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| Smuggler's Cabaret, Eigenvertrieb, 2008 |
| Wes Sheppard |
Lead & Rhythm Guitars, Lead Vocals, Harmonica |
| Shaun Arthurs |
Rhythm & Lead Guitars, Backing Vocals |
| Corey 'Dancefloor' Bryant |
Drums, Percussion, Backing Vocals |
| Kylan Prince |
Bass, Backing Vocals |
| Produziert von: Aaron Nordean & Shawn Penner |
Länge: 41 Min 56 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Down Crow | 6. Lay You Down |
| 2. No Shame In Dyin' | 7. The Show |
| 3. Down In The Ruts | 8. Forget About You |
| 4. Money Maker | 9. Ain't That Some Shit |
| 5. Woodshop | 10. What Is This |
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Wo kommt man her, wenn man Southern Rock spielt? Nicht unbedingt aus einem Ort südlich der Mason-Dixon Linie, damals (und heute?) die Trennlinie zwischen Nord- und Südstaaten, zwischen Yankees und Rebels und zwischen Philadelphia und Maryland.
Man kann das wohl - musikalisch gesehen - eher über die Vorliebe für gut groovende, boogielastige Musik spielende zwei-oder-mehr-Gitarren-Bands definieren, und möglicherweise über eine 'The South Is Gonna Do It - Again!'-Underdog Attitüde in den Texten. Ein 'Y'all' oder ein 'Hell Yeah!' und mehrstimmige Leadgitarrensoli helfen bei der Einordnung, müssen aber nicht unbedingt sein. Und dann können sogar Eskimos Southern Rocker sein, oder sogar Bayern, was ja noch viel verwunderlicher ist. Der Southern Rock ist im Herz, nicht auf der Karte.
Und also könnten auch vier Jungspunde aus Kanada Southern Rock machen - und tun dies auch unter anderem auf ihrer ersten CD. Nach der bei Rockern Gott sei Dank noch immer üblichen Tour durch die mit biergeschwängerter Luft verräucherten zahlreichen kleinen Clubs am Highway 61 oder sonst wo und entsprechendem Training gingen die Herren ohne Aufforderung eines Labels ins Studio und legten los. Den Songs merkt man an, dass sie Roaddogs sind und den Publikumstest bestanden haben. Wenn man sie hört, lege man noch 10 Schippen Kohlen aufs Feuer und hat dann wohl die Club Atmosphäre.
Generell wundert man, sich, dass vier Jungs heutzutage keinen Grunge, Modern Rock oder sonst was spielen, sondern sich mit ganz klassischem Gitarrensound und Songwriting - Intro, Verse, Bridge, Solo, Outro - einen Namen machen wollen. Aber das freut natürlich das Herz des Classic Rockers.
Los geht's mit Down Crow, mit einem quasi archetypischen Southern Rock Riff, bei dem sich der Song mittels Gitarrenriff langsam heranschleicht und dann nach und nach die anderen folgen. Der Track enthält alle Tugenden eines guten Southern Rockers: flexible, groovende Drums und Bass, knackiger Gitarrensound, ein sich zum Crescendo à la DARKNESS steigernder Sänger (nur bei weitem nicht so nervig wie Justin Hawkins) - und passt auf jedes LYNYRD SKYNYRD Album mit seinem Harp-Solo in der Bridge, das schön gespenstig im Background verhallt, um dann dem sich um sich selbst drehenden Gitarrensolo Platz zu machen. Sehr gut, geht nicht mehr aus dem Ohr.
No Shame In Dyin' folgt mit seinem merkwürdigen Text (hey, die Jungs sind gerade mal Mitte 20!) und dem Riff aus der Blütezeit von Frau Hatchet: "Ain't no shame in dying, just leave a little something behind", und auch das Solo ist, wie zumeist auf der ganzen CD, gut.
Money Maker ist die klassische Story: Nutte beutet Kunde aus, der aber ist ein Money Maker und hat's verdient, und am Ende zieht die Dame zum Nächsten und irgendwie ist jeder betrogen. Heavy Riff, Stadium-Chorus, wieder Wes' hysterisch-nervöses Gesinge, und wieder ein sich um sich selbst drehendes Nudelsolo. Unterhaltsam.
Zeit für eine Party im Woodshop in Shuffle Form. Ein längeres Solo in Lay You Down. Forget About You erinnert vom Gesang her an Tonio K.s Life In The Foodchain und Ain't That Some Shit bietet ein Double-Lead plus Harp.
It Is What It Is ist das Mission-Statement der Band - what you see is what you get - und beendet das Ganze als Southern Boogie.
Die Musikwelt wird nicht neu erfunden, aber für 41:56 Minuten unterhaltsamer gemacht. Aufpassen auf die Jungs und antesten, bitte.
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