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Theory Of Elements

Faces

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Faces
Faces, Eigenvertrieb, 2007
Vincenzo Ferrara Vocals, Guitars
Martin Koralewski Keyboards
Matthias Weber Bass
Michael Zerrath Drums
Länge: 48 Min 30 Sek Medium: CD
1. Dark Fate5. Traveling
2. Seen Before6. Faces
3. Starchild7. Beautiful Sky
4. Shifting Stars8. In The End

Theory Of Elements Wir erlauben uns im Zuge dieser Besprechung einen Gang zurück ins abgelaufene Jahr 2007. THEORY OF ELEMENTS heißt die Band, die uns ihre in Eigenproduktion gefertigte und im Studio eingespielte Scheibe "Faces" zur Rezension vorlegt. 8 Songs aus der hauseigenen Schmiede, die fast überwiegend im progressiven Bereich angesiedelt sind, erhalten wir im Jewelcase mit Booklet. Seit 2005 ist die Band auf den Bühnen des Frankenlands unterwegs und bestrebt, nach Größerem zu greifen. Und es gab auch schon musikalische Ausflüge nach Polen.
Nun kann man die Einflüsse der großen Heroen wie DREAM THEATER und SPOCK'S BEARD ja nicht einfach weg diskutieren, aber dennoch erkennt man sehr schnell, dass THEORY OF ELEMENTS bemüht sind, ihre ganz eigenen und persönlichen Vorstellungen in der Musik geltend zu machen. Und das gelingt auch über weite Phasen. Mal sind sie knüppelhart, mal sind sie eingängig, melodiös, zart und zerbrechlich.
Das alles passt dafür gnadenlos ins Konzept, denn "Faces" ist das angebliche Ende eines 5 Jahre andauernden Findungsprozesses, wobei man sich schon zum jetzigen Zeitpunkt wieder auf einer gemeinsamen Erlebnisreise befindet, um neues Material für einen würdigen Nachfolger einzuspielen. Dabei hat sich das Line-up leicht verändert, auf "Faces" sitzt noch ein gewisser Michael Zerrath an der Bude. Der wurde inzwischen von Stefan Reitzammer ersetzt, wir wissen nichts über die Gründe der Trennung.

Die progressiven Einfärbungen schwanken zuweilen zwischen sanft anmutendem, aber verschachteltem Prog-Rock sowie eben typischem Prog-Metal. Hört man sich die drückenden Hammondsounds im Opener Dark Fate an, dann möchte man mutmaßen, dass zumindest der Tastenmann Martin Koralewski auch einen Hang zum bodenständigen Hard Rock der 70er-Jahre hat. Übernimmt das Piano die Regie, dann wird es oftmals sehr eingängig. Das kommt gut rüber, denn hier entfalten sich die Gitarrensoli von Vincenzo Ferrara ganz prächtig. Erfreulich ist, dass die Formation sich äußerst abwechslungsreich zeigt und nicht ständig auf ähnliche Sounds beharrt. Geradezu experimentell startet Seen Before, in dem Ferrara zudem beweisen kann, dass er ein guter Sänger ist.
Wir finden mit Starchild etwas zu viel an einfacher Ballade vor, jedenfalls für meinen Geschmack, doch schon mit dem folgenden instrumentalen Shifting Stars wird es wieder interessanter, denn wir hören einen sensationell knarzigen und knurrigen Bass von Matthias Weber. Hin und wieder wird, wie in Titeltrack Faces, recht straight gerockt, was die Musik von THEORY OF ELEMENTS für den einen oder anderen zugänglicher macht, wobei die Band in den Zwischenteilen ohrenscheinlich doch davor zurückscheut, alle melodiösen Schleusen zu öffnen und mit netten Verspieltheiten den Anspruch sofort wieder nach oben schraubt.
Die bereits genannten Götter des Prog-Metals DREAM THEATER findet man am deutlichsten in Beautiful Sky, wobei es noch nicht ganz gelingt, in der Gesamtheit der Komposition so zu fesseln wie die Formation aus New York. Das mag auch daran liegen, dass leichte Anleihen an den Neo-Prog zu erkennen sind.
In The End bietet zum Abschluss nochmals einen echten Vorgeschmack auf das, was von THEORY OF ELEMENTS noch kommen kann und hoffentlich auch kommen wird. Denn hier steckt enormes Potenzial drin und wir sind schon jetzt gespannt, wie sich dieses Projekt entwickeln wird. "Faces" ist ein anspruchsvolles und gutes Album geworden und als Debüt wirklich mehr als beachtlich.

Ralf 'Jogi' Ruhenstroth, (Impressum, Artikelliste), 16.08.2008

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