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| Tonight, Forefront Records, 2010 |
| Lil' Judah McKeehan, Toby McKeehan, John Cooper, Beckah Shae |
Vocals |
| Mike "Maj" Allen |
DJ Cuts |
| Cary Barlowe, Paul Moak, Michael Ripoll, Tim Rosenau, Sammy Silvester, Christopher Stevens , Justin York |
Guitar |
| Todd Lawton, Adam Nitti, Tony Lucido, Sammy Silvester |
Bass |
| Brian Haley, Wendell Henry |
Drums |
| Mike Payne |
Banjo |
| Tim Rosenau, Leif Shires |
Trumpet |
| Kenn Hughes |
Trombone |
| Christopher Stevens, Dave Wyatt |
Keyboards |
| Taylor Stevens |
Piano |
| Byron Chambers |
Talkbox |
| Jason Eskridge, Truett McKeehan, Siti Monroe, Gabriel Patillo, Ayiesha Woods, Jovaun Woods, Nirva Ready |
Background Vocals |
| Jesse Frasure, Toby McKeehan, Jamie Moore, Christopher Stevens, Dave Wyatt |
Programming |
| Produziert von: Toby McKeehan & Christopher Stevens |
Länge: 47 Min 43 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Tonight | 8. Loud'n'Clear (Trudog 10) |
| 2. Get Back Up | 9. Hey Devil |
| 3. Funky Jesus Music | 10. Wonderin' |
| 4. City On Our Knees | 11. Captured |
| 5. Showstopper | 12. Start Somewhere |
| 6. Changed Forever | 13. Break Open Sky |
| 7. Hold On | |
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Toby Mac heißt eigentlich Toby McKeehan. Aber unter Toby Mac kennt man ihn besser. Denn seine tiefen musikalischen Fußstapfen hinterließ er mit DC TALK. Das ist aber schon lange her. Seit 10 Jahren ist Toby nicht mehr mit seinen beiden Mitstreitern unterwegs. Mit den beiden, mit denen er über 8 Millionen Alben verkauft, diverse "Grammy Awards" abgeräumt hat und in den Staaten nicht mehr in die kleinen Hallen passte. Wo DC TALK auftauchten, da bebte der Boden, brannte die Luft, wurden schwitzende und glückliche Menschen nach den Konzerten in die Nacht entlassen. Und es ging rund auf der Bühne. Nun geht es Toby Mac nicht wirklich um den Erfolg sondern darum, dass er mit seiner Musik die Menschen weiterhin anspricht. So wie mit seiner alten Band - Erfolg ist schön, aber wenn man den Zuhörer ins Nachdenken, Grübeln und zum Verändern bringt, ist das mehr wert als alles andere. Erfolg hin, Erfolg her - richtig ist, dass er als Solokünstler auch nicht unerfolgreich ist. Sicherlich sind die Hallen nicht mehr ganz so groß und bisher gingen auch "nur" etwas mehr als 2 Millionen Alben von ihm über die Ladentheke, aber einen Grammy durfte er mit nach Hause nehmen. 3 Studioalben und eine Livescheibe hat uns der gute Mann seit den letzten 10 Jahren für den Player bereitet und veredelt uns das neue Jahr nun mit Tonight. Ich gestehe, dass Mr. McKeehan bisher an mir vorbeigerauscht ist. Irgendwie war mir auf den letzten Scheiben zu viel HipHop und zu wenig Rock vertreten. Das war mit DC TALK genau andersherum. Aber Tonight wurde so himmelhochjauchzend beworben, da konnte ich nicht anders, als sie mal anzufordern. Was soll ich sagen? Ich bin begeistert. Toby selbst bezeichnet seine Musik als Rap-Core und soll eine Mischung aus Rock, Metal, HipHop, Rap und ein bisschen Pop sein. Das ist eine ziemlich große Spannbreite und wird gerne auch als Crossover bezeichnet. Wobei man damit dann wieder eher Fred Durst und LIMP BIZKIT verbindet. Toby Mac ist allerdings breiter aufgestellt. In Tonight regieren die Gitarren, der wummernde Bass in Paarung mit den tobenden Drums. Das fängt schon sehr gut an. Get Back Up ist typisch amerikanisch, wobei ich gar nicht richtig beschreiben kann, was damit gemeint ist. Aber wenn man es sich anhört, weiß man, was ich meine. In Funky Jesus Music treffen die SPICE GIRLS auf die HipHopper BEASTIE BOYS, der Groove geht ins Bein und macht richtig Laune. City On Our Knees könnte durchaus von ONE REPUBLIC stammen.
Showstopper hat leichte Anklänge an Jesus Freaks von DC TALK. Sprechgesang und die treibenden Gitarren, untermalt mit den hämmernden Beats - hier wird nach vorne gerockt. Changed Forever fängt orientalisch an, verlässt diese Spur aber schnell wieder um sich zu einem exzellenten Dancefloor-Stück mit rockigen Anteilen zu entwickeln. Großes Kino! Hold On ist seiner Frau gewidmet, deswegen aber noch lange kein sich dahinschleppendes Liebeslied geworden. Loud'n'Clear (Trudog 10) ist für mich der Aspirant für das nächste Need For Speed Underground-Computerspiel. Da passt das mit seinen Vibes, Sounds und Samples bestens hin. Hey Devil groovt mit Dancebeats und treibenden Riffs wieder nach vorne. In Wonderin' werden die BEATLES verewigt. So könnten sie heute vielleicht sogar wirklich klingen. Captured entwickelt sich im Laufe seiner 3,5 Minuten zu einem wahren Abräumer. Start Somewhere mit leicht funkigen Einflüssen startet die letzten 10 Minuten eines spannenden Albums, das vor Stilmixen keine Scheu hat. Break Open Sky beschließt das Feuerwerk an guter Laune Musik mit Jamaikafeeling, bevor eine amerikanische Antwort auf HELGE SCHNEIDER Tonight beschließt.
Grundsätzlich sollten genreoffene Musikfans dieses Album anchecken. Es lohnt sich und gibt bei jeder Lauscheinheit Neues her.
Nun wäre Toby Mac aber nicht Toby Mac, wenn er nicht "music with a message" schreiben würde. Ihm ging es wie schon immer darum, dass Menschen ins Nachdenken über ihr Leben kommen. Dabei ist er nicht der Prediger in den endlosen Weiten des Musikuniversums. Vielmehr setzt er seinen Glauben an Gott in die Kraft der Musik, die ihm Antrieb für seine Arbeit ist. Er selbst sagt, dass er glaubt, Gott ein Lied benutzen kann, um Herz und Verstand anzurühren. Was wäre, wenn Menschen ihre Vorurteile überwinden und sich einander vorbehaltlos nähern würden? Wenn Liebe die Unterschiede überbrücken würde, die Menschen voneinander trennen? Gute Fragen, die jeder für sich nach dem Hören von Tonight vielleicht ein Stückchen weiter beantworten kann.
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