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The Oliver Wakeman Band

Coming To Town

Live In Katowice
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Coming To Town - Live In Katowice
Coming To Town - Live In Katowice, Metal Mind Productions, 2008
Oliver Wakeman Keyboards
Paul Manzi Lead Vocals & Acoustic Guitars
David Mark Pearce E-Guitar & Backing Vocals
Paul Brown Bass
Dave Wagstaffe Drums, Percussion & Backing Vocals
Länge: ca. 105 Min Medium: DVD
1. Don't Come Running8. Enlightenment
2. Dangerous World9. If You're Leaving
3. The Agent10. I Don't Believe in Angels
4. Calling For You11. Wall Of Water
5. Three Broken Threads12. Walk Away
6. Burgundy Rose13. Coming To Town
7. Mother's Ruin

Ich gebe zu, dass ich von Oliver Wakeman bisher noch nicht einen einzigen Ton gehört habe. Das mag daran liegen, dass ich um alles, was irgendwie mit YES zu tun hat oder hatte einen Bogen gemacht habe, weil mir diese Band einfach nicht zusagt. Nun kommt mir diese Live-DVD ins Haus geflattert und ich bin sehr gespannt, was mich erwartet.
(Anm. Jogi: Ich hege soeben große Zweifel, ob unser Friedemann wirklich etwas von Progressive Rock versteht; ich beschließe, dass er fortan ausschließlich dem melodischen Einheitsbrei nachgeht!) [Nö nö, das passt schon. Bands, die sich nach einem Schokoladensnack benennen, muss man nicht mögen; Fred]

Mir fällt sofort auf, dass die Jungs vom ersten Takt an Gas geben. Da wird nicht lange "jazzproggig" rumgegniedelt (Anm. Jogi: Das muss der außergewöhnliche Schwelmer Dialekt sein), sondern straight nach vorne losgerockt. Die Stimme von Paul Manzi passt wunderbar warm zur Musik. David Mark Pearce an der Gitarre ist auch ein Meister seines Faches, was sich dann besonders bemerkbar macht, wenn er mit Oliver Wakeman in die ab und an stattfindenden Duelle startet. Einfach nur sauber, wie die beiden sich die Bälle zuspielen.
Der Hauptnamensgeber der Band fällt durch sein sehr sympathisches Acting auf - hochkonzentriert an den Tasten leitet er die Band durch den Abend. Da ist kein "guckt-mal-was-ich-für'n-tollen-Namen-habe-Gehabe".
Paul Brown am Tieftöner wummert, slappt und slided seelenruhig im Hintergrund (wortwörtlich!) vor sich hin. Dave Wagstaffe an den Drums gibt dem Ganzen noch den richtigen Kick - AOR-Rocker-Herz, was willst du mehr. Nach dem starken Anfang kommt mit Three Broken Threads ein kurzes, aber sehr feines Instrumentalteil, bevor man in einen etwas längeren balladesken Teil übergeht. Den hätte man entweder aufteilen oder kürzer fassen sollen. Denn irgendwann juckt der Finger und man sucht wieder nach den schnelleren und stärkeren Stücken. Dieser Wunsch wird mit I Don't Believe In Angels erfüllt, gefolgt von Wall Of Water, dem längsten und abwechslungsreichsten Stück des Abends, bei dem die Band beweist, wie gut sie als Gesamtheit funktioniert.
Gute 10 Minuten später begibt man sich dann mit den beiden letzten Stücken auf die Zielgerade und feiert mit den anwesenden Fans eine AOR-Party der Spitzenklasse. Für mich eine echte Überraschung. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass hier eine so geniale Scheibe wartet.

Zusätzlich zum Konzert gibt's dann noch die üblichen Features wie Interview, Bildergalerie, Diskografie und den ganzen üblichen Quatsch. Wem die DVD nicht reicht, kann sich das Konzert auch als CD bestellen.
Aufgenommen wurde dieses Konzert übrigens im Budokan von Polen: Wyspianski Theatre, Katowice - in dem auch schon andere Größen ihre Live-Qualitäten aufgezeichnet haben.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 01.07.2008

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