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Red Hot Joe

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Red Hot Joe
Red Hot Joe, Cimsound Records, 2008
Ken "Cooter" Helton Vocals & Guitar
John "Johnny B." Buckner Bass
Jeff "Jeffreaux" Parker Guitar, Keyboard, Vocals
Dixie "D Dub" Weathers Drums & Percussion
Länge: 45 Min 00 Sek Medium: CD
1. Plantation Girl6. Black Bear River
2. Red Hot Joe7. Greta
3. Paradise Street8. Sugar Babe
4. Cochon De Lait (Down On The Bayou)9. Cherry St. Blues
5. My Heart Is On Fire10. Kim's Cowtown Shuffle

Hubs, eine neue Platte. Vorn drauf steht eine Gibson ES in Flammen und innen - da ist Vader Abraham, wie er leibt und lebt. Oder nee, es ist wohl nicht Vader Abraham sondern ein Mitglied der ROLLIN' PHATTYS auf ihrer CD "Red Hot Joe".
Die vier haben in diesem Jahr mit ihrer Mischung aus Blues-Rock und Boogie den Music Award in Oklahoma gewonnen, immerhin einem Staat, dessen Motto "Labor omnia vincit" (Arbeit überwindet alles) heißt. Dass es dort überhaupt einen Music Award gibt, scheint dem Leitspruch entgegen zu stehen.
Gut, zurück zur Band. Wenn ich davon ausgehe, dass Ken, John und Jeff gediegene Männernamen sind, dann muss Dixie wohl die einzige Dame in Quartett sein. Und die spielt Schlagzeug. Ungewöhnlich, aber nicht unmöglich.

Das "Plantagen-Mädchen" wird noch ganz manierlich besungen, doch bei Red Hot Joe geht's dann etwas flotter ab. Dixie Weathers kommt mit dem Schlagzeug übrigens besser klar, als ich mit dem PC. Und das will was heißen.
Übrigens sind die ROLLIN' PHATTYS alles andere als eine "Haudrauf-Kapelle". Alles klingt eher locker und distinguiert, wie es bei älteren Herren in Begleitung einer Dame eben zugeht. Das darf man nun nicht mit "langweilig" übersetzen. Im Gegenteil: Die Gesangslinien kommen sauber, die Gitarren spielen einen knochentrockenen Blues darüber, alles klingt wie es klingen muss.
Nur hätte die Band auf brennende Gitarren und Totenkopf auch verzichten können. Wenn ich richtig hinter die Sonnenbrillen schauen kann, dann haben die Herren die 40 Jahre bereits hinter sich. Jedenfalls haben die Bandmitglieder an der regionalen Music Scene der Südstaaten seit den siebziger Jahren teilgenommen. Davon spricht die "Artist Information" jedenfalls. Wenn ich bloß wüsste, who's who von den Herren?
Das flotteste Stück der drei älteren Herren samt Dame ist Kim's Cowtown Shuffle, das flott auf zwei Gitarren, Bass und Schlagzeug intoniert ist, aber ohne Gesangslinien daherkommt. Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie klingt das ganze unfertig.

Nur weiter Jungs, ich bin sehr gespannt auf die nächste Scheibe. Ihr wisst ja: Arbeit überwindet alles!

Manfred Hörstmann, (Artikelliste), 18.07.2008

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