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| Narnia, Massacre Records, 2009 |
| Carl Johann Grimmark |
Guitar, Keyboards |
| Andreas Johansson |
Drums |
| Andreas Olsson |
Bass |
| Germán Pascal |
Vocals |
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Länge: 42 Min 11 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Sail Around The World | 6. Rain |
| 2. When The Stars Are Falling | 7. Armageddon |
| 3. Curse Of A Generation | 8. One Way To Freedom |
| 4. Scared | 9. Miles Away |
| 5. Kings Will Come | 10. Behind The Curtain |
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“Alles klar, alter Schwede?”, ist man geneigt zu fragen, denn NARNIA haben lange nichts mehr von sich hören lassen. Zumindest nicht in Form von neuem Ohrenfutter. Das letzte aktuelle Lebenszeichen war “Enter The Gates” was auf kompletter Spielzeit überzeugen konnte. Danach folgte noch das Best-Of-Album “Decade Of Convession” und eine entsprechende Welt Tour, aber das war’s auch. Was man dann hörte war, dass Christian Rivel seinen Sängerjob bei NARNIA an den Nagel hängt. Andere Projekte und die Familie haben Vorrang – dann dürfte das auch das Ende des königlichen Löwen gewesen sein.
Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt (und ich darf ins Phrasenschwein spenden – ich arme Sau!). “Course Of A Generation” rollt durch den Plattenladen und macht dabei alles platt, was nicht schnell genug aus dem Weg geht. Mit diesem Dreher ist den Schweden eine Dampframme gelungen, wie ich sie bisher von ihnen noch nicht gehört habe. Alle Alben bisher trugen doch sehr die Handschrift von Mr. Rivel, die nicht schlecht war, sich aber doch etwas festgefahren hatte. Nun gibt’s also mit Germán Pascal einen neuen Mann an den Stimmbändern. Keine Ahnung, wo sie den brasilianischen Schweden aufgetrieben haben, aber das ist ein Glücksgriff. Der Mann röhrt, singt, shoutet und brüllt sich die Seele aus dem Leib, wie man es von NARNIA nicht gewöhnt ist. Aber es ist geil! Die Drums donnern wie ein aus der Halterung gerissener Fahrstuhl durch die Songs, die Gitarren braten was das Zeug halt und der Bass weiß wozu er da ist: Druck, Druck und nochmals Druck!
NARNIA sind back – und das härter und besser als bisher. Keine Gnade für die Nackenmuskulatur, die Band treibt nach vorne, als wären sie zu spät auf dem Weg zur Bushaltestelle. Dabei werden die grandiosen Hymnen nicht vergessen. Selbst im fast schon als Thrashkeule “Armageddon” ist noch Zeit und Platz für Harmoniegesang der Marke Ohrwurm. Gnadenlos treiben uns die Schweden durch den Fluch einer Generation (Können die sich nicht entscheiden, ob sie über den CURSE oder den COURSE singen wollen, oder ist das die Benutzung der englischen Sprache in schwedischer Perfektion? Die Red.). Erst mit “One Way To Freedom” wird leicht der Fuß vom Gas genommen. “Miles Away” prescht schon wieder nach vorne, um dann urplötzlich zu bremsen.
Wahrscheinlich nur um einen alten Menschen über die Straße zu lassen. Denn die Pause währt nur kurz … !
NARNIA gehört nicht aufs Altenteil und nicht hinter Gitter. NARNIA gehören zurück auf die Bühnen und ich bin gespannt, wie sich Germán Pascal dort macht. Denn da war sein Vorgänger ein absoluter Mann mit Charisma. Das dürfte schwer werden.
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