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| My Name Is Jimmie, Jukin' Jam Records, 2008 |
| Jimmie Van Zant |
Vocals |
| Dave Daniels |
Guitar |
| Jeremy Robinson |
Drums |
| Zohra "Zee" Van Zant & Lauralin "Lolo" Sanders |
Backing Vocals |
| Produziert von: Timothy Eaton |
Länge: 39 Min 16 Sek |
Medium: MP3 |
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| 1. Woke Up This Mornin' | 7. Blue Collar Man |
| 2. 100 Proof | 8. Spit Cup |
| 3. Polk Salad Annie | 9. Ray Ray's Juke Joint |
| 4. Redneck Revolution | 10. Reason |
| 5. Backwoods Preacher Man | 11. Saving Grace |
| 6. King of Nothing | 12. Dixie |
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Merkwürdig, da liest man in allen Onlinemagazinen, dass die neue CD vom entfernten Verwandten des Van Zant Clans als Download verfügbar ist - aber keiner schreibt etwas darüber. Und so schlecht ist diese CD nicht, dass man sie einfach übersehen sollte - der Mann hat sich wirklich Mühe gegeben.
Der Download von der Seite ist problemlos machbar, aber daher sind Informationen wie Musicians und Producer nicht verfügbar (auf der Site kann man's dann nachlesen). Was soll's - let the music do the talking; und außerdem hilft es auch nicht immer, wenn man etwa weiß, dass Brian May an der Gitarre ist (ein Seitenhieb!). Leider gibt es das ganze nur mit 128 kBits - klingt aber auf meinem MP3-Player trotzdem gut.
Das immerhin verfügbare Cover zeigt Jimmie im schwarzen Staubmantel mit tief in die Stirn gezogenem Stetson - ganz wie bei Donnie, mithin Familientradition (wir sind hier immerhin im Süden der USA). Und das vor einer Autowerkstatt - RAUCHEND! Kein Wunder, dass der Mann keine Record Company in den USA gefunden hat.
Die letzte CD von JVZ, "Southern Comfort" etwa vor sechs Jahren, war die beste MOLLY HATCHET CD, die Molly Hatchet zu ihren Glanzzeiten nicht gemacht haben. Die CD hier nun ist weniger Boogie und Gitarrenduell - weit weniger.
Los gehts mit dem Mid-Tempo Rocker Woke Up This Mornin'. Double Lead Guitar und alles, was man so erwartet - bis zum Refrain, da kommt eine akustische Gitarre hinzu und der bricht das 'Rhythm Guitar - Lead Fill-Ins - Hookline'-Schema auf. Dann kommt der Lead-Break und - eine Fiddle ins Spiel. LYNYRD SKYNYRD plays Charlie Daniels, oder anders rum. Und dieses 'Die Songs durch etwas ungewohnte Instrumentierung gemäßigt gegen den Strich bügeln und so die eigene Nische zu finden' zieht sich durch die ganze CD. Woke Up This Mornin' wird von einem Banjo als 'Rhythm Guitar' und einer sich immer wiederholenden Leadphrasierung der Lead Guitar vorangetrieben und stoisch von Bass und Drums in der Spur gehalten. Viel Gesinge gibt es obendrein - ein richtiger Song, sozusagen. Die Story handelt von einem, der mit den Erwartungen seiner Umwelt fertig werden muß - und der Name Van Zant wird auch in diesem Zusammenhang erwähnt.
Dann eine exzellente Version von TJ Whites Polk Salad Annie, ohne irgendwelchen Tadel anzuhören. Sag mir mal einer, was eine "straight-razor totin' woman" ist. [Öhmmm?]
Redneck Revolution beginnt mit einem Chain-Gang-Song und mündet in einen Slow Blues. "Tune into your redneck radio station, you Yankee man", heißt es. Motto: The South is gonna do it again. Könnte auf jedes SKYNYRD Album, wenn es etwas mehr Guitar-Dominanz hätte.
Weiter gehts im Mid-Tempo im Backwoods Preacher Man - "I am from the little town called None O' Your Business". Akustische Gitarre, relativ nahe an Polk Salad Annie - witzig gemacht, die Story der Annie in Gestalt eines Predigers.
Dann eins der Highlights, der Blue Collar Man. Die Story von einem, der arbeiten will, egal was ("This is about hard times in the South"), ist ein typischer Southern Rocker mit Double Lead. Es geht wieder mit dem akustischen Guitar Picking los, bis die stampfende Rhythmus Sektion klar macht, dass wir hier nicht in Nashville sind, und die Rhythm Guitars uns schon eher ins Stadion mit WHITESNAKE verfrachten (naja, sagen wir mal, die sind im nächsten Ort, man kann sie so eben noch hören).
Spit Cup dauert eine Minute ... es geht um eine Verwechslung. Ray Ray's Juke Joint ist dann wirklich typisch SKYNYRD zu Zeiten "Second Helping" - à la Gimme Three Steps. Reason gehört etwa auf SKYNYRDs "Twenty". Saving Grace, der Titel ist Programm, handelt glaube ich von Mamas Tod, Schmalz mit Steel Guitar, das volle Programm. Naja, und Dixie ist eh klar - Dixie eben.
Fazit: SKYNYRD lugt natürlich immer um die Ecke, aber hier muß der Song nicht immer den drei Gitarren geopfert werden - die Instrumentierung ist abwechslungsreicher, und das Konzept offener. Die Songs sind gut, die Refrains bleiben im Ohr. Wenn SKYNYRD auf der letzten CD nicht Kid Rock, sondern eben Tony Joe White eingeladen hätten mitzuspielen - dann wäre ungefähr das hier rausgekommen. Downloaden!
P.S.: Gimme Three Steps ist natürlich auf "Pronounced...".
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