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Between 2wo Worlds

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Between 2wo Worlds
Between 2wo Worlds, iMusic Records/Intergroove, 2009
Andy Mac Vocals
Clinton Gahwiler Guitars
Neil Potgieter Guitars
u. a.
Medium: CD
1. Daytrippers8. Summer On It s Way
2. Paper Thin9. Stay
3. Song For The Broken Hearted10. Deja Vu
4. As I Am11. Coming Home
5. Freedive12. Outer Space
6. Stereo13. Treading Air
7. I Warrior14. Be There

Erste CD einer Band um einen schwergewichtigen Sänger aus Südafrika, die laut Info vom Co-Trainer von Eintracht Frankfurt gehört wurde, und dann ihren Weg per gekaufter CD durch eben diesen Trainer nach Europa fand; sie sollen schon im Vorprogramm von den COUNTING CROWS (passt!) und METALLICA (passt nicht!) gespielt haben.

Auf den ersten Tracks schrammeln die akustischen Gitarren lustig vor sich hin, Frühlingsmusik und merry-go-happy. Es gibt die ein oder andere Geigenunterstützung, der Sänger bemüht sich von Herzen, wenngleich er einen nervenden Manierismus an den Tag legt: er singt bei leisen oder langsamen Stellen tief in der Kehle, wodurch seine Stimme etwas zu raspeln anfängt, bis er sich dann wieder in die Höhe schwingt. Mich nervt das, zumal er es in fast jedem Song macht, ohne dass es etwas zum Song beisteuert.
Fängt das ganze flott mit Daytrippers an, fragt man sich danach beim ersten Hören, wer und warum man die Jungs ins Studio gelassen hat. Aber wenn man dann noch mal zuhört, fällt einem schon beim zweiten Stück Paper Thin auf: hoppla, da war doch ein James-bluntiger Kiekser? Und richtig - Nachtigall, du alte Eule, ick hör dir trapsen, denn daher weht der Wind. Irgendjemand hat wohl gedacht, wo James nah ist, kann der Erfolg nicht weit sein, und der hat ja auch im Augenblick keine neue CD am Start.
Song For The Broken Hearted ist dann so sehr Blunt, dass ich eben noch mal schnell nachgesehen habe, ob es nicht von ihm ist; aber nein - ist nachempfunden.
So geht es mal mehr oder weniger schnell dahin.
As I Am (schreibt mal in Gedanken schnell einen Refrain für so eine Zeile - und? Genau: "... as I aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaammmmmmmm...") hat dann wenigstens ein warmes E-Gitarrenriff als Beigabe, aber schon Free Dive wird übergeigt und überzuckert, dass keine Diabetespille der Welt mehr hilft.
Der I Warrior kommt der neuen Innerlichkeit gemäß nicht zornig, sondern akustik-solo gezupft; da bekommt man es mit der Angst vor soviel Aggro. Und kurz bevor die CD dann wg. Langweile und Gleichförmigkeit - Tracks 7 bis 10 haben in etwa dasselbe Akustikgitarren Intro, und ähnlichen Aufbau - aus dem Auto-CD-Player bei 160km/h einen UFO-Abflug ins Grüne macht, fügen MACSTANLEY ein paar Songs an, die etwas eckiger sind und bei denen das Interesse wieder wächst.
Deja Vu erinnert an U2 einschließlich The-Edge-Geschrammel, aber dann: Coming Home, ein veritabler moderner Rocker mit warmem Sound, netten Rhythmusspielereien und auf der Livebühne ganz sicher - wie auch As I Am - ein Bringer. Outer Space erinnert an PINK FLOYDs Hey You - "Is there anybody out there…" - und hat auch das einzige E-Gitarrensolo der CD zu verzeichnen (und nicht mal schlecht). Bei Treading Air poppt Bowies Major Tom bei mir auf, wohingegen ich bei Be There vor lauter Geigen ganz schwermütig werde, und dann die CD doch ins Feld fliegt; man muss auf sich aufpassen.

Was denn jetzt? Wo soll das hingehen?
Für mein Gefühl und unbestechliches Urteil hat man hier eine Chance verpasst. Die ersten Tracks sind unplugged-mäßiger Pop mit Ausnahme von Daytrippers und As I Am - ohne irgendwelche Besonderheiten, nicht schlecht, aber auch nicht weltbewegend - und der Original James ist dann doch etwas besser, songwriter-mäßig gesprochen. Die letzten Tracks zeigen dann, dass mehr in den Jungs steckt (insbesondere eben Coming Home), aber man sie entweder schlecht beraten hat, oder sie sich selbst noch nicht so ganz entschieden haben, wo der Zug hinfahren soll.
Wer Blunt, HOOTIE und die COUNTING CROWS mag, eventuell auch R.E.M., sollte hier mal reinhören; die anderen warten bis zu nächsten CD - vielleicht sind die elektronischen Instrumente dann eingestöpselt, und es lohnt sich. Los, Jungs, wo ist die Steckdose - ihr habt zwei gute Gitarristen!

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 20.03.2009

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