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Hot Monkey Love

Speakin' Evil

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Speakin' Evil
Speakin' Evil, BrotherMonk Records, 2007
Beau Jack O'Neill Lead Vocals
Jumpin' Jordan Lee Bass, Background Vocals
Frankie "Spider" LaRocka Drums
Anthony Krizan Guitar, Background Vocals, Drums
Mike Krizan, Earl Slick, Arthur Nielson, Jimmy Bennett, Bob Del Rosso Guitar
Antonique Smith Background Vocals
Dave Runyan Blues Harp
Arne Wendt Organ, Piano
Medium: CD
1. Palace Of The King8. Stay
2. Angel9. Speakin' Evil
3. Fallin'10. Three O'Clock Blues
4. My Confession11. Stop Breaking Down
5. Come On In This House12. I've Been Loving You Too Long
6. Weight Off My Shoulders13. The Reason
7. The More You Lie To Me

Wie, hat man mir hier eine CD von einer Bigband untergeschoben? Duke Ellington, Count Basie oder Fletcher Henderson? Ich zähle allein 12 Musiker im Booklett, allerdings nur einen mit Gebläse und einen mit Piano: Harpman Daven Runyan und Tastenmann Arne Wendt. Allerdings allein sechs Gitarristen, einen Drummer, einen Basser und zwei Sänger. Na, was ist das denn für eine Bigband?
Einige Musiker sind mir bestens bekannt. Anthony Krizan spielte bei den SPIN DOCTORS und bei Lenny Kravitz, Earl Slick bei David Bowie, Dave Runyan bei der JAMES COTTON BAND.
Woher kenne ich nur den Schreihals Jack O'Neill?
HOT MONKEY LOVE, hatten die nicht mal eine sehr bediente Scheibe auf dem Markt, irgendwas mit Primaten? Oder glaube ich das nur, weil Monkeys eben zu den Primaten gehören? Na egal, die Scheibe in den Player und zugehört.

Die Idee, dass mir jemand eine Bigband untergeschoben hätte, löst sich in Wohlgefallen auf. Schon der Opener bläst mir die Gehörgänge frei. Allerdings stammt er von Mister Leon Russel. So wie Angel von Jimi Hendrix ist. Na ja, wenn man tot ist, muss man eben zulassen, dass sich andere die Songs aneignen. Aber Alicia Keys lebt doch noch. Oder? Von der stammt nämlich Fallin'. Allerdings in einem eigenen Arrangement.
Es gibt noch mehr Cover, unter anderem The More You Lie To Me von A. White, Three O'Clock Blues von B.B. King, Stop Breaking Down von Robert Johnson, und I've Been Loving You To Long von Otis Redding. Das macht aber gar nichts, die Stimmung auf der CD siedet vor sich hin.
Schade ist allerdings, dass Drummer Frankie "Spider" LaRocka schon 2005 gestorben ist. Auf sieben Stücken trommelt er aber noch. Und da er das vermutlich nicht post mortem gemacht haben wird, zeigt das, wie alt die Aufnahmen auf dieser Scheibe schon sind. Da glaubt man immer, man kriegt den neuesten Stoff, und dann sind die Nummern schon uralt. Da, wo Frankie LaRocka nicht mehr getrommelt hat, spielt Anthony Krizan Drums und legt seine Gitarrensoli nachher als Overdubs drüber. Alles egal, da kann man sich beschweren soviel man will, die Scheibe rockt ehrlich ab. Es wechselt zwischen Blues Rock und R'n'B. Außer dem Opener, der ordentlich Schub hat und dem etwas gemächlicheren Fallin' wird die Scheibe von Titel zu Titel besser. Alles ist auf sehr hohem Niveau produziert. Die Titel sind gut gemischt, ab und zu ist ein etwas langsameres Stück dazwischen um sich zu erholen, aber dann geht wieder voll die Post ab.
Weight Off My Shoulders, das sechste Stück, ist insofern erwähnenswert, weil die süße Antonique Smith, sonst Background Sängerin, sehr hörenswert die zweite Stimme singt. Kann man sich ruhig zweimal anhören.
Die HOT MONKEY LOVE-Version von I've Been Loving You Too Long hätte Otis Redding sehr viel Freude gemacht. The Reason, nur gespielt von drei Leuten (Jumpin Jordan Lee an Piano, Akustik-Gitarre und Anthony Krizan mit Slide und beide Background-Gesang) ist eine leise Nummer zum Schluss. [und irgendwie kommt man mit Lee und Krizan nur auf zwei Beteiligte. Red.]

Eine scharfe Scheibe, bei der das Zuhören Spaß macht. All you need is . . . HOT MONKEY LOVE!

Manfred Hörstmann, (Artikelliste), 16.07.2008

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