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| And We're Not Here After All, Musea Records, 2008 |
| Alex Keskitalo |
Vocals, Flute |
| Jaakko Kettunen |
Guitars |
| Janne Pylkkönen |
Bass |
| Tarmo Simonen |
Pianos u. a. |
| Ville Sjöblom |
Drums |
| Gast: |
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| Petra Oksa |
Vocals (A Captain On The Shore) |
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Länge: 49 Min 29 Sek |
Medium: CD |
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| 1. A Method… | 5. Lost Inside |
| 2. … To The Madness | 6. Entropy |
| 3. Time Can Stay | 7. A Captain On The Shore |
| 4. The Sun | |
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OVERHEAD kommen aus Finnland und legen nun ihr drittes Album "And We're Not Here After All" vor. Im Jahr 2001 erschien ihr Debüt "Zumanthum", zwischenzeitlich auf der Website der Band als freier Download angeboten, 2005 kam dann "Metaepitome", welches in der Prog-Szene für deutlich mehr Aufsehen sorgte. Irgendwie auch nicht verwunderlich, gelang es der Formation auf frische Art und Weise u.a. von PINK FLOYD beeinflusste Sounds in ein retro-proggiges Gewand zu pressen und dabei über die gesamte Länge durch eine Vielzahl an Überraschungen zu überzeugen.
Nun, auf dem neuen Silberling haben die Jungs ihren Stil etwas verändert. Fast hat man den Eindruck, dass OVERHEAD ihren Kopf in das Songwriting von Steven Wilson und ruhige PORCUPINE TREE gesteckt haben. Sie haben aber keinesfalls abgeschrieben, sondern das bezieht sich ausschließlich auf die verbreitete Stimmung, die schon zu Beginn in den Pianoklängen des Eröffnungstracks A Method... liegt. Dabei bereiten sie uns nur auf die hier als Track Numero 2 ausgewiesene, jedoch ruppigere Fortsetzung ...To The Madness vor. Man muss annehmen, dass die Band viel ausdrücken möchte. Geradezu verfahren grooven Bass und Schlagzeug voran, während Sänger Alex Keskitalo seine Aussagen trifft. Ein wahres Donnerwetter, vor allen Dingen dann, wenn Schlagzeuger Ville Sjöblöm den einen oder anderen wuchtigen Percussionschlag einwirft.
Nach mehrmaligem Durchhören fällt auf, dass man bei den Kompositionen sehr sorgsam vorgegangen ist. Man meidet jegliche klebende Klischees und doch findet der Hörer bereits in Time Can Stay so manchen süßlichen und eingängigen Melodielauf, der sich schnell im Mittelohr verankert und dort haften bleibt. Stilistisch bewegen sich OVERHEAD nun mehr im Bereich des New Artrock. Dieser hat das Zepter übernommen und doch blitzt noch hier und da der auf den Vorgängern wesentlich deutlicher zelebrierte Retro Prog durch. Das führt dazu, dass die Scheibe leichter zugänglich ist. Klar ist, noch immer sollte man genau hinhören und sich ganz gezielt auf die Klänge der Band einlassen, sonst entgeht einem etwas, denn in Lost Inside wird der Konsument auf eine 12-minütige musikalische Reise mitgenommen. Was hier sanft und andächtig, dezent melancholisch und verträumt beginnt, entpuppt sich mit fortlaufender Spieldauer zu einem bombastischen Soundgewitter. Dabei gibt es höchst wirksame Duelle zwischen den Gitarren von Jaakko Kettunen und den Tasten von Tarmo Simonen. An sich wird hier deutlich, wie sich MARILLION hätten weiter entwickeln können, hätten sie sich doch mehr dazu entschieden, weiterhin emotionale und tolle Klangteppiche auszubreiten.
Was diese Scheibe zu einer Empfehlung werden lässt, ist die gebotene Abwechslung. In Entropy wird die Hard-Rock-Keule ausgepackt, die Regler nach rechts und auf geht's, während uns das abschließende A Captain On The Shore wieder in ruhigere Gefilde entführt. Keine Bange, auch diese 10 Minuten vergehen wie im Fluge.
So bleibt festzustellen, dass sich OVERHEAD nach dem erstklassigen "Metaepitome" nochmals qualitativ nach vorne und somit positiv weiter entwickelt haben. Astrein, ein äußerst kurzweiliges und trotzdem anspruchsvolles Album!
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