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| Rhett Miller, Shout! Factory, 2009 |
| Rhett Miller |
Vocals |
| Jon Brion |
Guitar, Bass |
| John Dufilho |
Drums |
| Billy Harvey |
Guitar |
| Produziert von: Salim Nourallah |
Länge: 41 Min 57 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Nobody Says I Love You Anymore | 7. Haphazardly |
| 2. Like Love | 8. If It's Not Love |
| 3. Caroline | 9. Another Girlfriend |
| 4. I Need To Know Where I Stand | 10. Refusing Temptation |
| 5. Happy Birthday Don't Die | 11. Lashes |
| 6. Bonfire | 12. Sometimes |
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Laut Homepage ist Rhett Miller der Leader und Main-Songwriter der "hard-charging rock 'n' roll" Band OLD 97's und daneben ein produktiver Soloartist, der nach "The Instigator" (2002) und "The Believer" (2006) nun Ende 2009 seine dritte CD veröffentlicht hat.
Leider ist sein Ruf nach mir als Zuhörer in der weiten Welt des Rock'n'Roll ungehört verhallt. Doch: Nimmermehr, nimmermehr! Der Mann verdient, dass man sich zumindest mit der dritten CD auseinandersetzt, denn was er hier an seiner Hörbar musikalisch zusammenmixt, geht teilweise hastdunichtflutsch ins Ohr und von da, wie jedes gute Gebräu, direkt ins Stammhirn, sofortiges Mitsingen inklusive.
Etiketten tun immer Not, und so bekommt diese Musik den Allerweltssticker 'Americana' drangepappt; in der Tat aber ist es eine Mischung aus 60-ies Pop mit New Wave à la early Joe Jackson, geschmückt mit wundervollem Harmoniegesang, Samples, etwas BIG COUNTRY und viel Gefühl – listen to dem Rocker Happy Birthday Don't Die, der allein schon einen Sonderpreis wegen des witzigen Titels bekommt.
Marschrhythmus, Akustikgitarren, eine fast wegbrechende Stimme (netter Trick, Rhett fängt damit etwaigen Song-Schmalz sofort auf), filigrane Gitarrensoli, und die auch im weiteren Verlauf der CD immer wieder auftauchenden wunderbaren Harmoniegesänge bestimmen das Geschehen im Intro Nobody Says I Love You Anymore. Das wird aufgenommen in Like Love und erinnert von ferne an die BEATLES in Rocky Racoon vom weißen Album. Caroline (nicht die von STEPPENWOLF) verliert anfängliche Larmoyanz, ohne zu den ganz großen Songs des Albums zu gehören; da Prädikat 'nett' wird vergeben.
Aber er liebt diesen holperigen Marschrhythmus - Haphazardly und If It's Not Love bedienen sich dessen ebenfalls, wobei letzteres wieder einen ganz wunderbaren Huhu-Backgroundchor und -Refrain hat. Auch bei eher langweiligen Songs wie Another Girlfriend bemüht Rhett sich, durch Änderungen in der Songstruktur Abwechslung zu bieten.
Zum Ende hin wird es dann doch etwas zu weinerlich und beseelt für mich, um meine Aufmerksamkeit darauf zu lenken, ob hier weitere Besonderheiten eingebaut sind. Schön sind sie dennoch. Anhören lohnt sich auf alle Fälle.
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