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| Moth Vellum, MySonicTemple, 2008 |
| Tom Lynham |
Keyboards & Percussions |
| Matt Swindells |
Drums & Lead Vocals |
| Johannes Luley |
Guitars & Background Vocals |
| Ryan Downe |
Bass & Lead Vocals |
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Länge: 57 Min 55 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Let The Race Begin | 4. Against The Suns |
| 2. Whalehead | 5. Walk It Off |
| 3. Salvo | 6. Against The Suns (Reprise) |
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Momentan gibt es eine Flut an Veröffentlichungen, was es uns Schreibern durchaus nicht leicht macht, sich in Ruhe mit vielen Neuerscheinungen auseinanderzusetzen. Manche Bands und Musiker benötigen aber genau diese Zeit, damit man sie entdeckt. Was braucht es denn dazu, damit man bei uns auffällt? Entweder muss die Scheibe nach dem in den Player schieben beim ersten Hören direkt alles aus den Hirnwindungen blasen, oder aber etwas völlig Neues ins Rennen um die Hörergunst schmeißen, oder aber dermaßen gut Altes kopieren, dass es schon wieder eigenständig klingt.
MOTH VELLUM - deren Bandname nichts bedeutet, sondern einfach nur gut klingt und als Logo auch noch gut aussieht - ist so ein Vertreter der letzteren Sorte. Aus Amerika macht sich das Quartett daran, die alten Bands in Erinnerung zu halten, dabei aber nicht altbacken, sondern durchaus modern klingen. Letzteres gelingt alleine schon deswegen, weil Gitarrist und Mitbegründer Johannes Luley (der übrigens deutsche Wurzeln besitzt) ein Tonstudio sein Eigen nennt. Von daher war und ist es klar, dass man sich mit moderner Studiotechnik gut auskennt.
So weit so gut! Mit Tom Lynham fand Mr. Luley dann bei einer Recording Session noch einen coolen Drummer, von dem er der Meinung war, dass man gemeinsam seine Vision einer Band in die Tat umsetzen könne. Ergo setzten sich die beiden hin und fingen an gemeinsam Songs zu schreiben. Da beide ihre musikalischen Einflüsse im progressiven Bereich haben, lag die Marschrichtung von MOTH VELLUM klar auf der Hand: Progressiver Rock, der aus Einflüssen von YES, GENESIS, PINK FLOYD, teilweise POLICE und QUEEN und anderen Vertretern der symphonischen Richtung besteht. Aber es sollte eben nicht wild kopiert, sondern auch mit einer eigenen Note versehen werden.
Mit Ryan Downe fragte man bei einem alten Kollegen von Johannes Luley an und für Matt Swindells legte Tom Lynham gerne die Sticks an die Seite und wechselte an die Tasten, die er genauso gut beherrscht. Fertig war die Band und das Abenteuer konnte beginnen. Was dann das Licht der Welt erblickte kann Freunde des genannten progressiven Rocks sicherlich überzeugen und Fans der genannten Bands sollten auf alle Fälle mal ein Ohr riskieren. Hier wird sich nicht in langen, fingerbrechenden solistischen Einlagen ausgetobt, keine nackenbrechenden Geschwindigkeiten an den Tag gelegt - alles fließt relaxt aus den Boxen, zündet nicht zwingend beim ersten Hören, entwickelt aber mit jedem Durchlauf weiteren Tiefgang und kann somit punkten. Solopassagen fügen sich gut ins Gesamtbild ein, die Keyboards bauen einen schönen Klangteppich, der von Bass und Schlagzeug passend ausgefüllt wird. Auch wenn keiner der Songs die 7 Minuten unterschreitet (die Reprise von Against The Suns lasse ich mal als Teil 2 des eigentlichen Songs durchlaufen!), wird es nicht langweilig, weil man gekonnt Spannung und Atmosphäre aufbaut und so die Zeit wie im Fluge vergehen lässt.
"Melody surrounds us every moment. There's a song of silence in the air. Take a while and listen for the sound, the reason to be. // Memories abound this very moment, shining like an old familiar tune, fill the world with magic meaning, all for free" - so die ersten Zeilen aus Let The Race Begin, die eigentlich alles über die Musik von MOTH VELLUM aussagen. Das Rennen ist eröffnet, auch wenn es sich nicht um ein Hochgeschwindigkeitsrennen handelt. Das wäre etwas, was mir persönlich bei der nächsten Veröffentlichung (die bereits in den Startlöchern steht und vielleicht noch in diesem Jahr das Licht der Welt erblickt) mehr in den Fokus gerückt werden sollte, denn auf Dauer ist das doch etwas zu smoothy.
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