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Sahara Rain

Sand In Your Hands

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Sand In Your Hands
Sand In Your Hands, Eigenvertrieb, 2009
Boet De Haas Bass
Adrian Honegger Guitars
Bo Rebsamen Keyboards
Ricci Vocals
Dave Silhanek Guitars
Levent Sunu Drums
Gast:
Michael Bormann Vocals
Produziert von: Michael Bormann Länge: 55 Min 20 Sek Medium: CD
1. Feels Like6. Shadow
2. Black Gold7. Center Of Pain
3. Jungle8. Blinded Eyes
4. Higher Sky9. Be The Men You Are
5. The Dance10. With These Hands

Es gibt Alben, die lassen einen beim Hören auf der entsprechenden Bandseite aufhorchen. Leider ist es mir schon öfter so ergangen, dass die Höhepunkte auf dem gesamt Werk dann schlussendlich so selten sind wie Regen in der Sahara oder gute Ansätze wie Sand durch die Hand rinnen.

Damit wäre zu dem mir vorliegenden Album eigentlich schon alles gesagt. SAHARA RAIN kommen aus der Schweiz und sind erstaunlicherweise mal nicht im Auftrag des Hardrock unterwegs, sondern fahren eher eine etwas ruhigere Schiene. Assoziativ fallen mir spontan Bonfire und Mad Max ein, aber nur, wenn man sie an die Kette legt und einsperrt, damit sie nicht anfangen, loszujagen (Zu denken, unser Reviewer träume Tag und Nacht von Mad Max, wäre wohl falsch ...Die fast vergessen Red.).
Dabei fängt es doch so gut an. Feels Like kann mit seinem orientalisch anmutenden Riff und Aufbau wirklich gut punkten. Das macht richtig neugierig, zeigt eine Band, die gewillt ist, mehrere Einflüsse miteinander zu verweben und daraus einen guten Song zu machen. Also eher innovativ (fast schon progressiv) und nicht konservativ. Aber schon mit mit Black Gold ist es vorbei mit der Herrlichkeit. Das ist ein x-beliebiger Song geworden, der nicht richtig zünden will. Mit Jungle und Higher Sky lässt man gleich zwei Langeweiler folgen. Obacht! Bevor ich jetzt in der Luft zerrissen werde: Ich höre sehr oft Musik beim Fahrradfahren. Wenn mich da was nicht anspricht, bekommt es auf alle Fälle eine zweite Chance unter den heimischen Kopfhörern. Die Mühe musste ich mir hier nicht machen. Auf Grund der winterlichen Verhältnisse steht das Rad im Keller und ich habe ausreichend Zeit, der Musik in Ruhe auf dem Weg zur Arbeit in der S-Bahn zu frönen. Es hat nicht gezündet. Es dümpelte so vor sich hin, wie die S-Bahn durchs verschneite Wuppertal. Auch wenn The Dance etwas flotter aus den Boxen jagt, bin ich die ganze Zeit auf der Suche nach der Antwort zu der Frage, wo ich das schon mal gehört habe. Und dann sind die Songs auch noch alle so lang. Kaum einer unterschreitet die 5-Minuten-Grenze. Da muss schon ein wenig mehr passieren, damit es funkt, kracht und knallt. Die Soli hauen einen nicht aus den Socken und richtig nach vorne rockt da nix. Midtempo ist die beliebte Geschwindigkeit, was ja nicht schlecht ist, aber um richtig gut zu sein, bedarf es dann doch ein bisschen mehr als nur einem guten Sänger. Ich hätte es mir schon beim Blick aufs Cover denken können, denn selbst das wirkt irgendwie zusammengeschustert und überfrachtet ohne wirklich neugierig zu machen. Eine nette Bauchtänzerin und zwei kopulierende Dromedare, der böse Blick in den Wolken und das zusammengeschusterte Wüstenbild - irgendwie ist das alles nichts Richtiges.

Ich habe die Hoffnung, dass Mr. Bormann den Jungs und Herren (ab Jahrgang 56 bis 74 ist in der Band jedes Jahrzehnt vertreten) für das nächste Album eine etwas ansprechendere Marschrichtung (... das stelle man sich mal beim Bund vor: Achtung! Marschrichtung: Angenehm! Wie die wohl ist .... Die nun nicht mehr fast vergessene Red.) vorgibt, sonst wird auch das zweite Album im Sand versickern.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 14.02.2010

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