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| The New Brew, Eigenvertrieb, 2007 |
| Alan Crist |
Vocals, Guitar |
| Matt Nicholls |
Vocals, Guitar |
| Seth Penick |
Percussion |
| Neal Townsend |
Bass, Vocals |
| Gäste: |
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| Steve Cantrell |
Piano, Organ |
| Adrian Hayden |
Congas |
| Craig Harmon |
Pedal Steel |
| Produziert von: Mozely Rose |
Länge: 55 Min 31 Sek |
Medium: CD |
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| 1. The Pure Station | 7. I Don't Know Who You Are Anymore |
| 2. Rolling The Dice | 8. Second Chances |
| 3. Good Enough | 9. She Don't Want Me Drinkin |
| 4. Never Opened My Eyes | 10. Paper Napkin |
| 5. Funk Off | 11. Once Again |
| 6. Catching Up With Me | 12. Say What You Want |
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Simpel aber wirkungsvoll. Man nehme ein brutalstmöglich bekanntes Guitar-Riff Marke Johnny Winters Bony Moronie, packe eine zweite Gitarre hintendrauf, damit es wie frühe MOLLY HATCHET klingt, lässt den Sänger im LYNYRD SKYNYRD-Gedächtnissound shouten und gebe Gas.
Erste Nummer auf dem zweiten Album der Amerikaner MOZELY ROSE und der Liebhaber entsprechender Klänge geht sofort die Wand hoch und behauptet, dass "The New Brew" ein überragendes Album ist. Ganz Unrecht hat der Fan nicht, spätestens beim zweiten Hören fallen nämlich neben den wirklich kickenden Gitarren noch etliche Feinheiten auf. The Pure Station besticht mit einem grandios pumpenden Bass, einem wild wirbelnden Drummer und einem Break, das in die Nähe der ganz großen Genreklassiker kommt. Eine riesige Nummer, nach der es für annähernd jede Band schwer wird, den selbst gesteckten Standard zu halten. "The New Brew" bleibt aber beschwingt und - im Rahmen der Möglichkeiten - spannend.
MOZELY ROSE sind neben den vermehrt auftretenden mittelmäßigen Southern Rockern neueren Datums tatsächlich ein Schmankerl, der Vierer tut nämlich nicht nur so als ob, er scheint in der Tat authentisch zu sein. Und, sehr wichtig!, die Jungs machen einen unverbrauchten Eindruck, was bei dieser Art von Musik ganz essentiell ist, viel zu viele abgehalfterte Saloon-Musiker versuchen ein paar lausige Dollars mit "Hell yeah"-, "God bless America"- und "The South will rise again"-Gedöns abzugreifen.
MOZELY ROSE stellen sich natürlich den Klischees, sie reiten sie aber nicht zu Tode, selbst wenn manche Songs sehr tief in den Siebzigern verwurzelt sind und dementsprechend nicht innovativ klingen können. Dazu kommt, dass M.R. keinen Hang zum beliebten Jam-Trend haben, lieber wird richtig funky gegroovt, wie in Funk Off. Von dieser Tanzmusik könnte es auch mehr geben.
Die Songs bewegen sich fast alle im Single-tauglichen 4-Minuten-Spektrum, sinnlose Materialschlachten entfallen zwangsläufig, entsprechend eingängig kommt einem "The New Brew" vor. Es fällt kaum auf, dass sich mittendrin mit Catching Up With Me ein gehörig aufwändiges Südstaaten-Epos findet. Musikalisch völlig reaktionär, da man sich an Charlie Daniels, Dickey Betts oder die MARSHALL TUCKER BAND erinnert fühlt, aber wer solche Klänge verträgt, geht kein Risiko ein und muss zugreifen. Das ist ohne Zweifel prima arrangiert, produziert und gespielt.
Wenn man nörgeln will, dann vielleicht über ein, zwei doch sehr betuliche Country-Adaptionen wie She Don't Want Me Drinkin (als richtiger Kerl redet man dann eben Tacheles mit der Perle, pah). Da wird die Pedal Steel arg gequält und dem Bier ein paar unnötige Tränchen hinzugefügt. Hank Jr. macht so was auch gerne.
"The New Brew" ist ein beinahe mutiges Southern Rock Produkt, dem zwar gegen Ende ein bisschen die Puste fehlt, das aber ohne Zweifel zu den rar gewordenen Perlen der besten Musik aller Zeiten gehört. Oder mag jemand widersprechen, wenn hier gleich steht, dass zweistimmige Gitarren und lange Haare bedeutend geiler sind als ein Jammerlappen wie Xavier Naidoo?
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