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Sparks

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Sparks
Sparks, Roadrunner, 2010
Seton Daunt Guitar
Joe Sumner Vocals, Bass
Pete Wilhoit Drums
Länge: 45 Min 17 Sek Medium: CD
1. You Know You're Good7. Tommy
2. Out Of My Face8. Humanoid
3. Push Me Around9. Zero
4. Talking10. Russian LSD
5. Revenge 11. Denied
6. Two Sparks

Ich - ich mag STING nicht - soweit die Antwort auf die Frage meines Kollegen damals in der Konzertbesprechung. Ich mag Stings Weichei-Gesinge nicht, den Möchtegerne Jazz; ich mag POLICE nicht (bis auf Roxane) - da gab es mir immer zu viel Herumgehampel, musikalisch gesehen, und niemals nicht ein vernünftiges Riff - einfach zu wenig Saft und zu viel hohes Gesinge.

Und ausgerechnet ich bekomme nun - nein - ich hole mir diese CD zur Besprechung! Allerdings wusste ich bis eben nicht, dass da der Sohn vom alten Gordon Sumner - Joe eben - am Bass ist. Zwar fiel mit die gesangliche Nähe zu Sting beim ersten Anhören auf auf, und auch die Tatsache, dass einige Tracks dem Muster der POLICE Songs folgten - ABER: hier liegt ein Band Album vor, folglich ist nicht nur Herr Sumner zu Werke gegangen sondern alle Band Mates. Und das Ergebnis gefällt - denn hier rockt es richtig, die Gitarre schießt stellenweise Riffs in den Space, dass es eine Freude ist. Die Drums sind auch weniger verspielt als bei Police, und die Stimme ist Stings ähnlich, aber eben nicht gleich. Und was kann der Filius schließlich für seinen Alten, und dafür, das mit dessen Musik nicht gefällt? Genau!

Die Musik hier gefällt. Sie vereint also das Melodische der POLICE Songs, gibt wesentlich mehr Rock dazu, ohne die alternative Basis - also die Reggae/Ska Anklänge und die stellenweise seltsam plink-plink-mäßig klingenden Riff Fundamente - zu verlassen. Bestes und sehr pop-mäßiges Beispiel dafür ist das direkt von einem POLICE Album gesprungene You Know You're Good mit seinem infektiösen lalala-Refrain - aber eben auch dem rockigen Mittelteil mit Hard Rock Ausflügen seitens Seton Daunt - das Ganze ein Track Marke "Wie, schon vorbei? Och, schade!"
Out Of My Face könnte fast aus einem Sting Soloalbum, etwa "Nothing Like The Sun", sein; etwas Ähnlichkeit zum Engländer in NY darf bescheinigt werden. Reggae full blast in Push Me Around, funky, swingend und gut; Talking ist Punk'n'POLICE, und da ist mir die Nähe zu Papa's Band zu groß, und fast fliegt die CD aus dem Player. Erst bei Two Sparks scheint wieder eigenes Songwriting durch; ein weiterer potentieller Hit ist hier angelegt - sehr guter Pop. Tommy macht dann Schluß mit lustig - eher finster, heavy und so gar nicht POLICIG kommt das hier bis zum Refrain her, aber auch der ist eher düster gehalten. Abwechslung , gut. Humanoid ist gar fast jazzig, Zero zeigt die Blues Wurzeln. Russian LSD ist so vertont, dass man weiß - das will ich gar nicht versuchen; man wird Lennon's Cold Turkey erinnert.

Natürlich ist das letztlich eine CD aus dem POLICE Universum - kein Zweifel. Liebhaber dieser Band sollten sich das hier unbedingt anhören. Aber auch die, die meine Vorbehalte gegenüber POLICE teilen, könnten hier ein Highlight entdecken.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 11.10.2010


 
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