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| Flowing Portraits, ProgRock Records, 2008 |
| MArk Basile |
Vocals |
| Antonio Vittozzi |
Guitars |
| Lucio Grilli |
Bass |
| Luca Di Gennaro |
Keyboards |
| Antonio Mocerino |
Drums |
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Länge: 51 Min 28 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Dance Of The Waves | 4. Learning To Lose |
| 2. First Creature | 5. Regrets |
| 3. Inner War | 6. Tears Of Kalliroe |
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Die Band SOUL SECRET gründete sich im Jahr 2004 und spielte zunächst in Eigenregie ein Demo mit dem Titel "Never Care About Tomorrow" ein. Bereits hier entstand u. a. eine erste rohe Fassung von Inner War, welches sich nun auf der Debüt-Scheibe "Flowing Portraits" wieder findet.
Aber der Reihe nach: Zunächst gab es in der Folge noch mehrere personelle Umbesetzungen, und als man mit Michele Serpico am Gesang und Luca Di Gennaro an den Keyboards sein vermeintliches und endgültiges Line-up gefunden hatte, wagte sich die Formation auf die Bühne und konnte als Co-Headliner überzeugen. Endgültiges Line-up? Pustekuchen, hier singt jetzt MArk Basile (B.R.A.K.E., Ex-MIND KEY; damals schrieb er sich noch mit großem K im Mark, heute ist es das A, na ja. Red.). Immerhin ist der Junge im Heimatland Italien eine echte Hausnummer.
Aufgenommen wurde die Scheibe in den Orange Bug Studios in Neapel. Kein Geringerer als der THRESHOLD-Gitarrist Karl Groom zeichnet für das Mastering verantwortlich.
Wo kann man die Jungs nun vergleichsweise einordnen? THRESHOLD? Nein, ganz sicher nicht. Das meist strapazierte Wort in Sachen Progressive Metal scheint DREAM THEATER zu sein. Nein, das trifft es auch nicht, auch nicht aus der Verlegenheit heraus.
Die italienische Prog Metal-Formation TIME MACHINE trifft es da schon eher, in den härteren Graden sind es ELDRITCH, ohne dass auf "Flowing Portraits" wahre Speed-Metal-Salven abgefeuert werden.
Man sieht also, dass sich SOUL SECRET vorrangig im eigenen Land umschauen, um sich die eine oder andere Inspiration zu holen. Ein kluger Schachzug, denn so kann man dem Ruf eines ewigen Klons im Vorhinein aus dem Weg gehen, auf der anderen Seite erleichtert es die Sache ungemein, wenn die Band glaubwürdig und originell beim Hörer ankommen will.
Zu Beginn von Dance Of The Waves tritt der geneigte Hörer in den Klang-Kosmos von SOUL SECRET ein, nicht ahnend, dass ihm am Schluss eine gehörige Portion Power um die Ohren fliegt. Volle Keyboard-Teppiche, melodische Solo-Läufe, druckvolle Drums, grollende Bässe und gelungene Gesangsharmonien. Der Opener und die folgenden 3 Stücke bringen immerhin jeweils eine Spiellänge von 7 - 8 Minuten mit sich. Das ist schon so viel, dass man Gefahr laufen könnte, sich zu wiederholen oder langweilig zu werden. Damit haben die Italiener kein Problem, sie stückeln ihre Songs gekonnt. Unterschiedliche Atmosphären und Tempi, sehr passabel angerichtet, die niemals den Eindruck erwecken, dass einzelne Passagen uninspiriert aneinander gereiht wurden.
Doch auch der klassische Metal, mit einem Schuss Melodic, findet sich in der Mucke wieder. Bestes Beispiel dafür ist First Creature. Das Hauptanliegen dürfte nicht darin begründet sein, gute Laune zu verbreiten. Insbesondere die Keyboards sind für die Stimmung verantwortlich, die Gitarren treiben dagegen richtig voran. Die Songwriter haben in der Vergangenheit gut aufgepasst, denn obwohl ein Debüt, leistet man sich diesbezüglich keinen richtigen Ausrutscher. Einzig Learning To Lose offeriert da ein paar Schwächen, welche sich in den gewählten Powerchords zeigen, und das, obwohl die Synthie-Sololäufe erneut zu gefallen wissen. Die Nummer ist etwas zu lieb, zu gefällig und passt so nicht ganz ins Gesamtkonzept.
Schließlich trauen sich SOUL SECRET an einen richtigen Longtrack ran. Und genau dieser macht den Spaßfaktor insofern aus, als das dadurch mehrere Umläufe erforderlich sind, um den Track als Ganzes zu erfassen. Was gibt es Schöneres, als eine gewisse Langlebigkeit eines Albums durch versteckte Details zu erhalten? Nicht nur die orchestrale Overtüre hat es in sich, sondern die Musiker bieten noch mal alles, was sie drauf haben und vor allen Dingen die Trademarks, die sie auszeichnen.
Eine pure Lobeshymne? An sich ja, allerdings unter der Prämisse, dass es sich um Newcomer handelt. Erstaunlich, wie reif die Schose wirkt. Was fehlt, ist noch ein richtiger Kracher mit absolutem Wiedererkennungsfaktor, der in den Gehörgängen kleben bleibt. Kleine Mankos mache ich auch noch im Klangergebnis aus, da hat man entweder etwas an den Ohren gehabt oder schlichtweg geschlampt. Für die Zukunft ist noch mehr drin, und sollte es gelingen, die noch vorhandenen Störfaktoren zu beseitigen, werden sich SOUL SECRET möglicherweise zu einer international angesagten Prog Metal-Band entwickeln.
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