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Infernoise

The Chainsaw's Law

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The Chainsaw's Law
The Chainsaw's Law, Locomotive Records, 2008
Rown Houland Vocals
Ix Valieri Guitars
Scorpion Bass
J "The Kid" Drums
Produziert von: Timo Tolkki Länge: 40 Min 02 Sek Medium: CD
1. Hellrider6. Rebel On The Way
2. The Chainsaw's Law7. Snakebite
3. Alive Or Dead8. I'm The Motor
4. Crossing The Valley Of Dead9. All My Rage
5. Ritual10. Helltrain Co

Infernoise Der Bandname lässt es vermuten und ein Blick aufs Cover vertreibt die letzten Zweifel. INFERNOISE bieten ordentlich Power. Vor ca. 5 Jahren gegründet, hat diese spanische Formation vor geraumer Zeit eine Maxi-Single eingespielt und veröffentlicht. Nun war es soweit, die Stierkämpfe wurden unterbrochen, um in Helsinki, Finnland unter der fachkundigen Anleitung von Timo Tolkki das Debüt einzuspielen. Ohne Frage eine richtige Entscheidung, denn schließlich hat man es im Grunde genommen seit geraumer Zeit aus dem Underground heraus geschafft. Spätestens als man mit solchen Szene-Größen wie TYPE O NEGATIVE die Bühnenbretter teilen durfte, musste dieser Weg eingeschlagen werden.

Der Ritt den hohen Norden hat sich soundtechnisch gelohnt. Amtlich bis unter die Nietenarmbänder krachen die Instrumente aus allen Rohren los. Ein Vergleich zu einer Truppe wie den etablierten PANTERA ist mehr als zulässig. Die Gitarrenriffs wirken ein wenig kühl, die Drums kommen ohne jeglichen Firlefanz direkt beim Hörer an. Soll heißen: Das Kit pflügt fast alles um, was sich ihm in den Weg stellt.
Stilistisch setze ich den "Thrash" in Klammern. Wir finden diese Art des Metals in Nummern wie beispielsweise Snakebite oder auch All My Rage.
Kommen wir zur Problemanalyse. Der Erfinder dieses Genres hat der Innovation niemals eine Chance eingeräumt und nur hartgesottene, emsige Metal-Enthusiasten können merkliche Unterschiede zur ähnlich gearteten Konkurrenz ausmachen. Ist der Sound live nicht gut definierbar, dürfte eine Combo wie jede andere klingen. Auf der anderen Seite haben INFERNOISE die Melodie nicht zur Gänze in die ewigen Jagdgründe geschickt. Ein Track wie Crossing The Valley Of Dead erklingt nach wie vor brachial, doch finden wir den so typischen Vai-schen Guitarquietscher in jeder dritten gespielten Note, das Solo bettet sich auf einem recht eingängigen und melodischen Sockel, so dass man den Spaniern schließlich und durchaus auch Abwechslung attestieren muss.
Sehr bemerkenswert finde ich das abschließende Helltrain Co, denn genau hier gelingt es INFERNOISE, alle vorhandenen Stärken zu bündeln. Härte, voluminöser Gesang, donnernde Drums und grollende Bässe, dazu eine Portion Schrägheit, aber auch sehr gute und strukturierte Läufe. Also lautet das Fazit: Gelungenes Debüt, allerdings, das sei auch angemerkt, nur für eine bestimmte Fannische, die aber im Bereich des Metal mehr als eine Handvoll darstellen dürfte.

Ralf 'Jogi' Ruhenstroth, (Impressum, Artikelliste), 14.11.2008

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