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Seven Steps To The Green Door

Step In 2 My World

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Step In 2 My World
Step In 2 My World, ProgRock Records, 2008
Marek Arnold Keyboards, Sax, Clarinet
Ulf Reinhardt Drums
Heiko Rehm Bass
Andreas Gemeinhard Guitars
Anne Trautmann, Ronny Grube & Lars Köhler Vocals
Länge: 65 Min 48 Sek Medium: CD
1. New Rising7. Paid For Glance
2. Stay Beside8. Moon Talks To Me
3. Step Into My World9. Rising Shore
4. Melissa10. Closer
5. My Lovely Mr. Singing Club11. Figures Out Of Clouds
6. Attract Me

Schon das Erstlingswerk "The Puzzle" aus dem Jahr 2006, auf dem SEVEN STEPS TO THE GREEN DOOR einen Mix aus Art Rock, Progressive Metal, Jazz, Rap und Pop präsentierten, überzeugte mich total. Auch andere waren offensichtlich von diesem Werk begeistert, denn immerhin sahnten sie bei den Deutschen Rock und Pop Awards in zwei Kategorien den ersten Preis ab.
Gegründet wurde die Formation 2004 von Marek Arnold, den die meisten sicherlich von TOXIC SMILE kennen, und Ulf Reinhardt (ex-MOTHER'S PRIDE & PROPHETS OF PRUNES). Was diese Band zu etwas besonderem werden lässt ist, dass sie, wie auch THE REASONING, drei Vokalisten dabei haben, zwei männliche und eine weibliche Stimme, ein weiterer Aspekt der für gehörige Abwechslung sorgt.

Ihrem Stil, nämlich sich keiner bestimmten Schublade zuordnen zu lassen, bleiben sie auch auf ihrem neuesten Werk "Step In 2 My World" treu. Schon der erste Song New Rising, bei dem phasenweise Hammond Orgel zu hören ist, verschlägt mir mit seinem symphonischem Aufbau den Atem. Mit dem zweiten Track Stay Beside wird einem sehr deutlich vor Augen geführt, dass sie auf diesem Output wesentlich progressiver vorgehen, als auf ihrem Erstlingswerk. Hier ist auch wieder Rap mit eingeflochten worden, jedoch klingt es nicht als Fremdkörper, sondern fließt hervorragend ineinander. Auch hat man Anne Trautmann einen größeren Part zugedacht, was ich sehr begrüße, denn sie hat eine äußerst angenehme Stimme und bildet beispielsweise zu den Rap-Passagen einen sehr schönen Kontrast.
In Step Into My World wummert der Bass ordentlich aus den Boxen, die Tasten liefern sich mit den Gitarren schöne Duelle und die Gesangsparts sind mal sanft, mal aggressiv wie im NuMetal und vor allem sind alle drei Vokalisten zu vernehmen. Für Entspannung hat die Truppe ebenfalls gesorgt und mit Melissa eine schöne Ballade eingebaut, in der zum Gesang schöne Pianoläufe aus den Lautsprechern dringen, jedoch ohne den Anschein zu haben, allzu schmalzig zu sein. Um noch mehr Abwechslung in die Musik zu bringen, serviert man mit My Lovely Mr. Singing Club eine schöne instrumentale Jazz-Nummer, bei der Marek Arnold am Saxophon sein Können zeigt. Die Truppe verschmilzt auf grandiose Weise die bereits erwähnten Stile, so dass es eine wahre Freude ist dem Silberling zu lauschen. Selbst Dixielandsound haben sie nicht gescheut, wie man in Paid For Glance vernehmen kann.
Ein wenig aus dem Rahmen fällt Moon Talks To Me. Nicht dass der Song schlecht wäre, denn es gibt auf diesem Output keinen schlechten, jedoch hätte man dieses Stück genauso gut auf dem nächsten TOXIC SMILE Album veröffentlichen können. Jedenfalls klingt T.S. total durch, was sicherlich am Gastsänger Larry B. liegt, der dort der Shouter ist und übrigens seit neuestem auch bei STERN-COMBO MEISSEN singt.
Bei Rising Shore hat man wieder Rap eingebaut und ich muss sagen, dass ich normalerweise kein Freund dieses Musik-Stils bin, jedoch bin ich von der hier gebotenen Kombination fasziniert. Bläserarrangements leiten aus dem Song raus und man muss der Truppe zugestehen, dass sie es verstehen, keine Langeweile aufkommen zu lassen.
Closer ist eine Ballade mit Rap-Einlage, wie man sie oftmals auf MTV zu sehen und zu hören bekommt, allerdings bin ich nicht in der Lage, Vergleiche aus der Rap-Szene zu benennen.
Eine Mischung aus Funk und Jazz wird auf Figures Out Of Clouds geboten. Tja, da ist noch ein unbetitelter Bonus Track, bei dem sich die Band von einer nicht ernst zu nehmenden lockeren Seite zeigt.

Liebe Leser, SEVEN STEPS TO THE GREEN DOOR ist mit "Step In 2 My World" ein kurzweiliges Album gelungen, das für mich zum Album des Jahres 2008 avanciert und das ich wärmstens empfehle.

[Frau K. hat mit ihrem Jahreshighlight 2008 tatsächlich bis zum 28. Dezember gewartet. Den Bandnamen des Jahres 2009 haben SSTTGD schon am 6. Januar fix. Grenzt echt an Körperverletzung. Red.]

Michelle Karayilan, (Artikelliste), 28.12.2008

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