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| Carry The Light, Sweet Lucy Records, 2008 |
| Kelly Richey |
Guitars & Vocals |
| Josh Seurkamp |
Drums & Percussion |
| Amos Heller |
Bass |
| Bill Brandenburgh |
Keyboards |
| Gäste: |
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| Andrea von Allmen |
Background Vocals |
| John Redell |
2nd Guitar (Jericho Road) |
| Mick Denton |
Additional Guitar (Jericho Road) |
| Produziert von: Kelly Richey & Rick Brantley |
Länge: 47 Min 34 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Leave The Blues Behind | 7. Run Like Hell |
| 2. I Want You | 8. When All Is Said And Done |
| 3. What In The World | 9. No More Lies |
| 4. Carry The Light | 10. Look For A Fight |
| 5. Angela's Song | 11. Time For A Change |
| 6. Jericho Road | |
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Kelly Richey kommt aus "The Queen City", genannt "Die Königin des Westens": Cincinnati in Ohio. Außer ihr kommen noch Jazzpianist Charlie Alexander von dort, "Jefferson Air-plays" Marty Balin, Funk-Basser "Bootsy" Collins, der Country-Barde Craig Fuller, sein Kollege Roy Rogers und ein paar andere. Also nicht gerade die Heimat bekannter Musiker.
Außerdem ist Ohio nicht gerade "southern by the grace of God", sondern lieg eher im Nordwesten, am Eriesee, worüber wir früher in der Schule das Gedicht über John Maynard gelernt haben: "Die 'Schwalbe' flog über den Eriesee, Gischt schäumt um den Bug, wie Flocken von Schnee…".
Na ja. Kelly Richey ist mir auch total unbekannt, obwohl ich durchaus eine Sammlung bekannter Blues-Damen mein Eigen nenne, zu denen nicht nur Ana Popovic, Sue Foley, Marcia Ball und Joanna Connor zählen. Einzig Kelly Richey ist nicht dabei und wäre auch nie dazu gekommen, denn das Cover ist alles andere als einladend. Auf einem schmutzig-braunen Hintergrund steht in einem altmodischen Spiegel ihr Name geschrieben und darunter der Titel des Albums.
Klappt man den Karton auf, trifft man auf die Zeichnung eines kleinen Mädchens, das eine Kerze in den Händen hält (Carry The Light) und im finsteren Wald bei Gewitter und Regen spazieren geht. Klappt man das Cover weiter auf, findet man Frau Richey mit einer Fendergitarre und eine CD mit bunten Streifen. Die Fender ist das einzige an dem ganzen Cover, das nicht auf Märchenplatte hinweist. So, jetzt aber rein mit dem gestreiften Unding in den Player.
Frau Richey hat eine angenehme klare Altstimme, fast so tief wie Janis Joplin, aber sauber. Mit der Gitarre hält sie sich eher zurück (man wird später sehen, dass sie auch anders kann) und überlässt Bill Brandenburgh das Feld. "Sometimes you gotta leave the blues behind", singt sie. Abwarten, ich glaube so bald nicht.
Song Nummer vier ist dann der Titelsong. Spätestens hier zeigt Kelly Richey, dass sie die Gitarre nicht nur aus Spaß festhält. "Let the music carry the light". Schönes Lied, obwohl ich's nicht ganz kapiere, na ja, muss ich ja nicht.
Mit Run Like Hell wird's wieder ein bisschen rockiger, obwohl ich auch die langsamen Stücke durchaus genossen habe. Ich denke, Frau Richey hat wirklich eine angenehme Stimme, auch wenn sie unangenehme Wahrheiten ausspricht. Dazu spielt sie eine klasse Gitarre, vor allem in den Solo-Passagen. Auch wenn das Tempo zwischen Blues, Blues-Rock und R'n'B wechselt. Sie spielt jedoch immer Song-dienlich, das heißt sie dreht eher in den Solo-Passagen richtig auf und hält sich während des Textteils zurück. Daran sieht man, dass sie eigentlich eine Liedermacherin ist, die sich den Blues als Musikart erkoren hat und eher textlastig arbeitet. Da stört kein Lick oder Solo die Gesangslinien, wie das bei einer normalen Rockkapelle durchaus
an der Tagesordnung ist. Nichts desto weniger ist "Carry The Light" eine schöne Scheibe.
Beim letzten Stück, so hat man den Eindruck, überwiegt die Freude, fertig zu sein. So fröhlich wie der Background-Chor sein Time for a change jubelt, kommt der Gesang auf der ganzen CD sonst nicht.
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