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| Specially Made For Your Satisfaction, Nice Boyz Records/SAOL/H'Art/ICS-Records, 2008 |
| Johannes Gotaut |
Vocals, Guitar |
| Uwe Quicker |
Guitar, Vocals, Harp |
| Martin Dahl |
Bass, Guitar |
| Stefan Woicke |
Drums |
| Gäste: |
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| Therese Granberg |
Vocals |
| Andreas Kaiser |
Piano & Organ |
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Länge: 36 Min 31 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Get Up! | 7. No Difference |
| 2. Disillusioned With An Easy Mind | 8. Welcome To The World |
| 3. Dance In The Darkness | 9. Dealin' With Demons |
| 4. Unleashed | 10. Question Of Dose |
| 5. Mr. Paul | 11. Down To The Floor |
| 6. Loaded | |
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Ui, bei dem Namen habe ich erst mal gezuckt: Havanna! Da fällt mir spontan "Buena Vista Social Club", der Film von Wim Wenders ein, der bei mir weder musikalisch noch filmisch die Jubelstürme hervorrufen konnte wie anderweitig auf diesem Planeten. Das war und ist nichts für mich. Also: Langeweilerhaltung eingenommen, inneren Systeme auf Abwehr gestellt, CD gestartet … und mir überlegt, dass man diese Review auch anders anfangen könnte, also noch mal von vorne:
Ui, bei dem Namen bin ich erstmal zusammengezuckt: Havanna! Das klingt nach Drogen, nach dreckigen Bars und Kneipen, nach Leben, nach Lebensfreude, nach alten 60er-Jahre Schlitten - kurz: nach Schweiß und Rock'n'Roll. Also: Die Ohren gespannt aufgemacht, die CD in den Lasertaster geschoben und zurückgelehnt.
Schon der Opener Get Up! zeigt, wo die Reise der Berliner Jungs langgeht. Hier wird nicht launchig abgejazzt, hier wird das Gaspedal nach unten durchgedrückt. In MOTÖRHEAD-mäßigem Tempo wird die staubige Landstraße von Havanna gebügelt. Weiter geht es ohne Rast und Pause mit Disillusioned With An Easy Mind, das so auch von Dave Grohl und seinen FOO FIGHTERS auf die Straße gepflanzt hätte werden können. Dance In The Darkness geht etwas vom Gas, bleibt aber noch auf der Überholspur. Unleashed gehört dem Punk, bevor man mit Mr. Paul das erste Schlagloch trifft. Rockt, aber kann nicht richtig überzeugen. Egal, die Straße ist zum Fahren da, also wird Loaded auf den inzwischen vorhandenen Asphalt genagelt und hämmert in bester MOTÖRHEAD meets FOO FIGHTERS-Manier aus den Boxen.
Der Schweiß klebt am Hemd, der Staub trocknet die Kehle, Zeit um sich ein kühles Bier durch die Kehle rinnen zu lassen, diese Musik ist nichts für Cubra Libre.
No Difference treibt hektisch den Boliden über die Straße, bis wir eine kurze Pause einlegen. Welcome To The World lässt uns einen kleinen Moment verschnaufen, bevor Johannes Gotaut seine Stimmbänder wieder im Gedenken an Mr. Kilmister erzittern läßt. Dealin' With Demons bereitet auf das Ende der Reise vor. Die Zylinder glühen, die Reifen betteln um Gnade, aber unermüdlich wird der Bolide weiter Richtung unseres Ziels getrieben. Der HAVANNA HEAT CLUB hat noch geöffnet, aber es ist nur eine Question Of Dose, ob und wann wir Down To The Floor sinken und uns wünschen, diese Reise noch mal erleben zu dürfen.
Kein Problem. Wofür ist die START-Taste am Player!? Und ab geht's.
HAVANNA HEAT CLUB sind auf ihrem zweiten Album von kubanischer Musik so weit entfernt, wie ihre Heimatstadt Berlin von einem Provinznest. In dieser hier vorliegenden halben Stunde werden einem die Rotzlöffel nur so um die Ohren gehauen. Und wer schon als Support von ROSE TATTOO, GLUECIFER oder SODOM auftreten durfte, muss entsprechenden Eindruck hinterlassen haben.
Bin schwer beeindruckt, auch wenn es nicht auf Dauer meine Musik ist, aber das hier macht schon Spass.
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