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| timetravellersexmachine, CoraZong Records, 2008 |
| Seán Walsh |
Guitar, Vocals, Bluesharp, Kazoo |
| Kai Liebrand |
Bass, Church Organ, Hammond, Accordion, Backing Vocals |
| Edwin van der Burgt |
Drums, Glockenspiel, Additional Percussion |
| Gäste: |
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| Matthijs Blom |
Vintage Synth Effect |
| Yvo van Germert |
Additional Backing Vocals |
| Jan Vugts |
Sousaphone (One More For The Happy Few) |
| Tim Schellekens & Sven Spierlings |
Trumpet (One More For The Happy Few) |
| Bart Schellekens, Meike Schellekens & Bart Coolen |
Trombone (One More For The Happy Few) |
| Harm van Venrooij |
Snare Drum (One More For The Happy Few) |
| Bram Vissers |
Bass Drum (One More For The Happy Few) |
| Produziert von: Yvo van Gemert |
Länge: 52 Min 23 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Mr. Crankypants | 7. Trouble |
| 2. Hey Babe | 8. Last Man Standing |
| 3. Cinderella Princess | 9. The Devil Wouldn't Bargain |
| 4. Up The Wall | 10. Little Bridgess |
| 5. Sirkus | 11. Spoonful |
| 6. Free As A Bird | 12. One More For The Happy Few |
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Oha, was sich Seán Walsh so als Timetraveller Sexmachine vorstellt, ist nicht mehr als eine Einrichtung, auf der künstlichen Frauenbeinen maschinell Netzstrümpfe angezogen werden.
Also ehrlich: Eine Sexmaschine für Zeitreisende habe ich mir irgendwie anders vorgestellt - wenn ich auch keine genaue Idee davon habe. Künstliche Frauenbeine - äh (schüttel).
Außerdem habe ich die Band gerade im April 2007 in Detmold verpasst, wo es Seán Walsh - wie man hörte - heftig krachen gelassen hat. Was ich gern glaube, denn einige Songs von damals gibt es auf dem 2008er Tonträger zu hören.
Soweit ich informiert bin - außer Bildern sagt ja das Inlay der CD wenig aus - hat sich die Band 2005 gegründet. Basser Kai war von Anfang an mit von der Partie, die Suche nach dem Drummer dauerte ein halbes Jahr. Vielleicht gibt Tilburg, die holländische Heimatstadt von Seán Walsh, nicht soviel Trommler her.
Der Waschzettel des Musikverlages CoraZong berichtet, die Sean Walsh Band entführe in eine Zeit, als "populäre Musik" noch beim Bügeln stören durfte - die 70er eben (ha!). CoraZong räumt aber ein, dass die Formation nicht unbedingt repräsentativ für ihr Label-Portfolio ist. Das bedeutet, dass der Verlag jetzt einerseits einen Schritt auf fremdes Terrain gewagt hat, aber andererseits auch keine Ahnung von den Menschen hat, die diese Musik mögen.
Den Waschzettel legen wir also schnellstens aus der Hand und schieben dafür die CD in den Player. Seán Walsh und seine "Jongens" legen recht fetzig los, aber keineswegs so, dass sie beim Bügeln stören. Das heißt: Wer bügelt schon, wenn er solche Musik hört? Der Kopf zuckt im Takt und die Füße bedienen die Pedalerie eines eingebildeten Drumsets. Die Walsh Band hat einmal LED ZEP, Rory Gallagher und ähnliche Leute gehört, und Reminiszenzen an diese großen Künstler sind herauszuhören. Bei allem haben die Musiker aber ihren eigenen Stil gefunden, was man merkwürdigerweise gerade bei den langsameren Titeln wie Cinderella Princess und Sirkus hört. In letzterem können besonders Matthis Blom am Synthesizer und Seán Walsh auf der Bluesharp glänzen.
Nachdem es anfangs so aussah, als wollten die Musiker das Album Vollstoff runterreißen, erweisen sich doch eine Menge Titel eher gemäßigt, zumindest in den Gesangspassagen. Dafür spielen sich die Jungs beim Solo den Arsch ab. Bei Last Man Standing bietet die
Band sogar einen astreinen Country-Blues. Was das ist? Hört euch die Scheibe an!
Mit Little Bridgess geht es dann wieder entschieden frischwärts. Der blonde Seán hat sogar eine recht ordentliche Stimme, singt zum Teil durchs Kazoo, während es Kai und Edwin ordentlich krachen lassen.
Und weil's so schön war, beginnt das lang erwartete Stück One More For The Happy Few noch mal wie ein Country-Blues, dann setzen aber alle Stimmen, und dann auch alle Instrumente ein, das Stück wird immer kakophonischer, nur Seán Walsh hält noch mit Mühe die Gesangslinie. Am Ende jubeln alle, weil sie's so toll gemacht haben, und dann ist die CD auch schon zu Ende.
Und was machen wir da? Wir starten den CD-Player neu, denn so eine tolle Scheibe, die kann man ruhig ein paar Mal hören. Und anschließend kommt sie ganz vorne ins Regal, bis zum nächsten Mal, wenn wieder gebügelt wird. Stört nämlich überhaupt nicht.
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