem Land. Eingespielt von einer Band namens TOXIC HEART. Wenn ich das Bandfoto richtig interpretiere, würde ich sagen, dass die vier Jungs sich im besten Anfangzwanziger-Alter befinden und damit die Musik, die sie da spielen höchstens im Kinderwagen mitbekommen haben dürften. Denn TOXIC HEART spielen allerbesten Glam-Poser-Heavy-Rock, wie man ihn von Bands wie MÖTLEY CRÜE (ohne deren Coolheit), BONFIRE oder POISON (ohne deren Lässigkeit) her kennt. Hier und da funkeln noch die guten alten AXXIS durch und im Eröffnungssong klingt Axl am Mikro so, als hätte er eine Prise Mick Jagger eingeatmet. Interessante aber klar abgegrenzte Mischung das ganze hier.
Nun könnte man erschrocken die Hände überm Kopf zusammenschlagen und schreien "Och nöö!", muss man aber nicht, denn die Scheibe macht tatsächlich Spaß und den wollen sie mit ihrer Musik verbreiten (so orakelt es zumindest das Anschreiben der Band). Auch wenn der Sänger Axl heißt, hat er bei weitem nicht dieses keifende Organ seines weitaus bekannteren Namensvettern. Das ist aber nicht schlimm, denn die Stimme von unserem slowenischen Axl passt exzellent zu den Harmoniegesängen, die in den Refrains auf uns losgelassen werden. Dazu dann noch die cool riffende Gitarre, die sich mitunter auch traut, richtig geile Soli vom Stapel zu lassen, … - ich muss sagen, das Album hat tatsächlich jede Menge Potential. Ideen sind viele vorhanden, die Umsetzung ist bestens und somit steht einer guten Partyplatte nichts im Wege. Eigentlich befinden sich in der fetten halben Stunde keine Filler - allerdings auch noch nicht die richtigen Killer, aber man ist auf einem guten Weg. Wenn die Jungs sich jetzt live noch mehr erproben und sich hier und da trauen, der guten aber glatten Produktion ab und an ein paar Ecken und Kanten zu gönnen, dann sollte es bei der nächsten Scheibe noch ein bisschen besser werden. Die Songs einzeln hervorzuheben erübrigt sich. Wenn man gedanklich die eingangs erwähnten Bands alle in ein Cocktailglas schmeißt, gut verrührt und dann Schluck für Schluck wieder rausläßt, hat man in etwas eine Vorstellung von dem, was einem auf Ride Your Life erwartet. Und TOXIC HEART könnten durchaus ein Anwärter auf einem Platz beim Sweden Rock-Festival sein.
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