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| The Voice Of Melodic Metal - Live In Atlanta, AFM Records, 2009 |
| Rob Rock |
Vocals |
| CJ Grimmark |
Guitar |
| Andreas Passmark |
Bass |
| Peter Halgren |
Guitar |
| Tracy Shell |
Drums |
| Produziert von: Ken Young, CJ Grimmark & Rob Rock |
Länge: 59 Min 02 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Garden Of Chaos | 7. Only A Matter Of Time |
| 2. First Winds Of The End Of Time | 8. This Time Is The Last Time |
| 3. Rock The Earth | 9. Savior's Call |
| 4. In The Night | 10. Metal Breed |
| 5. Slayer Of Souls | 11. I'm A Warrior |
| 6. Judgment Day | |
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ROB ROCK: Ein Name, ein Programm! Wobei, dann müsste er eigentlich "Metal" mit Nachnamen heißen, aber sind wir mal ehrlich: Rob Metal!? Das klingt nach Gemüsesuppe in der Jugendherberge, nach Schnee im August, nach Ruhrgebiet ohne Fördertürme - das geht nicht! Rob Rock! Das rollt, das klingt nach Dampf auffem Hammer - oder um eine alte Waschmittelwerbung zu bemühen: "… da weiß man, was man hat!"
Und wo der Hammer hängt, der da dampft, das macht alleine der Titel des neusten Outputs klar und deutlich: "The Voice Of Melodic Metal - Live In Atlanta". Und was macht uns der Titel klar?
Nun, zum einen, dass Mr. Rock nicht unter einem schwachen Ego leidet: "THE voice of Melodic Metal" (und nicht "ONE of the voices of Meldoic Metal"), das schreibt man sich nicht mal eben so aufs Frontcover seiner CD. Somit ist sich Rob "The Voice" seiner Sache sicher: Es gibt nur einen: Ihn - Rob und seine Stimme!
Weiter fällt "Melodic Metal" als nächstes ins Auge des lauschenden Betrachters. Per Definition eine Sparte des Metals, die nach Kommerzialität schielt, mit hymnenhaften Melodie- und Gesangsbögen zu glänzen weiß und somit runtergeht wie Schmieröl im Fahrstuhlschacht. Keine Ecken? Keine Kanten? Doch! Sonst wär's ja nicht Metal, würde im ZDF-Fernsehgarten und bei "Wetten, dass…?" gespielt und von daher kann die Schublade "Kommerz" getrost wieder geschlossen werden. Ergo: "The Voice" singt Melodic Metal und somit dürfen alle, die das nicht hören, ab hier getrost andere empfehlenswerte Reviews lesen, respektive andere CDs kaufen.
Was fällt noch auf? "Live In Atlanta" deutet an, dass wir es nicht mit einem Studioalbum zu tun haben und dem Ort, an dem das Spektakel aufgenommen wurde. Beides stimmt, denn "RRTVOMM - Live In Atlanta" ist das erste Livealbum von Mr. Rock ever, aufgenommen am 27.09.08 beim IX: ProgPower-Festival in - tata - Atlanta.
Soweit die Betrachtung des CD-Titels.
Weiter geht es mit dem Cover selbst. Wir sehen Mr. Rob "TVOMM" Rock in Siegerpose mit nach oben gestreckten Armen und den Blick ins weite Hallenrund gerichtet. Hallo! Geht noch mehr Ego? Man bekommt fast den Eindruck, dass RR langsam abhebt und sich zu einem unangenehmen Zeitgenossen entwickelt, aber das ist weit gefehlt. Denn beim Lauschen der elf Melodic-Metal-Granaten fällt auf, dass Rob mit einer sehr taffen und nicht minder schwach besetzten Backingband arbeitet. CJ Grimmark bearbeitet die sechs Saiten, die er sonst für die Melodic Metaller NARNIA schwingen lässt, genauso wie Kollege Andreas Passmark am Bass, der ebenso bei NARNIA in Lohn und Brot steht. Daneben noch zwei mir unbekannte Musiker an der zweiten Gitarre und den Drums. Klebrige, Pathos vermittelnde Keyboards fehlen gänzlich - somit wird hier feinstes melodisches Metall geschmiedet.
Sicherlich könnte der Chef auf der Bühne dafür sorgen, dass die Band im Hintergrund verschwindet, aber das ist weit gefehlt, denn ohne die Jungs wäre der Sänger nichts. Die Band treibt die Stimme nach vorne, hier und da gibt es kurze solistische Ausflüge an den Gitarren, wird während einer Ansage kurz getestet, ob alle Trommeln noch hängen - alles weit weg von einer "Hey-look-at-me-I-am-Rob"-Alleinunterhaltershow. Mitsingspielchen mit dem munter rockenden Publikum sind auch Fehlanzeige und Only A Matter Of Time entwickelt sich zu einer wahren Schlacht der Sechs-Saiten-Front. Begeisternd, mitreißend, beeindruckend. Elf Nummern, die des Bangers Nacken verzückt im Takt nicken lassen. Vergleiche? Ausgeschlossen! Mit wem sollte man auch DIE Stimme des Melodic Metal schon vergleichen. Rob Rock versteht sein Handwerk, hat die Menge im Griff und weiß mit seiner Setlist durchgehend zu begeistern, auch Dank seiner musikalischen Mitstreiter.
Erstaunlicherweise wühlt sich Rob mit seiner Band nur durch sein Soloschaffen, aber davon hat er nach vier Studioalben auch genug zu bieten. Keine Sachen von IMPELLITTERI, DRIVER oder JOSHUA - just Rob Rock.
Wer auf der Suche nach einer Best-Of-Zusammenstellung von Rob Rock oder nach frischem Wind in den Boxen ist und nicht weiß, wie Dampf auffem Hammer klingt, sollte hier schnellstens zugreifen.
Wer vom Hören nicht genug bekommt, kann auch nach dem Sehen verlangen, denn das Konzert wurde per Kameras mitgeschnitten und liegt somit auch als DVD vor - uns leider nicht.
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