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| Reveal No Secrets, Silverwolf Productions/SPV, 2009 |
| Teddy Möller |
Vocals, Guitars |
| Niklas Kupper |
Guitars |
| Tomas "Tym" Jonsson |
Bass |
| Fredrik Klingwall |
Keyboards |
| Alvaro "Alvis" Svanerö |
Drums |
| Produziert von: Teddy Möller & Loch Vostok |
Länge: 52 Min 02 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Loss Of Liberty | 6. Raiders Of The Lost Heart |
| 2. Energy Taboo | 7. Blindfolds Off |
| 3. Dig Deeper | 8. What Once Was |
| 4. Uncompassion | 9. Breakthru |
| 5. Thirty Years | |
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Hi, ich bin Skull The G. Mein Alter, der normalerweise hier pinnt, ist mal kurz weg und da habe ich mich an die Maschine gesetzt, wegen LOCH VOSTOK, das kann ich eh besser. Aber warte mal, mein Ur-Daddy will was sagen:
Ja, Achtung, aufjepasst, Weichmänner. Heinz-Fritz der Name, ehemaljer Offzier bei der Panzerwaffe, im Ruhestand. Herhören, meine Nachfahre - janz famoser Junge, das - hat mir neulich wat auf diese Dinger… na… Sprechfunkhörer jeschickt und hat jesacht, das wäre von LOCH VOSTOK. Vostok, damit kenn ich mir aus - heißt auf Russisch Osten, klar, was ich sagen will! Damals, Panzer… lassen wir das.
Herhören: famose Lieder spielt diese Truppe. Fünf Mann und machen Lärm wie 500, jute Täuschung, janz wie wir damals in… also, außerdem janz famoser Lärm. Nicht nur, dass ich auch ma' wieder was höre, ne, diese - wie heißt det? - Doppelter-Auspuff-Trommeln sagt mein Urenkel, also, det klingt ja janz famos nach Panzermotoren! Klasse, und dann dieses Jebrüll, Des Graul, heßt det wohl, also - janz prima. Nicht so'n verweichlichtes Gejallere, ne, imma auf die 12. Aber, das hält die Truppe bewusst nicht durch. Auch jut, man muss die Vorgehensweise immer dem Jelände anpassen! Nich' immer voll druff, dann jeht es euch so wie uns damals in… ejal. Also, auch mal weich um die Kurve biejen und so tun als wäre die Munition fast schon verschossen und man wär' doch ein Weichei - und dann wieder woll druff! Muss Schluss machen.
Hi Folks, als, ich musste den Alten ma ranlassen, der lässt mich immer mit seinem Panzer auf unserem Gelände fahren. Schnall ihn im Kommandantensitz fest, Mucke auf die Ohren, Motor an und los geht's. Damit wird der 105, mit Loch V sogar 106.
Aber, was Loch Dings angeht, das ist im Metal wie die Playstation 5 bei den Games - und daher kann mein Alter garnix dazu sagen. Geile Mucke, voll druff, anhören, ich muss jetzt Panzer fahren. Grwoowwwlllll!
Na wunderbar. Meine Familie hat das Passwort zu meinem PC entdeckt, dabei fand ich 'Panzer' unschlagbar. Muss ich ändern, aber vorher: was haben diese Narcotics denn geschrieben? Hmm, stimmt ja fast, also mal in Hochdeutsch:
LOCH VOSTOKs (unterirdischer See in der Antarktis) drittes Werk bei neuer Company und das soll textlich gesehen ein Konzeptalbum über den Verlust der Freiheit und verschiedene Verschwörungstheorien sein - was ich nicht nachvollziehen kann, da mir die Texte fehlen, und vor allem die Growl-Passagen dies schwer erkennbar machen.
Kümmern wir uns also um die Musik, die da 'Melodic Death Metal bester Ausprägung' genannt wird. Also, in der Tat ist das 'MELODIC (death) METAL', abgesehen von den omnipräsenten Double Bass Drums und dem obligatorischen Growl ist das sozusagen SAVATAGE auf Unkrautvernichtungsmittel, oder HEAVEN & Hell mit Einfällen. Soll heißen, die Songs sind ordentlich komponiert, teilweise komplex, zumeist abwechslungsreich aufgebaut und für jeden Metaller eine reine Freude.
Prügelt uns der Anfang von Loss Of Liberty noch Death-mäßig in den Song rein, ist das eigentliche Riff reine Metalarbeit, und wenn da nicht gleich mittels Growl gezeigt würde wo der Hammer hängt, wäre das so nett, wie es sich dann im Refrain entwickelt, gut gesungen von Teddy, der sowohl growlen als auch singen kann - was für eine Kehle.
Energy Taboo startet nach dem gleichen Muster, wobei die Keyboards den Teppich weben, auf dem die Band sich austobt. Der eigentliche Song erinnert in der Mitte sogar an frühe QUEENSRYCHE. Der Backgroundchor tut das übrige, um den Nicht-Deather bei der Stange zu halten. Die Tempo- und Riffwechsel und der dynamische Aufbau sind lehrbuchhaft und in der Mitte führt eine kurze lyrische Pianopassage ins Gitarrensolo, das ebenfalls im Tempo und Stil kunstvoll variiert wird.
Bei Dig Deeper werden über dem Growl majestätische Soundwände mit Keyboard und Gitarre aufgebaut. Uncompassion bietet nun schon gewohntes, Thirty Years besticht durch die Gitarrenarbeit, die uns unerwartet zu einem Frauenchor führt, der dann durch den Übergrowl kontrastiert wird, und Raiders Of The Lost Heart bietet gar jazzig angehauchte atonale Riffs - Jazz- oder YES-Metal mit einem Keyboard-Mittelteil das Assoziationen an Rick Wakeman in schwarzer Kluft wachruft. Das Angejazzte wiederholt sich kurz in Blindfolds Off, das sonst eher nicht bemerkenswert ist.
Breakthru ist dann wirklich ein würdiger, melodisch-dramatischer Midtempo Abschluss. Komplett wieder mit Keyboardwänden und Riffs en masse.
Alles in allem ist hier natürlich Power angesagt, und nur unser Panzer-Opi wird das hier für die ruhigen Stunden auflegen. Dass das aber Klasse hat, muss man bestätigen. Ich glaube sogar, dass die Jungs tiefstapeln und - wie einige Passagen zeigen - das ganze noch mit Anleihen aus Klassik und Jazz vertiefen könnten, aber bewusst davon Abstand genommen haben. Das hat Stil.
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